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Elfrather See: Satzungsbeschluss Surfpark für Anfang 2023 geplant

Veröffentlicht am: 03.06.2022

Luftaufnahme vom Elfrather See.  Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Beachvolleyballfelder, Boule, ein inklusiver Sporttreff und Außengastronomie - am Elfrather See soll viel passieren.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Entscheidung über beleuchtete Laufstrecken und Reaktivierung Badesee

Die weiteren Schritte zur Umgestaltung des Areals am Elfrather See sind in Vorbereitung und sollen nach entsprechenden politischen Beschlüssen ab 2023 erfolgen. Dies betrifft zum einen den geplanten Bau eines Surfparks, zum anderen die Umsetzung des „Masterplans Erholungs- und Sportpark Krefeld (Elfrather See)". Für das Surfpark-Projekt werden derzeit sämtliche Stellungnahmen ausgewertet, die im Zuge der Offenlage bei der Verwaltung eingegangen sind. Über den „Masterplan" und erste Maßnahmen entscheidet im Juni die Politik. Teil dieses Pakets ist auch die Reaktivierung des Badesees und der Aufbau von drei beleuchteten Laufstrecken mit einer Gesamtlänge von bis zu zehn Kilometern. Im Jahr 2023 sollen dann sowohl die ersten Arbeiten für den privat betriebenen Surfpark beginnen als auch neue öffentliche Bewegungsräume rund um den See entstehen.

Anfang 2023 entscheidet der Rat

In Sachen Surfpark läuft die Vorbereitung des Satzungsbeschlusses: Der Rat der Stadt Krefeld soll Anfang 2023 darüber entscheiden. Bislang war vorgesehen, dass sich die politischen Gremien im September 2022 erneut mit dem Vorhaben beschäftigen. Die Verschiebung hängt mit der Vielzahl an Stellungnahmen zusammen, die von Anfang Februar bis Mitte März bei der Planungsverwaltung eingegangen sind. „Mehr als 200 Bürgerinnen und Bürger, Initiativen und Nachbargemeinden haben sich positiv wie negativ zu den Plänen geäußert. Diesen Stellungnahmen müssen und möchten wir nun gerecht werden", sagt Bau- und Planungsdezernent Marcus Beyer. „Beim Surfpark handelt es sich um ein außerordentlich komplexes Bauvorhaben, für das kein ‚Schema F' existiert. Gründlichkeit und Rechtssicherheit sind deshalb das oberste Gebot."

Prozesse lägen gut in der Zeit, bestätigt Andreas Niedergesäss

Dieses Vorgehen der Stadt Krefeld ist mit dem Projektträger Elakari abgestimmt. „Von anderen Surfpark-Projekten in aller Welt wissen wir, dass lange Vorlaufzeiten für solche Vorhaben nicht ungewöhnlich sind. In Krefeld liegen wir derzeit sehr gut im Rennen", betont Andreas Niedergesäss, Geschäftsführer von Elakari. „Als Investor haben wir selbst ein Interesse daran, dass sämtliche Belange im Vorfeld gründlich und umfassend geprüft werden. Wir sind weiterhin völlig überzeugt vom Standort Elfrather See, von der Wavegarden-Technologie und vom Gesamtkonzept der Anlage." Nach Vorliegen einer Baugenehmigung könnte der Baubeginn mit vorbereitenden Maßnahmen für den Krefelder Surfpark im Oktober 2023 erfolgen.

Windsurfer am Elfrather See. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Mit dem Masterplan soll das gesamte Gelände aufgewertet werden..
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Ein "inklusiver Sporttreff" könnte schon 2023 entstehen

Ebenfalls 2023 könnten die ersten Elemente des „Masterplans Elfrather See" sichtbar werden. Es handelt sich um drei neue, attraktive Bewegungsräume: ein „inklusiver Sporttreff" mit Fitnessgeräten für Senioren und Rollstuhlsportler, eine Fitnessstraße mit verschiedenen Geräten für ein Ganzkörpertraining und schließlich ein „Vereinstreffpunkt" am südlich gelegenen Ruderclub inklusive Minispielfeld, Fitnesscontainer und Aufenthaltsbereichen. Die Gesamtkosten liegen bei rund 575.000 Euro. Eine Landesförderung von 488.000 Euro aus dem Programm „Moderne Sportstätte 2022 II" ist beantragt. „Mit den Maßnahmen aus dem ‚Masterplan' wecken wir das Areal am Elfrather See aus einem langen Dornröschenschlaf", sagt Stadtdirektor und Sportdezernent Markus Schön. „Nicht nur durch den Surfpark, sondern durch viele attraktive, öffentlich nutzbare Angebote soll der See zu einem Anziehungspunkt für Menschen aus der ganzen Region werden. Sport, Freizeit, Naherholung und Naturerlebnis werden sich hier auf besondere Weise verbinden."

Beachvolleyballfelder, Boule und Außengastronomie

Konkreter werden auch die Pläne zur Reaktivierung des Badesees. In ersten Projektskizzen ist das neue Eintrittsgebäude mit Umkleiden und Toiletten östlich des Sees, mittig zwischen den Parkplätzen vorgesehen. Ein gastronomisches Angebot mit Außenterrasse wird dort ebenfalls skizziert. Der Strandbereich soll vergrößert, ein schwimmender Steg in den See hineingebaut werden. Außerdem sollen zwei Beachvolleyballfelder und Areale zum Boulespielen sowie Angebote zum Klettern die Besucher zu Aktivitäten einladen.

Skateranlage, Fußball, Basketbal und Streethockey

Darüber hinaus präsentiert die Verwaltung dem Sportausschuss erstmals Ideen für drei beleuchtete Laufstrecken um den Badesee, das Surfpark-Gelände und den kompletten Elfrather See. Eine Beleuchtung durch fünf Meter hohe LED-Masten könnte von 6 bis 22 Uhr erfolgen und auch während der Wintermonate zum Joggen animieren. Im Südosten des Sees ist ein Bewegungsraum „Trendsport" mit Fitnessgeräten, einer Skateranlage sowie einem Spielfeld für Fußball, Basketball und Streethockey geplant. Eine weitere Fläche am Westufer ist als naturnaher Aufenthaltsbereich vorgesehen, unter anderem mit Bänken, einer Boulebahn und einem Spielplatz. Über die Vorlage entscheidet der Sportausschuss am 23. Juni.

 

 

 

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