Inhalt

Grundbesitzabgaben - Grundsteuer

Die Grundsteuer wird durch die Steuerabteilung des Fachbereiches 21 von den Grundstückseigentümern, Erbbauberechtigten und gegebenenfalls Wohnungs- oder Teileigentümern im Krefelder Stadtgebiet erhoben.

Seit Übertragung der Gebührenveranlagung auf den Kommunalbetrieb Krefeld, Anstalt des öffentlichen Rechts zum 01.07.2018 wird die Grundsteuer zusammen mit den übrigen Grundbesitzabgaben (Benutzungsgebühren für Abfallentsorgung, Straßenreinigung und Winterdienst) über einen gemeinsamen Bescheid der Stadt Krefeld und des Kommunalbetrieb Krefeld, Anstalt des öffentlichen Rechts festgesetzt. Dieser Bescheid enthält Angaben zu den Zuständigkeiten, Ansprechpartnern und Adressaten von Rechtsbehelfen.

Weitere Informationen zum Kommunalbetrieb Krefeld finden Sie hier.
Weitere Informationen zu den Benutzungsgebühren für Abfallentsorgung, Straßenreinigung und Winterdienst finden Sie hier.

Grundsteuer - Aktuelles
Grundsteuer - Allgemeines
Grundsteuer - Bindung an den Einheitswertbescheid des Finanzamtes
Was bedeutet der Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes vom 10.04.2018 für Haus-, Grundstücks- und Wohnungseigentümer
Grundsteuer - Eigentumswechsel
Steuerdaten der Stadt Krefeld
Ansprechpersonen
Wiedereinführung des Widerspruchverfahrens ab dem 01.01.2016

Grundsteuer - Aktuelles

Die Stadtverwaltung Krefeld hat im Zuge der Grundsteuerfestsetzung für das Jahr 2019 wieder darauf verzichtet, für diejenigen Steuerpflichtigen, die gleiche Grundsteuerbeträge wie im Vorjahr zu entrichten haben, Bescheide zu versenden, um Kosten zu sparen. Die Verwaltung macht von der nach dem Grundsteuergesetz bestehenden Möglichkeit Gebrauch, diese Steuer durch öffentliche Bekanntmachung festzusetzen. Die Bekanntmachung ist im Krefelder Amtsblatt am 10. Januar erfolgt. Das Amtsblatt ist über die Internetseite www.krefeld.de/amtsblatt/ abrufbar und kann im Aushang im Eingangsbereich des Rathauses am Von-der-Leyen-Platz sowie in den Rathäusern Fischeln, Uerdingen und Hüls eingesehen werden.

Die vorgenannte öffentliche Bekanntmachung vom 10. Januar 2019 sowie Pressemitteilungen der Stadtverwaltung Krefeld stehen Ihnen weiter unten auf der Seite als Downloads zur Verfügung.

zurück

Grundsteuer - Allgemeines

Die Grundsteuer ist eine Objektsteuer, mit der das Eigentum an Grundstücken und deren Bebauung besteuert wird. Man unterscheidet zwischen Grundsteuer A und Grundsteuer B. Die Grundsteuer A (agrarisch) wird auf land- und forstwirtschaftlich genutzte Grundstücke erhoben. Die Grundsteuer B (baulich) wird für bebaute und unbebaute Grundstücke, die nicht land- und forstwirtschaftlich genutzt werden, erhoben. Die Festsetzung der Grundsteuer erfolgt nach der Bewertung des Grundbesitzes (= Steuergegenstand) durch das zuständige Finanzamt. Die Bemessungsgrundlage für die Grundsteuer ist dabei der vom Finanzamt festgesetzte Messbetrag.

Die örtlichen Hebesätze werden vom Rat der Stadt Krefeld durch Satzung bestimmt.

Die Höhe der Jahres-Grundsteuer ergibt sich durch Multiplikation des Messbetrages mit dem Hebesatz.

Die Grundsteuerhebesätze der Stadt Krefeld betragen seit 01.01.2015:

  • für die land- und forstwirtschaftlichen Grundstücke (Grundsteuer A) 265 %
  • für die sonstigen Grundstücke (Grundsteuer B) 533 %.

Die Entwicklung des Grundsteuerhebesatzes (Grundsteuer B) für die Stadt Krefeld seit 1980 entnehmen Sie bitte der Tabelle, welche Ihnen unten auf dieser Seite als Download zur Verfügung steht.

Die Grundsteuer wird jeweils für das Kalenderjahr festgesetzt und durch Steuerbescheid, der in Krefeld mit anderen Grundbesitzabgaben (Straßenreinigungsgebühr, Abfallentsorgungsgebühr) verbunden ist, angefordert. Die Steuer- und Abgabenforderungen werden grundsätzlich zu je einem Viertel am 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November des Kalenderjahres fällig. Bis zur Bekanntgabe eines neuen Bescheides hat der Steuer- und Gebührenschuldner zu den bisherigen Fälligkeitstagen Vorauszahlungen gemäß der letzten Festsetzung zu leisten (§ 29 Grundsteuergesetz .

Das Grundsteuergesetz sowie das in dem Zusammenhang mit zu beachtende Bewertungsgesetz in den zur Zeit gültigen Fassungen stehen Ihnen unten auf dieser Seite im Download-Bereich zur Verfügung.

zurück

Grundsteuer - Bindung an den Einheitswertbescheid des Finanzamtes

Die Stadt Krefeld erlässt mit dem kommunalen Grundsteuerbescheid einen sogenannten "Folgebescheid". Grundlage ist - wie vorstehend schon skizziert - der jeweils gültige Messbescheid (Einheitswertbescheid) des Finanzamtes. Nach Maßgabe der Bestimmungen der Abgabenordnung ist die Stadtverwaltung Krefeld an diesen Grundlagenbescheid solange gebunden, bis das Finanzamt einen geänderten Messbescheid erlässt. Diese Praxis wurde für den Bereich der Stadt Krefeld durch das Bundesverfassungsgericht mit Entscheidung vom 18.02.2009 bestätigt.

zurück

Was bedeutet der Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes vom 10.04.2018 für Haus-, Grundstücks- und Wohnungseigentümer

Das Bundesverfassungsgericht hat am 10.04.2018 entschieden, dass die bisherige Grundlage für die Erhebung der Grundsteuer (nämlich die sogenannte Einheitswertung) nicht mehr verfassungsgemäß ist; zugleich wurde eine gesetzliche Neuregelung der Bewertungsgrundlage bis Ende 2019 angeordnet.

Nach Verabschiedung eines neuen Gesetzes gilt eine weitere Übergangsfrist bis Ende 2024, in der noch die Erhebung der Grundsteuer in der jetzigen Form für die Städte und Gemeinden zulässig ist. An der bisherigen Erhebung der Grundsteuer ändert sich daher in der Praxis zunächst einmal bis auf Weiteres nichts. Die Einlegung von Rechtsbehelfen gegen die Grundsteuerbescheide der Stadt Krefeld ist insofern entbehrlich, da eine gesetzliche Neuregelung nur für die Zukunft erfolgen wird.

Die Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichtes vom 10.04.2018 sowie eine Kleine Anfrage im Bundestag mit Antwort der Bundesregierung aus Juni 2018 zur Reform der Einheitsbewertung für die Bemessung Grundsteuer sind im Downloadbreich dieser Seite hinterlegt.

zurück

Grundsteuer - Eigentumswechsel

Sie haben eine Immobilie veräußert oder erworben? Die Stadtverwaltung Krefeld wird leider nicht unmittelbar von Notaren oder vom Amtsgericht (Grundbuchamt) über den Eigentumswechsel informiert, sondern in der Regel erst 4 bis 8 Monate später durch die Bewertungsstelle des zuständigen Finanzamtes hierüber in Kenntnis gesetzt. Die notwendigen Angaben zum Eigentumswechsel teilen Sie bitte dem Fachbereich 21 der Stadt Krefeld schriftlich mit. Dazu können Sie das weiter unten auf dieser Seite zum Download bereit gestellte Online-Formular „Eigentumswechselanzeige" nutzen. Bitte fügen Sie diesem ausgefüllten und unterzeichneten Vordruck auch die entsprechenden Anlagen (Auszug aus dem Grundbuch oder dem Kaufvertrag mit Angaben zum Eigentums- und Besitzwechsel) bei. Auf Wunsch kann Ihnen dieses Formular auch durch die Verwaltung auf dem Postwege zugesandt werden.

Die Grundsteuer ist eine Jahressteuer, die sich ausschließlich nach den Verhältnissen zu Beginn des Kalenderjahres richtet. Eine während des Kalenderjahres eingetretene Änderung in den Eigentumsverhältnissen, wie sie zum Beispiel durch den Verkauf eines Grundstückes eintritt, kann daher erst ab dem Beginn des nächsten Kalenderjahres berücksichtigt werden. Dabei ist zu beachten, dass für die steuerrechtliche Zurechnung eines Objektes entscheidend ist, wer am 01.01. des jeweiligen Jahres wirtschaftlicher Eigentümer (Übergang von Nutzen und Lasten) und nicht, wer bürgerlich-rechtlicher Eigentümer (Grundbucheintrag) ist. Der bisherige Eigentümer hat daher noch die gesamte Grundsteuer für das Jahr zu entrichten, in dem der Eigentumswechsel stattgefunden hat. Die Grundsteuer, die der bisherige Eigentümer nach der Veräußerung an die Stadt Krefeld zu leisten hat, kann er - sofern eine entsprechende privatrechtliche Vereinbarung besteht - vom Erwerber fordern.

Bei den vom Kommunalbetrieb Krefeld, Anstalt des öffentlichen Rechts festgesetzten Abfallentsorgungs-, Straßenreinigungs- und Winterdienstgebühren beginnt die Gebührenpflicht des/der Erwerber(s) bereits am 01. des auf den Übergang von Besitz, Nutzungen, Lasten und Gefahren folgenden Monats. Die für das Kalenderjahr festgesetzten Abfallentsorgungs-, Straßenreinigungs- und Winterdienstgebühren werden daher - anders als bei der Grundsteuer - auf der Basis des Übergangs von Besitz, Nutzungen, Lasten und Gefahren gegebenenfalls auch unterjährig abgegrenzt.

Die bescheidmäßige Abwicklung von Eigentumswechseln ist naturgemäß nicht immer - insbesondere nicht bei Veräußerungsfällen, die zum Ende eines Jahres stattfinden - bis zum Stichtag 1. Januar bzw. bis zu den Grundsteuerfälligkeiten im nächsten Jahr (z.B. 15. Februar) möglich. Die Abgaben sind dann zu dem im Bescheid genannten Fälligkeitszeitpunkt nachzuentrichten.

Die Abwasserbeseitigungsgebühren (Kanalbenutzungsgebühren) werden vom Kommunalbetrieb Krefeld erhoben und in separatem Bescheid jährlich festgesetzt.

zurück

Steuerdaten der Stadt Krefeld 2019

2019
Grundsteuer A = 153.000,00 Euro
Grundsteuer B = 48.000.000,00 Euro

zurück

Ansprechpersonen

Eine Auflistung Ihrer Ansprechpersonen im Sachgebiet Grundbesitzabgaben der Steuerabteilung des Fachbereiches 21 steht Ihnen weiter unten auf dieser Seite unter "Downloads" zum Herunterladen zur Verfügung.

Für Fragen zu den Benutzungsgebühren für Abfallentsorgung, Straßenreinigung und Winterdienst steht Ihnen der Kommunalbetrieb Krefeld unter der Rufnummer 0 21 51 / 36 60 44 77, der Faxnummer 0 21 51 / 36 60 45 15 sowie der E-Mail-Adresse abfall@krefeld.de zur Verfügung.

Für Vertretungsfälle steht Ihnen ebenfalls weiter unten auf dieser Seite ein Formular zur Erteilung einer Vollmacht zur Verfügung.

zurück

Wiedereinführung des Widerspruchsverfahrens zum 01.01.2016

Zum 01.01.2016 wurde das Widerspruchsverfahren für kommunale Steuern und Abgaben wieder eingeführt. Dies bedeutet, dass ab diesem Zeitpunkt gegen einen Bescheid innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe beim Fachbereich 21 als Steuerbehörde der Stadt Krefeld Widerspruch erhoben werden kann.

Wichtig: Die Durchführung eines Widerspruchsverfahrens ist also ab dem 01.01.2016 wieder Voraussetzung für die Erhebung einer eventuellen Anfechtungs- oder Verpflichtungsklage beim Erlass oder der Ablehnung von Verwaltungsakten (Bescheiden).