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Niederrheinischer Keramikpreis

Niederrheinischer Keramikpreis

Am Sonntag wurde schließlich zum 18. Mal der Gewinner des mit 1000 Euro dotierten „Niederrheinischen Keramikpreises" der Stadt Krefeld ausgewählt. Die Jurymitglieder: Diplom-Designer Knut Michalk von der Hochschule Niederrhein, Keramikmeisterin und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft des Kunsthandwerks am Niederrhein, Denise Stangier, sowie Keramikdesigner und Preisträger 2015 Frank Schillo. Bürgermeisterin Gisela Klaer konnte in diesem Jahr Jean Luc Pirot aus Frankreich mit dem Keramikpreis auszeichnen. Mit seinen Werken, die an Felsen erinnern, nahm Pirot zum zweiten Mal am Pottbäckermarkt teil. Er überzeugt durch die Schlichtheit seiner Arbeiten. Der Jury ist es in diesem Jahr unter der Vielfalt der Keramikkünstler besonders schwer gefallen, sich auf nur einen Preisträger festzulegen. Mit der Verleihung des Preises unterstützt die Design-Stadt Krefeld die Entwicklung im Bereich des keramischen Designs.

Bürgermeisterin Gisela Klaer zeichnte Jean Luc Pirot aus Frankreich mit dem Niederrheinischen Keramikpreis 2017 aus. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken
Bürgermeisterin Gisela Klaer zeichnte Jean Luc Pirot aus Frankreich mit dem Niederrheinischen Keramikpreis 2017 aus. Foto: Lothar Strücken

Begründung der Jury zur Wahl Jean-Luc Pirots für den Niederrheinischen Keramikpreis 2017

Auch in diesem Jahr fiel, wie im Vorjahr, die Entscheidung des Niederrheinischen Keramikpreises zugunsten der künstlerischen Keramik - der Objektkeramik aus. Und trotzdem ist das Feld gestalteter Keramik damit keineswegs ausgelotet. Pirots Arbeiten stehen für einen winzigen Ausschnitt dieses Universums, bringen diesen jedoch in einer Konsequenz auf den Punkt, die ihresgleichen sucht.

Man meint wohlgeformte Steinmetzarbeiten, dabei aber unvergewaltigten Fels vor sich zu haben. In nahezu beängstigender Reduktion konzentrieren sich die Stücke Pirots auf die Gestaltungselemente Proportion und Form. Von aufstrebender Statur, ausgewogen und mit sich im Reinen ruhen die auch gesteinsfarbigen geomorphen Gebilde in einer Weise in sich, wie es unaufgeregter und weltvergessener kaum geht. In ihrer Wirkung monumental und doch unaufdringlich anmutend entfalten die Einzel- wie Doppel- oder Vierfachkompositionen einen materialorientierten naturhaften Minimalismus, der unsrer aktuellen effekthascherischen und aktionistischen Welt kontraststärker kaum gegenüberstehen könnte.

Ein solches Statement ist mutig und damit erst recht zu honorieren, so das Gesamturteil der Jury.

Knut Michalk / Denise Stangier / Frank Schillo

Bisherige Preisträger des Niederrheinischen Keramikpeises

 
Peter Bohle (Österreich)Job Heykamp (Niederlande)
Christel Möhring (Deutschland)Gitta Radtke (Deutschland)
Nic Collins (Grossbritanien)Claudia Neeb (Deutschland)
Heide und Peter van Veen (Niederlande)Ingrid Ripke-Bolinius (Deutschland)
Niek Hoogland (Niederlande)Ule Ewelt (Deutschland)
Maria Wieding-Kalz (Deutschland)Ric Sebes (Deutschland)
Lydia Braune (Deutschland)Frank Schillo (Deutschland)
Ulrich Schumann (Deutschland)Carla de Vrijer (Niederlande)
Rieke Hartwig (Deutschland)