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Gefahrenmeldeanlage

Die Feuerwehr der Stadt Krefeld betreibt seit über 100 Jahren eine eigene Feuermeldeanlage.

Bereits vor dem ersten Weltkrieg wurden vornehmlich an öffentlichen Straßen und Plätzen sogenannte Öffentliche Feuermelder (etwa 150) aufgestellt, die mittels Freileitungen über mehrere Kilometer mit einer Empfangszentrale in der Feuerwache verbunden waren.

Da die Verbreitung von Telefonen in Privathäusern noch nicht soweit vorangeschritten war,
an Handys dachte schon gleich gar keiner, wurden diese öffentlichen Feuermelder sehr häufig für das Herbeirufen der Feuerwehr benutzt.

Nach dem ersten Weltkrieg, gegen 1922, wurden auch die ersten privaten Feuermelder in Krefeld mit der Feuerwache auf der Florastraße verbunden. Dabei handelte es sich insbesondere um Melder in Großbetrieben der chemischen und der Textil-Industrie (Fa. Stockhausen, Fa. TAG).

Im Rahmen des Wiederaufbaus der deutschen Industrie nach dem zweiten Weltkrieg wurden vermehrt Brandmeldeanlagen, vor allen Dingen in besonders brandgefährdeten Betrieben, errichtet und durch einen Hauptmelder zur Feuerwehr direkt aufgeschaltet.

Was im Jahre 1922 mit drei Firmen begann, hat sich bis heute (Januar 2016) auf eine Gesamtzahl von 234 angeschlossenen Anlagen fortentwickelt

Die Öffentlichen Feuermelder allerdings sind sämtlich demontiert worden, da eine Notwendigkeit im Zeichen einer fast hunderprozentigen Versorgung mit Telefonen in allen Haushalten und den millionenfach verbreiteten Mobilfunktelefonen nicht mehr gegeben war.

Eine Information am Rande

Im Jahre 2015 konnte in Krefeld in allen 34 Fällen einer bestimmungsgemäßen Auslösung der Brandmeldeanlage ein größerer Schaden durch das rechtzeitige Eingreifen der Feuerwehr verhindert werden.