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Fernwasserleitungen

Abschnitt einer Wasserleitung

Die imposantesten Reste der römischen Wasserleitungen sind für den heutigen Betrachter die oft hervorragend erhaltenen Aquäduktbrücken. Sie finden sich in allen Teilen des römischen Imperiums, wo sie in zum Teil fast 50 Metern Höhe oder über mehr als einhundert Bögen das frische Wasser über Talsenken und Flüsse in die Städte brachten.

Freigelegtes Teilstück bei Mechernich

Die einfachste Form der Wasserleitung war auch in römischer Zeit die Gefällleitung. Dieses Verfahren, mit dem zum Beispiel Wasser aus der Eifel über eine Entfernung von fast 100 Kilometern nach Köln gebracht wurde, stellte an die antiken Ingenieure höchste Anforderungen. Aus Gründen der Sicherheit, aber auch um ein Einfrieren der Leitungen zu verhindern, sind sie, wo es möglich war, unterirdisch verlegt worden. Erschwerend kam hinzu, dass diese Leitungen nicht in einem Stück gebaut werden konnten, sondern ebenso wie heute in einzelnen Baulosen vergeben wurden und aufwändigere Bauabschnitte wie Tunnel oder Brücken teilweise vorab oder erst im Nachhinein fertiggestellt werden konnten.

Abbildungen

Oben: Abschnitt der römischen Wasserleitung nach Nîmes (Frankreich), der hier als Aquäduktbrücke den Fluss Gardon überbrückt, in: Klaus Grewe: Planung und Trassierung römischer Wasserleitungen, Verlag Chmielorz, Wiesbaden 1985

Unten: Ein Stück der römischen Eifelwasserleitung bei Mechernich-Breitenbenden, das im Zuge einer Straßenbaumaßnahme freigelegt wurde, in: Klaus Grewe: Planung und Trassierung römischer Wasserleitungen, Verlag Chmielorz, Wiesbaden 1985