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Frauen & Arbeit

Auch wenn die Beschäftigungsquote von Frauen im erwerbsfähigen Alter heute in der Bundesrepublik bei 60% liegt (im Vergleich: in den nordischen Ländern zum Beispiel 76%), ist die Chancengleichheit für Frauen auf dem Arbeitsmarkt noch längst nicht gegeben. So werden Frauen im gebärfähigen Alter von vielen Personalchefs als "Beschäftigungsrisiko" angesehen - auch jene 30% aller Frauen, die keine Kinder bekommen.

Nach wie vor konzentrieren sich Mädchen und junge Frauen auf wenige Ausbildungsberufe, sind insbesondere in gewerblich-technischen Berufen und in naturwissenschaftlich-technischen Studiengängen unterrepräsentiert. Angebote zur Berufswahlorientierung können dazu beitragen, Mädchen neue Wege aufzuzeigen.

Nach einem erfolgreichen Einstieg in den Beruf steht für viele Frauen eine Lebensphase der Vereinbarkeit von Beruf und Familie an. Beurlaubungen, flexible Arbeitszeiten, Teilzeitarbeit (auch in qualifizierten Berufen und in Führungspositionen!) und ganztägige Kinderbetreuung können Rahmenbedingungen sein, das Begabungspotential von Frauen auch während der Familienphase zu erhalten und zu nutzen. Betriebliche Frauenförderung zahlt sich aus - für das Unternehmen wie für die Mitarbeiterinnen.

Lebenslanges Lernen ist Voraussetzung für dauerhafte Erwerbstätigkeit und Aufstieg. Damit Frauen auch vermehrt in Führungspositionen aufsteigen, sind Fort- und Weiterbildungen unverzichtbar. Viele Frauen lernen gerne unter sich, von Internet über Rhetorik bis hin zu Seminaren zur Übernahme von Führungsaufgaben.

Nicht immer klappt im Beruf alles reibungslos. Mutterschutz, Elternzeit, Teilzeitbeschäftigung, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz und Mini-Jobs sind Themen, mit denen sich ratsuchende Frauen immer wieder an die Gleichstellungsstelle wenden. Wir geben Auskünfte, erteilen Informationen, vermitteln Kontakte und beraten bezüglich persönlicher Strategien für das berufliche Fortkommen. Zu den oben genannten Themen gibt es Broschüren bei der Gleichstellungsstelle.

Darüber hinaus regt die Gleichstellungsstelle Maßnahmen an bei Bildungs- und Beschäftigungsträgern, nimmt Einfluss in arbeitsmarktpolitischen Gremien und kooperiert mit Fachleuten, zum Beispiel bei der Durchführung von Fachtagungen oder Projekten.

Zwei mal jährlich koordiniert die Gleichstellungsstelle einen "Runden Tisch Frau und Beruf". Dort treffen sich Kammern, Gewerkschaften, freie Träger, Arbeitsagentur, Jobcenter, Bildungs- und Beschäftigungsträger und andere und informieren sich über neue Gesetzeslagen, eigene Projekte oder gute Beispiele aus anderen Städten.