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Astrolabium

Messinggerät

Die Geschichte des Astrolabiums ("Sternfinder") reicht vermutlich bis ins Altertum. Große Bedeutung erlangte das Astrolabium in der islamischen Wissenschaft. Im 13. Jahrhundert war es im gesamten islamischen Einflussbereich in Gebrauch. Obwohl schon früher bekannt, gewann es erst ab dem 14. Jahrhundert auch in Europa an Bedeutung und wurden dann so populär, dass es auch im Taschenformat zu haben war. Erst im 18. Jahrhundert verlor es seine beherrschende Funktion.

Bei dem hier abgebildeten Beispiel aus Messing, mit einem Durchmesser von 10 Zentimetern, dessen Entstehungsort und Zeit im arabischen Raum unbekannt ist, können vier verschiedene Scheiben eingelegt werden, auf denen der Sternenhimmel so abgebildet ist, wie man ihn unter verschiedenen geografischen Breiten sieht. Das erleichterte das "Sternfinden" an unterschiedlichen Standorten.

In Kupfer graviert und vergoldet mit einem Durchmesser von 19,5 Zentimetern und drei Einlegescheiben

Astrolabium des Erasmus Habermel, möglicherweise Ende des 16. Jahrhunderts in Prag entstanden, in Kupfer graviert und vergoldet mit einem Durchmesser von 19,5 Zentimetern und mit drei Einlegescheiben für Polhöhen von 36° bis 39°, 42° bis 45° und 48° bis 51°.

Abbildungen

Oben: Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund: Museumshandbuch, Teil 2, Vermessungsgeschichte, herausgegeben im Auftrag des Förderkreises Vermessungstechnisches Museum e.V., zweite Auflage, Dortmund 1989

Unten: Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz: Winkelmeßinstrumente vom 16. bis zum frühen 19. Jahrhundert, Berlin 1979