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Wer wir sind und was wir tun

 

"Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin." (Artikel 3, Absatz 2 Grundgesetz)

 

Alle Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen mit mehr als 10.000 Einwohner und Einwohnerinnen haben eine hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte.

Gleichstellungsbeauftragte Heike Hinsen - Gleichstellungbeauftragten der Stadt Krefeld

 

 

 

 

Kommunale Gleichstellungsstellen wirken darauf hin, dass das oben gennannte Grundrecht auch vor Ort Wirklichkeit wird.

Denn:

  • Frauen stellen zwar 52 % der Bevölkerung, sind aber im öffentlichen Leben, in der Politik und in der Wirtschaft nicht entsprechend vertreten.
  • Frauen verdienen bei gleichwertiger Ausbildung und gleicher Arbeitszeit im Schnitt ein Drittel weniger als Männer.
  • Frauen tragen noch immer den weitaus größten Teil der (unbezahlten) Arbeit in Haushalt, Kindererziehung und Ehrenamt.
  • Frauen sind von Arbeitslosigkeit stärker betroffen als Männer.
  • Mädchen und Frauen werden alltäglich durch die verschiedensten Arten körperlicher und seelischer Gewalt missachtet, erniedrigt und verletzt.
  • Mädchen stoßen bei der schulischen und beruflichen Bildung noch immer auf Vorurteile, die ihnen ganze Berufsfelder verschließen.
  • Mädchen werden schon früh auf das Da-Sein für andere und auf die Zuständigkeit für eine künftige Familientätigkeit festgelegt und dadurch in ihren Entwicklungsmöglichkeiten beschränkt.
  • Noch immer sind Frauen in Führungspositionen deutlich unterrepräsentiert, sei es in der Wirtschaft, aber auch in der Wissenschaft, in Verwaltungen, Politik und anderen Organisationen.

Für die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Krefeld ist die Gleichstellungsstelle Anlaufstelle für Fragen, Anregungen und Beschwerden aus der Bevölkerung. Sie hält Kontakt zu Frauenorganisationen, Gewerkschaften, der Wirtschaft, der Arbeitsverwaltung und anderen gesellschaftlich wichtigen Organisationen und schafft ein Netzwerk für frauenpolitische Lobbyarbeit.

Die Gleichstellungsstelle ist intern zuständig für rund 3.200 Beschäftigte der Stadtverwaltung Krefeld als größte Dienstleisterin vor Ort und sorgt dafür, dass dort Chancengleichheit für Frauen wie Männer besteht, von der Einstellung über Beförderung, über Weiterbildung bis zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie - auch für Männer.

Darüber hinaus ist die Gleichstellungsstelle innerhalb der Verwaltung an zahlreichen Planungen zur Stadtentwicklung beteiligt und achtet darauf, dass die Belange und spezifischen Lebenslagen von Frauen wie Männern Berücksichtigung finden (Gender Mainstreaming).

Viele Diskriminierungen von Frauen, die es in der sozialen Wirklichkeit immer noch gibt, beruhen auf Gesetzeslagen in Bund und Land. Um langfristig auch darauf Einfluss zu nehmen, arbeitet die Gleichstellungsstelle in überregionalen Gremien (Städtetag, Landesarbeitsgemeinschaft und Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros) sowie mit den zuständigen Ministerien des Landes und des Bundes zusammen.