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Vom Geheimtipp zum Begegnungsort: „Werft 765" lockt ans Rheinufer

Veröffentlicht am: 30.04.2021

Am Rheinkilometer 765 tut sich was: Das untere Werftgelände in Uerdingen soll in diesem Sommer ein Ort für Sport, Kultur, Freizeit und Veranstaltungen werden. Damit knüpft das Stadtmarketing an den Erfolg der „Rhine Side" an. Der populäre Strand-Biergarten lockt seit nunmehr vier Jahren Besucher aus Krefeld und Gäste von außerhalb zum Flussufer. „Eine Stadt ist ja weit mehr als die Steine, zwischen denen wir herlaufen: Sie lebt von solchen besonderen Orten und den Begegnungen, die dort entstehen. Für mich ist dies einer der schönsten Orte in Krefeld - ein Areal, aus dem wir noch mehr machen können. Das Uerdinger Rheinufer ist auf dem Weg vom Geheimtipp zu einem der beliebtesten Treffpunkte in der Region", betont Oberbürgermeister Frank Meyer.

Blick von oben auf das Gelände. Animation: Stadt Krefeld, StadtmarketingBlick von oben auf das Gelände.
Animation: Stadt Krefeld, Stadtmarketing

Die Pläne für „Werft 765 - Die Krefelder Rhine Side" sehen vor, das bisherige Areal des Biergartens deutlich zu erweitern. Das komplette Gelände des Unteren Werft soll für Veranstaltungen und Ideen aus der Bürgerschaft geöffnet werden. Je nach Verlauf der Corona-Pandemie können während des Sommers unterschiedliche Aktionen dort stattfinden. „Wir verstehen das auch als Angebot an die Kultur- und Kreativszene, an Sportvereine und Initiativen, an Geschäftsleute und die gesamte Bürgerschaft. Vom Mal-Workshop bis zum Second-Hand-Markt, vom Yoga-Kurs bis zum Lagerfeuer ist hier vieles denkbar", sagt die Leiterin des Stadtmarketings, Claire Neidhardt. In einem ersten Schritt sucht sie 46 Beet-Paten, die Pflanzkübel entlang des Flussufers mit Blumen verschönern und so für Atmosphäre sorgen.

Die Kugeln fliegen auf der Boulebahn am Werft. Foto: Stadt Krefeld, Presse und KommunikationDie Kugeln fliegen auf der Boulebahn am Werft.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Unterhalb der Rhine Side wird das Werftgelände in verschiedene Abschnitte aufgeteilt. Direkt unter dem Biergarten sollen wieder Boule-Felder aufgebaut werden, außerdem ein großes Schachbrett und Spielgeräte für Kinder. Der mittlere Teil am Rheintor wird eine Art Flaniermeile: Dort gibt es Raum für verschiedene Marktkonzepte, Ausstellungen, Workshops oder Kleinkunst. Im dritten Bereich in der Nähe des Steigers werden in Zusammenarbeit mit dem SC Bayer während der Sommerferien zwei Beachvolleyball-Felder abgestreut, sofern der Stadtumbaubeirat dem Vorhaben zustimmt. Abends soll auf der gleichen Fläche ein Open-Air-Kino des Programmkinos Primus-Palast aktuelle Filmkunst zeigen. Der Ton wird per Kopfhörer übertragen. Die Programmpunkte können nach einem „Baukastenprinzip" einzeln aktiviert werden, je nachdem was die pandemische Lage gerade gestattet. „Eigentlich steht uns nichts im Wege - außer Corona", sagt Claire Neidhardt.

Schach und Boule sollen an den Rhein locken. Animation: Stadt Krefeld, StadtmarketingSchach und Boule sollen an den Rhein locken.
Animation: Stadt Krefeld, Stadtmarketing

Auch der Uerdinger Kaufmannsbund als Veranstalter des Rhine-Side-Biergartens ist allzeit bereit, bei sinkenden Infektionszahlen den Betrieb unter Hygieneauflagen zu starten. „In dem Moment, wenn es wieder möglich ist, werden wir öffnen. Das Areal dafür vorzubereiten, soll auch ein positives Signal nach außen sein", erklärt Uwe Rutkowski, Vorsitzender des Kaufmannsbundes, und lobt die „hervorragende Zusammenarbeit auf Augenhöhe" mit der Stadt Krefeld. Wie in früheren Jahren sind auch rund um die Rhine Side kleine Kulturangebote geplant, zum Beispiel Lesungen für Kinder, Klassikkonzerte und das beliebte „Vereinsgrillen" an Donnerstagen. Laut Uwe Rutkowski zieht die Rhine Side immer mehr Menschen aus der Umgebung an, ob aus Duisburg, Düsseldorf, Meerbusch oder Moers. Viele kommen per Rad.

Markttreiben auf dem Werft. Animation: Stadt Krefeld, StadtmarketingMarkttreiben auf dem Werft.
Animation: Stadt Krefeld, Stadtmarketing

Während die Kultur- und Sportangebote sowie die Gastronomie von den Corona-Regeln abhängig sind, sollen die 46 Blumenbeete auf jeden Fall an Pfingsten bepflanzt werden. Partner aus Wirtschaft und Handel stellen dafür Saatgut zur Verfügung und ermöglichen Einkäufe mit Rabatt. Die Kübel mit Pflanzsubstrat stellt das Stadtmarketing auf, um das Wasser kümmert sich das Technische Hilfswerk. Es wird alle paar Wochen aus dem Rhein hochgepumpt und steht den Hobby-Gärtnern zur Verfügung. Wer eines der Beete bepflanzen will, kann sich im Stadtmarketing bei Sandra Joppen-Hellwig melden (s.joppen-hellwig@krefeld.de).

Kinovergnügen am Rheinufer. Animation: Stadt Krefeld, StadtmarketingKinovergnügen am Rheinufer.
Animation: Stadt Krefeld, Stadtmarketing

Die „Werft 765" soll in den kommenden Jahren noch mehr sommerliches Leben ans Uerdinger Rheinufer bringen. Dies ist auch ein Vorgeschmack auf die anstehende bauliche Umgestaltung des Areals. Im Zuge des Integrierten Handlungskonzepts für Uerdingen soll auf dem derzeit eher improvisierten Gelände eine attraktive Aufenthaltsfläche entstehen, die per Fahrradweg an die Rheinbrücke und die Hohenbudberger Straße angebunden wird. Inzwischen ist ein Büro aus Haan damit beauftragt, einen Gestaltungswettbewerb auszuschreiben. Auch eine Bürgerbeteiligung ist vorgesehen. Die Ergebnisse des Wettbewerbs könnten noch in diesem Jahr vorliegen. Nach Beantragung von Fördergeldern beginnt vermutlich 2022 die genaue Ausführungsplanung.

 

 

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Claire Neidhardt (links), Leiterin Stadtmarketing, und Samira Steigerwald (rechts), Stadtmarketing, gratulieren den Gewinnern des Wettbewerbs zu den Beetpatenschaften am Werft 765Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, Dirk Jochmann
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Eindrücke aus dem Beitrag der Zweitplatzierten. Grafik: WES GmbH LandschaftsArchitektur, KEMPEN KRAUSE INGENIEURE GmbH

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