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Ukraine-Krieg: Aus einem Flüchtlingsprojekt wird eine Ausstellung

Veröffentlicht am: 25.08.2023

 Im Workshop-Raum des KWM findet sich regelmäßig der Kunsttreff für Geflüchtete unter dem Titel "Gemeinsam" zusammen.  Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Symbolbild Ukraine Krieg
Grafik: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Unter dem Titel „In zwei Welten" sind ab 1. September Bilder und Fotos zu sehen

Eine kleine Ausstellung im Kaiser-Wilhelm-Museum befasst sich ab Freitag, 1. September, mit dem Krieg in der Ukraine, Fluchterfahrungen und ihrer Verarbeitung. Unter dem Titel „In zwei Welten" werden gemalte Bilder und Fotografien zu sehen sein. Bereits kurz nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine haben die Kunstmuseen Krefeld einen mehrmals wöchentlich stattfindenden Kunsttreff für Geflüchtete eingerichtet. Das Projekt, das sich an alle Menschen mit und ohne Fluchterfahrung richtet, wurde sehr gut angenommen. „Es ist uns ein großes Anliegen, in dieser bedrückenden Situation des Krieges zumindest ein kleines Zeichen setzen zu können", sagt die Leiterin der Kunstmuseen, Katia Baudin. „Wir sind alle sehr froh, dass die Kunstmuseen vielen Frauen und Kindern aus der Ukraine ein Stück Geborgenheit bieten können."

Ukrainerinnen sind bereits seit einem Jahr als Kursleiterinnen aktiv

Tatsächlich sind bereits seit fast einem Jahr mehrere geflüchtete Ukrainerinnen nicht nur als Gäste, sondern als Kursleiterinnen im Museum aktiv. Unter dem Motto, „Die Farben der Ukraine" bieten Mariia Bilokopytova, Daryna Bilokopytova und Svitlana Kutsyna traditionelle Kunsthandwerkstechniken ihrer Heimat an, zum einen, um sich selbst auf ihre kulturellen Wurzeln zu besinnen, zum anderen, um allen Besuchern des Museums diese andere, vom Krieg bedrohte Seite der Ukraine zu vermitteln. Das taten sie auch schon zu größeren Anlässen wie am Internationalen Museumstag und beim Stadtfest „Kultur findet Stadt" Anfang Juni. Auch beim Museumfest zur Verleihung des Preises „Museum des Jahres 2022" am 10. September werden sie dabei sein.

Um noch mehr nach außen zu wirken und eine öffentliche Plattform zu gewinnen, wurde nun eine kleine Ausstellung im Studio 2/Kreativlabor im Kaiser-Wilhelm-Museum mit Werken von Kindern und Erwachsenen aus den Kursen vorbereitet. Auf Wunsch der Ukrainerinnen werden die farbenfrohen Bilder mit aktuellen Fotografien aus der Ukraine kombiniert. Die furchtbaren Zerstörungen, aber auch der Mut und die Kraft der Menschen werden so sichtbar.

Eröffnung am 1. September

Mariia Bilokopytova, Daryna Bilokopytova und Svitlana Kutsyna möchten damit ihren momentanen paradoxen Lebensumständen Ausdruck verleihen: „In Deutschland leben wir in zwei Leben gleichzeitig", sagen die Kursleiterinnen. „Physisch sind wir in Sicherheit, aber es gibt noch ein anderes Leben. Jeden Tag sehen wir in den Nachrichten, was in unseren Städten passiert. Das macht es uns oft schwer, hier zu sein, aber Kunst hilft, traumatische Erlebnisse zu verarbeiten." Dies soll bereits im Titel der Ausstellung „In zwei Welten" zum Ausdruck kommen. Bei der Eröffnung am 1. September, um 15 Uhr im Kaiser-Wilhelm-Museum singt der ukrainische Chor „Vershe" unter der Leitung von Viktor Lashchynski. Die Ausstellung läuft noch bis Samstag, 29. September. Das Projekt wird gefördert durch die Kunststiftung NRW.

 

 

Alle Beiträge und Neuigkeiten rund um das Ukraine-Thema auf einen Blick:

Ukrainehilfe: Krefeld verteilt 20.000 Euro Landesfördermittel
Es wurden 15 Anträge mit unterschiedlichen Zielrichtungen bewilligt, beispielsweise vom Verein Anton Tschechow Bibliothek, der sich vom ersten Tag an außerordentlich aktiv dafür einsetzt, dass die ukrainischen Schutzsuchenden in Krefeld gut ankommen können.
Symbolbild Ukraine KriegGrafik: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Wohnraum für 40 Schutzsuchende im Kaiser-Wilhelm-Park
An der Westparkstraße ist im Kaiser-Wilhelm-Park in Container-Modulbauweise Wohnraum für 40 Schutzsuchende aus der Ukraine geschaffen worden. Die Krefelder Stadtverwaltung errichtet damit weiteren dringend benötigten Wohnraum.
Symbolbild Ukraine Unterkunft
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Neue Unterbringungsmöglichkeiten für die hilfesuchenden Menschen hat die Stadt Krefeld jetzt in Hüls errichtet. Auf dem ehemaligen Sportplatz neben der Robert-Jungk-Gesamtschule am Reepenweg ist durch Aufstellen von zwei großen Containeranlagen eine neue Übergangseinrichtung entstanden.
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Zwei spezielle Hotlines für Schutzsuchende aus der Ukraine
Für Schutzsuchende aus der Ukraine, die in privaten Unterkünften untergebracht sind, bietet die Stadt Krefeld nun eine Hotline zur Vereinbarung von Terminen für Impfungen und die erforderlichen Untersuchungen an.
Symboldbild Ukraine