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Wohnraum für 40 Schutzsuchende im Kaiser-Wilhelm-Park

Veröffentlicht am: 02.08.2022

Stadtdirektor Markus Schön, VfR-Vereinsvorsitzender Karl-Heinz Routhier, Joachim Watzlawik (Krefeld für Kinder) und Angela Naebers (ZGM) (v. l.)  vor der neuen Unterkunft für Schutzsuchende an der Westparkstraße. Bild: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, D. Jochmann
Stadtdirektor Markus Schön, VfR-Vereinsvorsitzender Karl-Heinz Routhier, Joachim Watzlawik (Krefeld für Kinder) und Angela Naebers (ZGM) (v. l.) vor der neuen Unterkunft für Schutzsuchende an der Westparkstraße.
Bild: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, D. Jochmann

Enge Kooperation mit Verein für Rasensport Krefeld angestrebt

An der Westparkstraße ist im Kaiser-Wilhelm-Park in Container-Modulbauweise Wohnraum für 40 Schutzsuchende aus der Ukraine geschaffen worden. Die Krefelder Stadtverwaltung errichtet damit weiteren dringend benötigten Wohnraum insbesondere mit Blick auf die kältere Jahreszeit ab Herbst. In einer Pressekonferenz haben Stadtdirektor Markus Schön, Angela Naebers vom Zentralen Gebäudemanagement (ZGM), Joachim Watzlawik, Koordinator der Initiative Krefeld für Kinder, Thomas Gref, Abteilungsleiter im Fachbereich Migration, sowie Karl-Heinz Routhier, Vorsitzender des Vereins für Rasensport (VfR), die Planung vorgestellt. „Wir sind immer bemüht, die geflohenen Menschen aus der Ukraine möglichst schnell zu integrieren. Außerdem geht es zunehmend darum, Unterkünfte zu finden, die auch winterfest sind", sagte Markus Schön. Die Einrichtung für 40 Personen direkt angrenzend an das Vereinsheim des VfR Krefeld sei in der Planung ein wichtiger Baustein.

Deswegen bietet die Fläche im Kaiser-Wilhelm-Park ideale Bedingungen

Aus Sicht der Stadtverwaltung bietet die Fläche im Kaiser-Wilhelm-Park im Nordwesten der Innenstadt geradezu ideale Bedingungen. Stadtdirektor Markus Schön zeigt sich dankbar für das Engagement des Vereins VfR Krefeld, der in eigener Initiative die Fläche nahe am Vereinsheim zur Verfügung gestellt hat. Der erst Kontakt kam zwischen Joachim Watzlawik und dem Vereinsvorsitzenden Karl-Heinz Routhier zustande. Nur wenige Wochen liegen zwischen den ersten Absprachen und dem finalen Aufstellen der Container. „Die längste Zeit hat in der Tat das Warten auf die Container in Anspruch genommen", sagt Angela Naebers. „Die Nachfrage nach Containern ist derzeit sehr hoch." Beim Aufstellen der Container zwischen Vereinsheim und Fußballplätzen musste Rücksicht auf den Baumbestand genommen werden. So kommt es, dass die Wohneinheiten leicht versetzt aufgestellt worden sind.

Bezugsfertig spätestens Ende August

Aktuell stehen noch Arbeiten an der Inneneinrichtung an, bezugsfertig soll die Unterkunft spätestens Ende August sein. Die Schutzsuchenden aus der Ukraine werden die sanitären Einrichtungen des Vereins nutzen können. Diese wurden durch die Stadt Krefeld erneuert. Auch Waschmaschinen und Trockner hat die Stadt aufgestellt. Eine Küche und Aufenthaltsmöglichkeiten stehen zur Verfügung. Der Sportplatz ist nutzbar, in der Nähe befinden sich im Stadtgarten sowie auf dem Vereinsgelände gute Spielplätze. Die Innenstadt ist gut fußläufig erreichbar. Für Markus Schön zeichnet diesen Standort besonders aus, dass die Schutzsuchenden hier schnell integriert werden können. In direkter Nachbarschaft entsteht derzeit eine Schule in Modulbauweise, die nach den Herbstferien den Betrieb aufnehmen kann. Der VfR hat insgesamt fünf Umkleidekabinen in seinem Vereinsgelände, drei Kabinen können weiter sportlich genutzt werden. „Das ist für uns ausreichend", sagt Karl-Heinz Routhier. Er betont, dass es von den Anliegern in den umliegenden Straßen viel Zuspruch gebe, viele ihre Hilfe angeboten hätten. Der Verein habe auch zeitnah den Bürgerverein über die Planung informiert.

1.450 Schutzsuchende wurden seit März untergebracht

Markus Schön betont, dass Krefeld als weltoffene Stadt schon früh nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine festgelegt habe, dass in großer Zahl Wohnraum für Schutzsuchende vorbereitet werden soll. Unter anderem ist gemeinsam mit den Maltesern eine Unterkunft auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne in Forstwald errichtet worden. Nun geht es darum, vor dem Hintergrund des nahenden Herbstes solche Unterkünfte zu finden, die für die Kälteperiode geeignet sind. Krefeld liegt bei einer Aufnahmequote von 113 Prozent (Stand: 29. Juli 2022), übererfüllt also derzeit die von Land und Bund geforderte Quote. Insgesamt 1.450 Schutzsuchende wurden seit März in öffentlichen Einrichtungen in Krefeld untergebracht, die meisten nutzen dies als Zwischenunterkunft. Man werde aber weiter Unterkünfte benötigen, weil immer neue Menschen kommen, erläutert Thomas Gref.

Mehr Menschen kommen nach Krefeld

Die Zahl der nach Krefeld kommenden Schutzsuchenden aus der Ukraine steigt seit einiger Zeit wieder an. Wer diesen Menschen eine Wohnung anbieten möchte, kann sich unter der Rufnummer 0 21 51 / 3 63 20 23 an die Diakonie oder per E-Mail unter fluechtlinge@krefeld.de an die städtische Flüchtlingskoordination wenden, damit von dort eine Vermittlung stattfinden kann. Krefelder, die ihren Wohnraum anbieten, stellen diesen nicht der Stadt Krefeld, sondern rein privat und auf eigenes Risiko zur Verfügung.

 

 

Alle Beiträge und Neuigkeiten rund um das Ukraine-Thema auf einen Blick:

FAQs und Links: Hier finden Sie wichtige Informationen
Welche Regeln gelten für Flüchtende, welche Behörde hilft auf welche Art, wo findet man gesicherte Quellen? Und wo gibt es nähere Info zum Thema Sicherheit für Bürger? Hier finden sich Informationen, Ansprechpartner in Krefeld und bundesweit sowie allgemeine Hinweise auf Websites zum Thema Ukraine-Hilfe.
Grafik: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Hilfesuchende aus der Ukraine: Wohnen im Ex-Studentenwohnheim
Die 314 Personen, die aktuell noch im Forstwald untergebracht sind, werden bis November anderweitigen Wohnraum erhalten. Nach der nun erfolgten Freigabe kommen 40 Plätze in der winterfesten Container-Modulbauweise im Kaiser-Wilhelm-Park hinzu.
Am Reepenweg wird eine Flüchtlingsunterkunft eröffnet.Bild: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Eltern-Kind-Gruppen für Geflüchtete aus der Ukraine
Die Abteilung Kinder des Fachbereichs Jugendhilfe bietet im Haus an der Kempener Allee 140 Eltern-Kind-Gruppen für schutzsuchende Familien aus der Ukraine an.
Sie organisieren und betreuen die Eltern-Kind-Gruppen für Geflüchtete in der Kempener Allee 140: (von links) Renate Meister, vom Fachbereich Jugendhilfe, Ehrenamtlerin Angelika Vauth, Bettina Dewan vom Fachbereich Jugendhilfe, Ehrenamtlerin Silke Rosenbaum-Tiben, Diana Heuvens vom Fachbereich Jugendhilfe und ,Ehrenamtlerin Elly Deter, (vorne kniend) Heike Badberg, Leiterin der Abteilung Kinder. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, D. Jochmann