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Plankerheide

Im Stadtteil FIscheln soll zwischen EIchhornstraße und Kölner Straße ein Wohngebiet entstehen. BIld: Stadt Krefeld, Fachbereich 61
Im Stadtteil FIscheln soll zwischen der Haltstelle Grundend im Norden, der K-Bahn-Strecke im Osten, der Kölner Straße im Westen und dem Friedhof Fischeln im Westenzwischen Eichhornstraße und Kölner Straße ein Wohngebiet und ein Bildungsstandort entstehen.
Bild: Stadt Krefeld, Stadt- und Verkehrsplanung

 

Fischeln macht mit: Neues Wohngebiet Plankerheide

Das Wettbewerbsverfahren ist abgeschlossen: Der Entwurf „Sonnenheide" überzeugte die Jury

Auf dreizehn Hektar Fläche soll in Fischeln das neue Wohngebiet Plankerheide entstehen. Nachdem im vergangenen Jahr in einer vielschichtig angelegten Bürgerbefragung Bedarfe und Wünsche erfasst wurden, hatte die Stadt im Frühjahr einen Planungswettbewerb ausgeschrieben. Das Planungsbüro Albert Wimmer aus Wien, hat in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsplanungsbüro Knollconsult und dem Verkehrsplanungsbüro Rosinak, die Jury mit dem Entwurf „Sonnenheide" überzeugt.

Plankerheide: Präsentationsplan Seite 1 Plankerheide: Präsentationsplan Seite 2 Plankerheide: Präsentationsplan Seite 3
Bilder: Entwurf "Sonnenheide", Präsentationspläne S. 1-3, Wimmer/Knollconsult

Eine kompakte Bauweise mit einem hohen Grün- und Freiflächenanteil, vielfältige Treffpunktangebote und Aufenthaltsflächen sowie eine klare Zonierung von Wohnhöfen, die fast schon wie bebaute Inseln im Grünen wirken - damit konnten die Verfasser die Jury für sich einnehmen. Der Entwurf ist innovativ und fügt sich harmonisch in die Ortsrandlage von Fischeln ein. Es werden klimaschonende Elemente wie Grün- und Solardächer, die Schwammstadt oder gemeinschaftliche Gärten im Konzept eingesetzt. Der öffentliche Raum lässt eine angemessene Lebendigkeit erwarten, ohne ein falsches Versprechen auf Urbanität zu geben. Das hat der Jury gefallen.

Der Siegerentwurf greift den Bogen der südöstlichen Landschaftsgrenze auf. Eine Mischung aus Reihenhäusern, Doppelhäusern und Geschoßwohnungsbau folgt dem Prinzip der Hoferschließung mit Gartenstadtcharakter. So entstehen im Quartier Plankerheide Sonnenheide fünf überschaubare Nachbarschaften mit insgesamt fünf Gemeinschaftshöfen. Diese sind autofrei und bilden das Zentrum der Nachbarschaft: gemeinschaftlich genutzte Flächen schaffen Raum für Aufenthalt, Zusammenkunft und Interaktion. Die Höfe werden eingeordnet in großzügig dimensionierte grüne Fugen, die wie Finger aus dem Wohngebiet reichen. Diese sind wichtiger Bestandteil des Regenwasserkonzeptes und verbinden das Gebiet mit dem Friedhof und dem Landschaftsraum des Fischelner Dorfgrabens. Sie bieten Naturerfahrungsmöglichkeiten für jede Altersstufe und schaffen gleichzeitig Möglichkeit für eine hohe Biodiversität.

Wie in der Ausschreibung des Realisierungswettbewerbs vorausgesetzt, wird auch eine Schule, eine Sportstätte, eine Kindertagesstätte und ein „Haus der Bildung" im Konzept aufgegriffen. Diese werden von den Planern konzentriert an der Kölner Straße verortet. Die Trasse für ein autonomes Shuttle verläuft zwischen der Kölner Straße und dem Haltepunkt Grundend. An beiden Eingängen ins Plangebiet gibt es Mobilitätshubs bzw. Quartiers-garagen, die durch „Mikrohubs" und „Mobility Points" innerhalb des Gebiets ergänzt werden.

Entwurf "Sonnenheide", Präsentationsplan, Seite 1
Entwurf "Sonnenheide", Präsentationsplan, Seite 2
Entwurf "Sonnenheide", Präsentationsplan, Seite 3

 

Hintergrundinfos zum Wettbewerb

Die Stadt Krefeld beabsichtigt, ein rund 11 Hektar umfassendes Plangebiet zwischen der Haltestelle Grundend im Norden, der K-Bahn-Strecke im Osten, der Kölner Straße im Westen und dem Friedhof Fischeln im Westen, zu einem attraktiven Wohn- und Bildungsstandort zu entwickeln. Neben der Schaffung von bezahlbaren Wohnangeboten für unterschiedliche Nutzergruppen sind auch zusätzliche Schul- und Bildungsangebote vorgesehen.

 

Hintergrundinfos zum Realisierungswettbewerb

Um ein qualitätvolles städtebauliches Konzept zu erhalten, wurde ein Wettbewerbsverfahren durchgeführt. Die dabei von den Planungsbüros zu konzipierenden Entwürfe sollten eine Vielzahl an Ideen und Gestaltungsvorschlägen enthalten. Um ein städtebauliches Konzept entwickeln zu können, in das die Ortskenntnisse der Bevölkerung einfließen, konnten bereits vor dem Wettbewerbsverfahren die Bürger:innen ihre Vorstellungen und Wünsche mitteilen, um diese in der Aufgabenstellung zum Wettbewerb zu berücksichtigen. Dafür wurde eine große Bürgerbeteiligung durchgeführt. Teil waren unter anderem ein Bürgerrundgang, ein Online-Verfahren sowie ein Live-Workshop.

 

Beiträge aus dem Pressearchiv rund um das Thema "Plankerheide":

Große Beteiligung beim Rundgang Plankerheide in Fischeln
Es war nicht nur der strahlende Sonnenschein am Samstag, der rund 150 Teilnehmende zum Bürgerrundgang nach Krefeld-Fischeln führte, sondern auch das enorme Interesse der jungen Familien und Anwohner am Baugebiet Plankerheide, das hier zukünftig entstehen soll.
(von links) Jens Kohnen von NRW.Urban, Ludger Walter, stellvertretender Fachbereichsleiter Stadt- und Verkehrsplanung, und Planungsdezernent Marcus Beyer setzen auf Bürgerbeteiligung im Plangebiet PlankerheideBild: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

 

Dieses Gebiet soll im Bauprojekt Plankerheide zum Wohngebiet und Bildungsstandort entwickelt werden:

 

Impressionen vom Bürgerrundgang vom 19. März:

 

 

Studierende der TU-Dortmund zu Besuch in Krefeld-Fischeln

Im Juni war eine Gruppe Studierende von der TU-Dortmund zu Besuch in Krefeld-Fischeln. In einer Projektgruppe im Rahmen ihres Studiums planen die angehenden Raumplaner als Übung das Plangebiet Plankerheide. Im Video erzählen sie von dem Projekt.

Eingebettetes Youtube-Video

 

Krefeld erklärt: Konzept Sonnenheide in 90 Sekunden

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