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Stadt Krefeld für langanhaltenden Stromausfall gut vorbereitet

Veröffentlicht am: 09.12.2022

von links nach recht: NGN-Geschäftsführer Hans-Werner Leenen, Leiter der Direktion Gefahrenabwehr der Polizei Krefeld, Detlev Peuyn, Oberbürgermeister Frank Meyer, Dezernentin Cigdem Bern, Leiter der Berufsfeuerwehr Krefeld, Andreas Klos. Bild: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikationvon links nach recht: NGN-Geschäftsführer Hans-Werner Leenen, Leiter der Direktion Gefahrenabwehr der Polizei Krefeld, Detlev Peuyn, Oberbürgermeister Frank Meyer, Dezernentin Cigdem Bern, Leiter der Berufsfeuerwehr Krefeld, Andreas Klos.
Bild: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

„Leuchttürme" und Infopunkte im Krisenfall

In vielen Bereichen ist eine möglicherweise drohende Energiemangellage ein großes Thema. Obwohl die Wahrscheinlichkeit eines langanhaltenden, flächendeckenden Stromausfalls, eines sogenannten „Blackouts", sehr gering ist, bereitet sich auch die Stadt Krefeld frühzeitig auf eventuelle Engpässe vor. Im Falle einer Gasmangellage oder von örtlichen Stromausfällen würden lokal zwangsläufig viele Systeme nicht mehr funktionieren, die das tägliche Leben steuern. Unter anderem würden die Telekommunikationssysteme nicht in gewohnter Form zur Verfügung stehen. Beleuchtung, Heizung und die Versorgung mit Lebensmitteln wäre dann nur sehr eingeschränkt möglich.

„Leuchtturmkonzept" mit 30 Infopunkten

Damit die wichtigsten Einrichtungen der Verwaltung und der Gefahrenabwehr auch in einer derartigen Situation noch für die Bevölkerung erreichbar sind, wurde ein sogenanntes „Leuchtturmkonzept" ausgearbeitet. „In diesen Leuchttürmen sollen die Bürger die wichtigsten Leistungen der Verwaltung erhalten können und bei drängenden Problemen Hilfe erhalten", so die zuständige Beigeordnete Cigdem Bern. Zusätzlich werden im Stadtgebiet Infopunkte eingerichtet, in denen Notfälle gemeldet werden können und in denen die wichtigsten Informationen über die Lage vorliegen sollen. Diese Infopunkte werden im Bedarfsfall an 30 Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs in Bussen der Stadtwerke SWK-Mobil eingerichtet. Die SWK-Mobil unterstützen die Bevölkerung auch dadurch, dass für diese Haltestellen dann ein Notfallfahrplan erstellt wird, damit von jedem Infopunkt aus mit Bussen ein Leuchtturm erreicht werden kann. Die Einrichtung der Leuchttürme soll lediglich maximal vier Stunden dauern, danach sind sie rund um die Uhr an allen Tagen geöffnet.

Symbolbild Blackout Grafik: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
So sehen die Leuchttürme aus.
Grafik: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Oberbürgermeister Frank Meyer: „Die Menschen in Krefeld können sich auf die Feuerwehr verlassen."

„Mein Dank geht an unsere Feuerwehr, die Polizei, die Stadtwerke und die Hilfsorganisationen. Die Blaulichtfamilie hat mit dem Konzept der Leuchttürme wieder bewiesen, dass die Menschen in Krefeld sich auf sie verlassen können", so Oberbürgermeister Frank Meyer.

So können Krefelderinnen und Krefelder selbst vorsorgen:

Natürlich könnte die Stadt Krefeld in einer solchen Situation eines langanhaltenden Stromausfalls nicht verhindern, dass es zu erheblichen Einschränkungen des täglichen Lebens kommen würde. Daher wird die Bevölkerung aufgefordert, sich ebenfalls im Rahmen ihrer Möglichkeiten auf eine derartige Situation vorzubereiten. Besonders wichtig sind Vorräte von Lebensmitteln und Wasser für mehrere Tage, sowie netzunabhängige Beleuchtungsmöglichkeiten und ein entsprechender Vorrat an Batterien. Auch ein batteriebetriebenes Radio sollte in jedem Haushalt vorhanden sein, um so wichtige Informationen erhalten zu können. Es wird dringend davor gewarnt, Wärmequellen in Gebäuden zu verwenden, die nur im Freien betrieben werden dürfen. „Für Innenräume nicht zugelassene Wärmequellen können nicht nur Brände verursachen, sondern es besteht auch die Gefahr einer Vergiftung mit Kohlenmonoxid", warnt Kai Günther, der bei der Feuerwehr für Gefahrenvorbeugung zuständig ist.

Bei der Vorsorge ist auch die solidarische Unterstützung für Freunde, Familie und Nachbarn besonders wichtig. Wenn man beispielsweise über eine unabhängige Wärmeversorgung für seine Wohnung verfügt, sollte man denen eine Unterkunft gewähren, die diese Möglichkeiten nicht haben. Jeder sollte an Nachbarn denken, die sich möglicherweise nicht selbst helfen können. Wichtige Hinweise für die Vorsorge in Krisenfällen gibt es im Internet auf den Seiten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (www.bbk.bund.de). Informationen rund um die Planungen konkret in Krefeld, inklusive einer Karte der Leuchttürme und Melde- und Infopunkte, stellt die Stadt Krefeld auf der Webseite www.krefeld.de/blackout bereit.

 

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Obwohl die Wahrscheinlichkeit eines langanhaltenden, flächendeckenden Stromausfalls, eines sogenannten „Blackouts“, sehr gering ist, bereitet sich auch die Stadt Krefeld frühzeitig auf eventuelle Engpässe vor. Die Verwaltung hat dafür ein Leuchtturmkonzept erarbeitet.
von links nach recht: NGN-Geschäftsführer Hans-Werner Leenen, Leiter der Direktion Gefahrenabwehr der Polizei Krefeld, Detlev Peuyn, Oberbürgermeister Frank Meyer, Dezernentin Cigdem Bern, Leiter der Berufsfeuerwehr Krefeld, Andreas Klos.Bild: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
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