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Kultur und Design auf dem Krefelder Pottbäckermarkt

Kreative Vielfalt in der Innenstadt

Zeitgemäßes Keramikdesign, Kunsthandwerk, weißes Porzellan und traditionelle Ware findet in Krefeld eine Präsentationsfläche auf dem Pottbäckermarkt am Samstag, 2. Mai und Sonntag, 3. Mai, 10 bis 18 Uhr, rund um St. Dionysius. Zum 24. Mal bieten über 100 regionale, nationale und internationale Keramikkünstler, Designer und Traditionalisten ihr Spektrum an kreativer Vielfalt an.

Kulturelles Erbe: Stadt vergibt Preise

Am Sonntag, 3. Mai, vergibt die Stadt Krefeld um 15 Uhr den mit 1000 Euro dotierten 16. „Niederrheinischen Keramikpreis" sowie den „Keramik-Oscar" an einen der auf dem Markt ausstellenden Keramikdesigner. Seit Jahren ist der Krefelder Pottbäckermarkt ein beliebtes Ereignis für Designer aus Deutschland, Belgien, den Niederlanden, England, Ungarn und Italien. Krefelds kulturelle Erfolgsgeschichte hat neben weltweit bekannten Architekturhighlights auch im künstlerischen Bereich durch die frühere „Handwerker und Kunstgewerbeschule zu Crefeld" und den heutigen Fachbereich Design, Schwerpunkten Produkt-Design, der Hochschule Niederrhein über Jahrzehnte namhafte Kunstschaffende und Designer hervor gebracht. Jan Thorn-Prikker und Peter Bertlings kamen beispielsweise als Lehrer für die „Handwerker und Kunstgewerbeschule zu Crefeld" in die Stadt. Unter ihnen entwickelten sich Künstler wie Heinrich Campendonk, Helmut Macke, Josef Strater und andere. An der Hochschule Niederrhein wird heute dem Bedarf an kreativen Designs und künstlerischer Gestaltung sowie theoretischem Wissen Rechnung getragen. Gerecht wird die Stadt Krefeld ihrem künstlerischen Erbe unter anderem durch die Verleihung dieses Niederrheinischen Keramikpreises und des Keramik-Oscars während des Pottbäckermarktes. Der Gewinner wird von einer fachkundigen Jury ausgewählt. Die Jury besteht in diesem Jahr aus: Knut Michalk, Dipl. Designer und Fachlehrer der Hochschule Niederrhein, Antje Schwittmann-Schops, Keramikerin aus Krefeld (Atelier Feuerfest) und Brigitta Heidtmann, Dipl. Designerin und Krefelder Künstlerin.

 Pottbäckermarkt Krefeld 2014

Angebot erweitert

Nach dem Bau der Volksbank ist nun auch wieder der nördliche Dionysiusplatz nutzbar für Veranstaltungen und Märkte. Schöner, heller, neu gestaltet präsentiert er sich und so wird auch der Pottbäckermarkt in diesem Jahr auf dem gesamten Areal rund um die Kirche St. Dionysius stattfinden. Neben den zahlreichen Ausstellern wird die Hochschule Niederrhein mit mehreren eigenen Ständen dabei sein. Und natürlich gibt es auch wieder musikalische Unterhaltung und gastronomische Angebote.

Wochenende für Kultur und Genuss

Ebenfalls an diesem Wochenende laden die Geschäftsleute der Innenstadt zum „Märkte für Genießer" ein. Die Genießertour führt über den rheinischen Bauernmarkt, Stadtmarkt, „Genießer-Markt" am Schwanenbrunnen und über den Schwanenmarkt bis zum Neumarkt. Gastronomisch hat natürlich auch der Pottbäckermarkt einiges zu bieten.

Die Geschäfte der Innenstadt sind am verkaufsoffenen Sonntag von 13 - 18 Uhr geöffnet. Am Sonntag lädt außerdem die Volksbank am Dionysiusplatz zu einem „Tag der offenen Tür" ein. Die Besucher erwartet ein buntes Programm und jede Menge Infos.

Außerdem gibt es ein zusätzliches Angebot für Radfahrer. Die Radstation der Diakonie bietet auf dem nördlichen Dionysiusplatz bewachte Fahrradabstellplätze. Die Gebühr beträgt 0,50 €.

Pottbäckermark Krefeld 2014

Pottbäckertradition

Das Pottbäckerhandwerk hat in Krefeld eine lange Tradition. Rund um den Krefelder Ortsteil Hüls lassen sich beispielsweise auf dem Pottbäckerwanderweg Spuren der Töpfer finden. Unterhalb des Johannesturms auf dem Hülser Berg liegen die Pottbäckerkuhlen. Vor 300 Jahren stachen hier die Töpfer ihren Lehm. Am Ende des Wanderweges im historischen Ortsteil Hüls am Konventplatz steht das „Pottbäcker Denkmal" des Krefelder Bildhauers Theo Ackermann mit einem Relief aus Terrakotta-Fliesen. Im historischen Ortsteil Linn präsentiert das Museum Burg Linn eine Dauerausstellung zur „Niederrheinischen Keramik" zwischen 1680 und 1850.