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Erstes Teilstück der Promenade ist eröffnet

Veröffentlicht am: 03.08.2020

Das erste von 16 Teilstücken der Krefelder Promenade ist am Sonntag, 2. August, offiziell der Öffentlichkeit übergeben worden. Begleitet wurde die Eröffnung von Radtouren, die durch Krefeld und über die 1,6 Kilometer lange Strecke führten. „Die Grundidee der Promenade ist eine attraktive, multifunktionale Alltags- und Freizeitachse auf ehemaligen Bahnflächen zwischen Forstwald im Südwesten und Hohenbudberg im Nordosten. Wenn sie fertig ist, soll sie an Radwege anschließen, die im Westen in die Niederlande führen und im Osten an den Radschnellweg 1. Man kann dann von Berlin bis Amsterdam fahren - und das auf dem Rad", so Oberbürgermeister Frank Meyer, der selbst mit dem Fahrrad angereist war.

Bau- und Planungsdezernent Marcus Beyer, Oberbürgermeister Frank Meyer und KBK-Vorstand Andreas Horster (von rechts) ließen es sich nicht nehmen, mit den Bockumer Bulldogs eine Runde zu drehen. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. BischofBau- und Planungsdezernent Marcus Beyer, Oberbürgermeister Frank Meyer und KBK-Vorstand Andreas Horster (von rechts) ließen es sich nicht nehmen, mit den Bockumer Bulldogs eine Runde zu drehen.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof

Das Teilstück beginnt an der Hauptfeuer-und Rettungswache und verläuft neben den Bahnschienen über den Dießemer Bruch. „Hier gibt es einen Hügelpark, eine Rampenzufahrt und eine Treppenanlage. Säulenahornbäume begleiten den vier Meter breiten Radweg, der parallel verlaufende Fußweg ist zwei Meter breit", beschreibt Andreas Horster vom Kommunalbetrieb. Einen weiteren Hügelpark samt Calisthenic-Angebot befindet sich im Bereich Trift/Weiden, wo das Teilstück in einer Sackgasse endet. „Leider werden wir den Anschluss hier erst später realisieren können. Es zeigt sich an dieser, wie auch an anderen Stellen, dass die Planer vor viele Herausforderungen gestellt sind", schildert Bau- und Planungsdezernent Marcus Beyer. Die geplante Promenade verläuft nämlich auf rund sechs Kilometern in Hochlagen durch Krefeld. „Die Realisierung des ersten Promenadenabschnitts war nicht einfach, vor allem, was die Aufgabe der Entwässerung anging, aber wir haben es geschafft. Das Ergebnis kann sich sehen lassen", bestätigt Projektleiter Dennis Mescher vom Planungsbüro DTP.

Bei der Eröffnung des ersten Abschnitts auf der Promenade war viel los. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. BischofBei der Eröffnung des ersten Abschnitts auf der Promenade war viel los.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof

Viele der für den weiteren Bau benötigten Flächen befinden sich nicht im Eigentum der Stadt, Gespräche mit den Grundstückseigentümern und der Deutschen Bahn sind nötig. Der Anschluss in Oppum soll schließlich 2024 fertiggestellt sein. Dann ist es möglich, von der Hauptfeuerwache bis vor die Tore der Burg Linn zu fahren. Von Oppum verläuft die Promenade zum großen Teil auf der nicht mehr genutzten Trasse der Hafenbahn. Das 2,1 Kilometer lange Stück wird Ende 2020 fertiggestellt.

Norbert Hudde, Leiter des Fachbereichs Stadt- und Verkehrplanung, erläutert den weiteren Weg der Promenade. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. BischofNorbert Hudde, Leiter des Fachbereichs Stadt- und Verkehrplanung, erläutert den weiteren Weg der Promenade.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof

An der Strecke wird es ebenfalls mehrere Sitzgelegenheiten geben. Der Abschnitt Hausbend bis Uerdingen soll im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts Uerdingen realisiert werden. „Im Herbst werden wir dann in die tiefere Planung einsteigen. Dazu gehören auch Analysen, welche Förderungen wir erhalten können", so Beyer. Das jetzige Teilstück kostet drei Millionen Euro, die Förderquote über das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz (KInvFöG) beträgt 90 Prozent.

Einer der abgesägten Bäume. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. BischofEiner der abgesägten Bäume.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof

Überschattet wurde die Eröffnung der Promenade von einem Baumfrevel der besonders schlimmen Art: 29 der knapp 60 jungen Säulenahornbäume wurden in der Nacht so angesägt, dass sie auf den Weg zu fallen drohten. Die Feuerwehr musste die Bäume letztlich fällen. Meyer: „Angesichts dieses Vandalismus bin ich fassungslos. Wir werden selbstverständlich die Bäume in der kommenden Pflanzperiode ersetzen." Der Schaden wird auf 50.000 Euro geschätzt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.