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Eichenprozessionsspinner

Seit 2004 sind weite Teile links- und rechtsrheinisch vom Eichenprozessionsspinner (EPS) betroffen. Der Eichenprozessionsspinner kommt an Stiel- und Traubeneiche, aber auch vereinzelt an Roteiche vor. Zur Massenvermehrung kommt es hauptsächlich in trockenen und sehr warmen Jahren.

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Die mit Widerhaken versehenen, nur zwei bis drei Millimeter kleinen Gifthaare, die sich leicht von den Raupen lösen, enthalten das Nesselgift Thaumetopoein und bleiben für Mensch und Tier etwa ein Jahr lang gefährlich. Die Berührung mit den Haaren des Eichenprozessionsspinners kann pseudoallergische Reaktionen an Schleimhäuten und am ganzen Körper hervorrufen.
Bei der Bekämpfung handelt es sich in NRW nicht um eine Pflanzenschutzmaßnahme, sondern um eine Gefahrenabwehr gegenüber Mensch und Tier. So entschied das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, dass die Bekämpfung vorrangig zum Ziel hat, Gesundheitsbeeinträchtigungen für Mensch und Tier durch die Berührung von Raupen und Gifthaaren auszuschließen.

Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners

Der Kommunalbetrieb Krefeld AöR hat sich auf Grund der Erfahrungen aus den vergangenen Jahren dazu entschlossen, auf eine Prophylaxespritzung der Bäume durch Biozide zu verzichten.

In den Jahren 2017 bis 2019 wurden immer wieder Eichenprozessionsspinner (EPS) der zweiten und dritten Generation festgestellt. Die verspätet auftretenden Generationen werden durch den Biozideinsatz im Frühjahr nicht erfasst. Ein zweiter oder dritter Einsatz des Mittels ist nicht erlaubt, da durch die Vorgaben des Julius-Kühn-Institutes der Einsatz dieser Präparate auf einmal jährlich beschränkt wurde. Eine einmalige Anwendung reicht jedoch nicht aus, um alle Eiablagen zu erfassen und ist somit nicht nachhaltig.

Die vorgeschriebenen Sicherungsmaßnahmen beim Einsatz der Biozide sind nur schwer umzusetzen und ein Schutz der Schmetterlingsraupen, im Anwendungsbereich samt Abdrift, ist gar nicht möglich. Ein Schmetterlingssterben in diesen Bereichen ist daher unumgänglich.

Aus den vorgenannten Gründen hat sich der Kommunalbetrieb Krefeld dazu entschieden, die Eichenprozessionsspinner mechanisch zu bekämpfen. Sobald wir einen Hinweis auf EPS-Nester erhalten, werden diese, mit leistungsstarken Industriestaubsaugern abgesaugt.

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Sollten Sie Gespinste des Eichenprozessionsspinners in öffentlichen Grünanlagen, Parks, auf Spielplätzen oder im Krefelder Wald bemerken, melden Sie diese bitte über Maak-et unter der Kategorie Grün.

 

Ausführliche Information über den EPS finden Sie in der Broschüre auf der Seite des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW.