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Breitband für Krefeld

Förderprogramme zum Breitbandausbau

Der Bund fördert auf Grundlage der Richtlinie „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus, in der Bundesrepublik Deutschland" technologieneutral den Breitbandausbau. Der Fördersatz beträgt im Regelfall 50 % der zuwendungsfähigen Ausbaukosten, wobei der Höchstbetrag pro Projekt bei 15 Millionen Euro liegt. Beliehener Projektträger ist die atene Kom. Das Land Nordrhein-Westfalen hat zur Kofinanzierung des Bundesprogrammes ebenfalls ein Förderprogramm aufgelegt.Die Stadt Krefeld erhält damit eine vorläufige Fördersumme von 11,6 Millionen Euro, je 5,8 Millionen vom Bund und Land Nordrhein-Westfalen. Ziel ist es die festgestellten sogenannten „Weißen NGA-Flecken" in Krefeld mit leistungsfähigem Breitband zu versorgen. „Weiße NGA-Flecken" sind Gebiete, die weniger als 30 mbit/s zur Verfügung haben oder in den nächsten zwei Jahren nicht vom eigenwirtschaftlichen Ausbau profitieren. Im Laufe des Jahres beginnt die Stadt Krefeld mit den Vorbereitungen für die Auschreibung der Ausbauarbeiten der sogenannten „Weißen NGA-Flecken".

Breitbandkoordinator

Rafael Markwald, seit dem 29. Januar 2018 als Breitbandkoordinator bei der Stadt Krefeld tätig, ist für die Information, Begleitung und Unterstützung in der Breitbandausbauplanung zuständig. Er hilft als Ansprechpartner bei der Vermittlung zwischen Bürgern, Stadt und Telekommunikationsunternehmen. Er bündelt Probleme im Netzausbau und tauscht sich regelmäßig mit den verschiedenen Anbietern aus, um den Breitbandausbau zu beschleunigen.

Aufgabe des Breitbandkoordinators ist es nicht, Beschwerden oder Störungsmeldungen entgegen zu nehmen. In diesen Fällen wenden Sie sich bitte unmittelbar an Ihren Telekommunikationsanbieter.

Meistgestellte Fragen

Warum ist mein Internet langsam?

Hier können verschiedene Ursachen vorliegen, die Sie bitte mit Ihrem Anbieter klären:

Wenn andere Personen mit Ihnen das Internet nutzen, wird Ihnen nicht die volle Bandbreite zur Verfügung gestellt. Ebenso können Updates, die derzeit durchgeführt werden, die Internetgeschwindigkeit erheblich verlangsamen. Das gilt auch für Uploads und Downloads, die gerade im Netzwerk laufen. Beachten Sie, dass die Internetverbindung auch verlangsamt wird, wenn die Entfernung zwischen Router und PC zu groß ist.

Tipp: Gehen Sie mit einem LAN-Kabel ins Internet. WLAN-Verbindungen bringen nur dann die volle Bandbreite, wenn die Router über die entsprechende Technik verfügen. Dies gilt auch für DLAN-Verbindungen über das Stromnetz.

Natürlich können auch Probleme beim Anbieter für ein verlangsamtes Internet verantwortlich sein. Sie können daher den Kundensupport kontaktieren und um Unterstützung bitten.

Ein defekter Router oder beschädigte (LAN-)Kabel können mitunter ebenfalls die Ursache sein. Auch hier sollten Sie den Kundendienst kontaktieren, da dieser Messungen durchführen und so den Fehler eingrenzen kann.

Eine andere Ursache könnte die vorhandene Infrastruktur sein, bei der die Stadt Krefeld Unterstützungsarbeit leistet:

Aktuell nutzen Geräte wie PC, Smartphone, Tablet oder TV den heimischen Internetanschluss. Im Smart Home der Zukunft kommen Geräte hinzu, die das benötigte Datenvolumen in den eigenen vier Wänden erhöhen, wie der Kühlschrank oder die Waschmaschine. Außerdem steuerbare Heizungssysteme, Rollladen oder Alarmanlagen. Die normale Internetleitung verkraftet diese hohen Ansprüche allerdings nicht mehr. Sind zu viele große Datenpakete unterwegs, gibt es Stau auf der „Datenautobahn". Die Datenübertragungsrate wird immer langsamer bis hin zum Stillstand.

Was ist der Unterschied zwischen Glasfaser und Kupferkabel?

Die meist genutzten Kupferkabel der Telefonleitung sind bedeutend langsamer und empfindlicher als Glasfaser. Je weiter das Haus vom Verteilerkasten entfernt ist, desto langsamer kommen die Datenpakete am Haus an.

Auch die TV-Kabelleitungen sind Kupferkabel, deren Leistung eingeschränkt ist. Außerdem teilen sich alle angeschlossenen Teilnehmer die Leitung, wodurch die Leistung zu „Hauptverkehrszeiten" beschränkt ist. Dies gilt ebenso für Richtfunkanlagen.Mit einem reinen Glasfaseranschluss können mehr Informationen pro Zeiteinheit übertragen werden. Außerdem ist das übertragene Signal unempfindlich gegenüber elektrischen und magnetischen Störfeldern und bietet eine ziemlich hohe Abhörsicherheit. Durch die Glasfasernutzung können Echtzeitübertragungen von Daten erreicht werden, wodurch zum Beispiel Smart Cities planbar werden.

Wann bekomme ich einen Glasfaseranschluss?

Die Breitbandversorgung ist keine staatliche Aufgabe wie Straßenbau, Wasserversorgung, Gasversorgung oder Stromversorgung. Es gibt keinen allgemeinen, einheitlichen Anspruch auf eine bestimmte Internetleistung. Der Breitbandkoordinator kann Ausbaupläne bei verschiedenen Telekommunikationsunternehmen abfragen. Sollten erhebliche Probleme in Ihrem Anschlussgebiet vorliegen, können Sie ihn gerne kontaktieren. Der Breitbandkoordinator bemüht sich „Krisengebiete" herauszufiltern und gezielt an Telekommunikationsunternehmen heranzutreten.

Warum ist kein schnelleres Datenvolumen für mich verfügbar, obwohl mein Nachbar bereits einen schnelleren Anschluss hat?

Am Hauptverteiler einer Teilnehmervermittlungsstelle werden die Teilnehmeranschlussleitungen, die nach außen zu den Teilnehmern führen, angeschlossen und bei Bedarf mit den technischen Einrichtungen eines Netzbetreibers verbunden. Am Hauptverteiler sind unter anderem die analogen (POTS) und digitalen Ports (ISDN) einer Vermittlungsstelle sowie Verbindungskabel zu anderen Netzbetreibern angeschlossen. Die Nachfrage nach schnellerer Breitbandübertragungsrate hat die Erwartungen der Telekommunikationsunternehmen überstiegen. Darum wurden in manchen Gebieten nicht genügend Ports installiert, die zum Anschluss benötigt werden. Ist dies bei Ihnen der Fall, melden Sie sich gerne bei unserer Breitbandkoordination.

Hinweise

Breitband Lexikon

Breitband

Ein Breitbandanschluss ist ein Internetzugang mit verhältnismäßig hoher Datenübertragungsrate. Die Internationale Fernmeldeunion (ITU) definiert einen Dienst oder ein System als breitbandig, wenn die Datenübertragungsrate über 2048 kBit/s hinausgeht. Diese Definition wird auch vom deutschen statistischen Bundesamt und der Weltbank als Maßzahl im World Development Indicator verwendet.

Glasfaser

Glasfasern werden unter anderem als Lichtwellenleiter in Glasfasernetzen zur optischen Datenübertragung verwendet. Dies hat gegenüber elektrischer Übertragung den Vorteil einer erheblich höheren maximalen Bandbreite. Es können mehr Informationen pro Zeiteinheit übertragen werden. Außerdem ist das übertragene Signal unempfindlich gegenüber elektrischen und magnetischen Störfeldern und bietet eine ziemlich hohe Abhörsicherheit.

VDSL2- Vectoring

Bereits vorhandene Hauptkabel werden von Kupfer auf Glasfaser hochgerüstet bzw. durch Glasfaserkabel ergänzt.

FTTC/N/S (Fibre To The Curb/Node/Street)

Das Verlegen der Glasfaserkabel bis zum nächsten Verteiler, dem Kabelverzweiger. Auf der Strecke von Verteilerkasten bis zum Hausanschluss wird die vorhandene Kupferleitung genutzt.

Beispiel: VDSL2- Vectoring

FTTB (FIbre To The Basement)

Verlegung von Glasfaserkabeln bis in das Gebäude.

NGA

Mit dem Begriff NGA werden Zugangsnetze bezeichnet, welche die kupferbasierenden oder koaxialen Infrastrukturen teilweise oder ganz durch Glasfaserleitungen ersetzen. Mit solchen Netzen werden Geschwindigkeiten von 50Mbit/s und mehr im Downstream erreicht. Unter den Begriff NGA können somit folgende Zugangstechnologien gefasst werden: VDSL2, Kabelinternetzugänge nach DOCSIS 3.0-Standard und Glasfasernetze, welche direkt bis zum Endkunden geführt werden.

Gigabit- Gesellschaft

Gigabit-Gesellschaft beschreibt eine hochvernetzte Gesellschaft mit einer differenzierten Kombination in der Infrastruktur aus Intelligenz im Netz, Bandbreite, Echtzeitverfügbarkeit, Sicherheit, Energieeffizienz und anderen Leistungsparametern. Im Vordergrund steht eine flexible Verfügbarkeit von Infrastruktur für die Gigabit-Gesellschaft entsprechend den Bedürfnissen und Anwendungen der jeweiligen Nutzer.

 

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