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4294/17 - Stadtumbau West Umgestaltung Lewerentzstraße zwischen Frankenring und Roßstraße

Vorlagennummer4294/17
Datum09.08.2017
Beratungsartöffentlich

Beschlussvorschlag


Die Informationsvorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

Sachverhalt


Der westliche Abschluss der Lewerentzstraße stellt sich als städtebaulich unbefriedigende Situation dar. Die Gebäude entlang der Straßenflucht wirken durch ihre teilweise komplett geschlossenen Fassaden abweisend und spiegeln nicht die Qualität der restlichen Lewerentzstraße mit ihren Häusern aus der Gründerzeit wieder. Der Straßenraum weist zwar Baumpflanzungen auf, die im Rahmen des Förderprogrammes Stadtumbau West bezuschusst wurden, dient letztendlich aber nur dem ruhenden Verkehr, der Erschließung zweier Garagen und des angrenzenden Trafogebäudes sowie als Feuerwehrzufahrt.
Auf Grund der neuen, für den Stadtteil überaus wichtigen Impulse, die von und rund um die Alte Samtweberei ausgehen, gewinnt dieses innerstädtische Wohnquartier –
das sogenannte Samtweberviertel – zunehmend an Stabilität und Attraktivität.

Geplant ist daher, eine öffentliche Freifläche mit Aufenthaltsqualität entstehen zu lassen und die Achse zwischen Innenstadt/Hauptbahnhof und Hochschule Niederrhein seiner wesentlichen Bedeutung gerecht zu werden. In diesem Zusammenhang soll auch der Straßenbereich Frankenring hin zur Hochschule Niederrhein mitgedacht werden.

In einem städtebaulichen und freiraumplanerischen Werkstattverfahren sollen innerhalb von 2 Tagen im Dialog mit Experten, mit Vertretern der Hochschule Niederrhein und der städtischen Planung sowie Akteuren aus der Nachbarschaft Gestaltungs- und Nutzungskonzepte entwickelt werden. Diese städtebaulich-freiraumplanerische Grundkonzeption soll dann Grundlage für ein Rahmenkonzept sein, welches die Grundlage der weiteren Beratungen und Konkretisierung der daraus folgenden Planungsaufgaben darstellt.

Nach einer gemeinsamen Begehung des Objektes soll jedes Team einen Lösungsvorschlag erarbeiten. Diese Lösungsansätze sollen anschließend mit dem Beraterteam (Vertreter der Stadt, der Montag Stiftung, der Hochschule Niederrhein und externe Fachleute) im Plenum der Projektgruppe diskutiert werden. Auf der Empfehlung der Projektgruppe basierend soll eine/einer der Beteiligten oder ein Team der Experten damit beauftragt werden, die Grundkonzeption nochmals grafisch und planerisch aufzubereiten und in die Form eines Rahmenkonzeptes zu überführen, welches die Basis der weiteren Beratungen und Konkretisierung der daraus folgenden Planungsaufgaben darstellt.


Teilnehmende Experten:

1. Matthias Förder – Förder Landschaftsarchitekten, Essen
2. freiraumplus Landschaftsarchitekten Stüve+Hähnel, Krefeld
3. platzda Raum für Gestaltung, Krefeld
4. Jonas + die Stadt, Mönchengladbach

Teilnehmende Berater:

1. Herr Henry Beierlorzer, Urbane Nachbarschaft Samtweberei gGmbH
2. Herr Andreas Hermanns, Landschaftsplaner und
Mitglied des Gestaltungsbeirates der Stadt Krefeld

Vorgesehener Beratungsweg

Bezirksvertretung West, 12.09.2017

Wortbeitrag


Herr Czymai erklärt, dass es sich hier ausschließlich um eine "Informationsvorlage" handelt.

Frau Schock fragt zum Ablauf des Verfahrens, wann im weiteren eine Einbeziehung der Bürger, des Bürgervereins und der Bezirksvertretung vorgesehen sei.

Herr Czymai erklärt, dass dies nachgefragt und die Bezirksvertretung entsprechend informiert werde.

Herr Dr. Ruhland nimmt Bezug auf den historischen Raumcharakter der Lewerentzstraße und sieht hier möglicherweise Widersprüche.

Frau Schock erklärt, dass hier auch Aspekte, wie parkende Autos auf dem Ring und die Überquerung des Ringes zu berücksichtigen seien.

Herr Dr. Porst bemerkt, dass die Vorlage zwar nur eine Kenntnisnahme vorsehe, diese aber nicht widerspruchslos erfolgen solle.

Herr Dr. Ruhland regt an, die Beratung und weitere Vorstellung zurück zu stellen.

Herr Menzer erklärt, dass die weitere Beratung vertagt werde und zur nächsten Sitzung ein Vertreter der Fachverwaltung gebeten werde, die Vorlage genauer vorzustellen und für Fragen zur Verfügung zu stehen.

Ausschuss für Stadtplanung und Stadtsanierung, 14.09.2017
Beschluss


Die Informationsvorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

Wortbeitrag


Die Vorsitzende Ratsfrau Schock teilt mit, dass in der Bezirksvertretung West darum gebeten wurde, zwei Aspekte zu berücksichtigen.
1. Die Bezirksvertretung West möchte das Quartier mit der textilhistorischen Geschichte verankert wissen.
2. Die Bezirksvertretung West bittet darum das Begutachterteam jeweils mit einem Vertreter der Bezirksvertretung sowie dem Bürgerverein zu besetzen.

Bezirksvertretung West, 09.11.2017
Beschluss


Die Informationsvorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

Abstimmungsergebnis

zur Kenntnis genommen

Wortbeitrag


Herr Bernthaler erklärt, dass am 28. und 29.09.2017 mit den in der Vorlage genannten Planungsbüros bereits ein Workshop durchgeführt wurde. Er verteilt ein hierbei berücksichtigtes Handout.
Bei dem Workshop haben sich drei Gruppen gebildet, die sich mit den Themen: robuste Platzstruktur, Partizipation und Ausstattung, beschäftigt haben.
Daraus haben sich folgende Erkenntnisse ergeben:
die Fläche muss multifunktional sein
ein offener Durchgang von der Lewerentzstraße zur Fachhochschule soll sichtbar und bestehen bleiben
es müssen Flächen/Bereiche zum "bespielen" ggf. zum "ausstellen" vorhanden sein
eine "Querung" zur Fachhochschule soll optisch vermittelt werden
Grundsätzlich sei eine ständige und gute Kooperation mit der Fachhochschule unerlässlich.
Aus diesen Erkenntnissen und Eckpunkten seien im Anschluss Umwandlungsphasen entwickelt und definiert worden.
Es werde eine Entwurfsplanung auf der Grundlage der Ergebnisse des Workshops für den Platz erstellt, eine Umsetzung werde derzeit für 2019 angestrebt.

Herr Dr. Ruhland merkt an, dass ihm eine historische Analyse unter Bezug auf das Quartier und das Umfeld fehle.
Die Historie müsse mit dem Gedanken einer "Smart-City" kombiniert unter Berücksichtigung des Gutachten zum Stadtumbau West kombiniert werden.

Herr Heimendahl begrüßt das Projekt, sehe jedoch eine Querung des Ringes aufgrund des Verkehrs als schwierig an.

Herr Bernthaler verdeutlicht, dass keine direkte, sondern lediglich eine optische Querung erfolgen solle.

Frau Schock begrüßt das Vorhaben ebenfalls, merkt jedoch an, dass die Fachhochschule an der Adlerstraße offenbar einen Campus für einen Aufenthalt plane und sehe hier möglicherweise Wechselwirkungen.

Herr Bernthaler erklärt, dass ihm konkrete Planungen der Fachhochschule nicht bekannt seien.