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Corona: Informationen für Eltern in Krefeld

Zuletzt geändert: 30.03.2020 16:02:01 CEDT

Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen hat die Schließung von Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und Heilpädagogischen Kindertageseinrichtungen und Kinderbetreuungen in besonderen Fällen (Brückenkurse) bis zum Ende der Osterferien angeordnet. Ebenso wurde für die Schulen ein Ruhen des Unterrichts ab Montag, 16. März, und die Schließung ab Mittwoch, 18. März, bis zum Ende der Osterferien (19. April) festgelegt. Mit diesen Präventionsmaßnahmen soll der Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus entgegengewirkt bzw. sie verlangsamt werden.

Grundsätzlich gilt damit für alle Eltern/Sorgeberechtigten, dass diese im genannten Zeitraum die Kinderbetreuung im Rahmen ihrer Elternverantwortung selber sicherstellen müssen.

Ab Montag, 23. März, hat nach dem Erlass des Landes jede Person, die in kritischer Infrastruktur tätig ist, und eine Bescheinigung des Arbeitgebers zur Unabkömmlichkeit vorlegen kann, unabhängig von der familiären Situation einen individuellen Anspruch auf eine Betreuung ihrer Kinder in Kindertagesbetreuungseinrichtungen und in Schulen, wenn die Betreuung nicht anderweitig verantwortungsvoll - entsprechend der Empfehlungen des RKI - organisiert werden kann.

Es reicht damit aus, dass ein Elternteil eine entsprechende Arbeitgeberbescheinigung vorlegt. Die Arbeitgeberbescheinigung steht unter Downloads

Die Notbetreuung gilt unter den o.a. Voraussetzungen ausschließlich für Kinder, die maximal die Jahrgangsstufe 6 einer Schule besuchen. Alle anderen Kinder können ab 18. März nicht mehr betreut werden. Nach den Vorgaben des MAGS NRW gehören folgende Branchen zum Kreis der kritischen Infrastruktur:

  • 1. Sektor Energie
  • 2. Sektor Wasser, Entsorgung
  • 3. Sektor Ernährung, Hygiene
  • 4. Sektor Informationstechnik und Telekommunikation
  • 5. Sektor Gesundheit
  • 6. Sektor Finanz- und Wirtschaftswesen
  • 7. Sektor Transport und Verkehr
  • 8. Sektor Medien
  • 9. Sektor staatliche Verwaltung (Bund, Land, Kommune)
  • 10. Sektor Schulen, Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe

Es ist in allen Fällen eine Erklärung der Eltern/ Erziehungsberechtigten erforderlich, dass das Kind

- keine Krankheitssymptome aufweist und

- wissentlich nicht in Kontakt zu infizierten Personen steht, es sei denn, dass seit dem Kontakt mit infizierten Personen 14 Tage vergangen sind und das Kind keine Krankheitssymptome aufweist oder

- sich nicht in einem Gebiet aufgehalten hat, das durch das Robert Koch-Institut (RKI) aktuell als Risikogebiet ausgewiesen ist (tagesaktuell abrufbar im Internet unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html) bzw. 14 Tage seit Rückkehr aus diesem Risikogebiet vergangen sind und das Kind keine Krankheitssymptome zeigt.

Diese Regelungen gelten ausnahmslos.

Die Notbetreuung gilt auch für einen möglichen Betreuungsbedarf der Schlüsselperson am Wochenende und während der Osterferien, wenn dieser aufgrund des beruflichen Einsatzes der Schlüsselperson - gemäß der Arbeitgeberbescheinigung - entsteht.

 

Für die Betreuung von Kindern von 0 bis 6 Jahren gilt folgendes:

Personen, die in kritischer Infrastruktur tätig sind, und einen Betreuungsvertrag mit einer Kindertageseinrichtung haben, haben einen Anspruch auf Betreuung in dieser Kindertageseinrichtung. Diese Schlüsselpersonen melden ihren Bedarf bei ihrer Kindertageseinrichtung an.

Personen, die in kritischer Infrastruktur tätig sind, und einen Betreuungsvertrag mit einer Kindertagespflegestelle haben, haben einen Anspruch auf Betreuung durch diese Kindertagespflegestelle. Diese Schlüsselpersonen melden ihren Bedarf bei ihrer Kindertagespflegestelle an. Ist eine Betreuung in der Kindertagespflegestelle aktuell nicht möglich, da z.B. die Kindertagespflegestelle die Aufnahme ablehnt, weil sie oder bei Kindertagespflege in ihrem Haushalt ein mit ihr in häuslicher Gemeinschaft lebendes Familienmitglied zu einem gemäß RKI definierten Risikopersonenkreis gehört, hat das Jugendamt eine alternative Betreuungsmöglichkeit sicherzustellen. In diesen Fällen beantragen die Eltern den Notbetreuungsbedarf über das Online-Antragsformular „Antrag für Notbetreuung von Kindern im Alter von 0 - 6 Jahre" (zu finden in den Links).

Personen, die in kritischer Infrastruktur tätig sind, und bislang keinen Betreuungsvertrag mit einem Kindertagesbetreuungsangebot haben oder ihr bisheriges Kindertagesbetreuungsangebot nicht nutzen können, haben einen Anspruch auf Betreuung in einer Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflegestelle. In diesen Fällen beantragen die Eltern den Notbetreuungsbedarf über das Online-Antragsformular „Antrag für Notbetreuung von Kindern im Alter von 0 - 6 Jahre" (zu finden in den Links).

Bei Fragen zur Notbetreuung von Kindern im Alter von 0 bis 6 Jahren können Eltern eine E-Mail an kita@krefeld.de senden. Eine Hotline zur telefonischen Beantwortung von Fragen der Eltern ist unter Telefon 0 21 51 / 86 30 01 zu den üblichen Geschäftszeiten eingerichtet.

Diese Informationen finden Eltern auch im 2. Elternbrief der Stadt Krefeld zur Kindertagesbetreuung.

 

Für die Betreuung von Schulkindern bis maximal zur Jahrgangsstufe 6 gilt folgendes:

Für die Betreuung in Schulen in städtischer Trägerschaft hat die Stadt unter www.krefeld.de/corona ein Online-Kontaktformular erstellt, mit dem alle notwendigen Angaben und Bescheinigungen eingereicht werden können. Für Personen, denen dieses Angebot nicht zugänglich ist, wird eine telefonische Kontaktmöglichkeit unter Telefon 0 21 51 / 86 30 00 zu den üblichen Geschäftszeiten der Verwaltung zur Verfügung gestellt. Die Eltern von Schulkindern erhalten zentral eine Rückmeldung, ob ihnen ein Betreuungsplatz zur Verfügung gestellt werden kann. Dabei sollen den Eltern vorrangig die Schulen angeboten werden, die ihre Kinder gewöhnlich besuchen.

Aus Gründen des Infektionsschutzes kann während der Zeit der Notfallbetreuung in Schulen leider kein zentrales Essen ausgegeben werden. Die Eltern von Schulkindern sind daher gebeten, Ihren Kindern ausreichend Verpflegung mitzugeben. Da für den Bereich der Kindertagespflege andere Verpflegungssysteme bestehen, kann dort von den Kindern wie gewohnt ein Essen eingenommen werden.