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Neuer Kreisverkehr an der Düsseldorfer Straße geht in Betrieb

In rekordverdächtiger Bauzeit geht der neue Kreisverkehr in Uerdingen an der Düsseldorfer und Floßstraße jetzt in Betrieb. Ursprünglich ging die Planung von einer Fertig-stellung bis März 2020 aus. Nach den letzten Gesprächen vor Baubeginn entwickelte die bauausführende Firma den Ehrgeiz, noch vor Weihnachten 2019 fertig zu werden. Jetzt wird das große Bauvorhaben Mitte November fertig, obwohl noch Zusatzarbeiten im Auftrag des Landesbetriebs Straßen NRW mit der Neuasphaltierung der Floßstraße erledigt werden mussten. Ebenso wenig blieben am Eingang zu Krefelds größtem Industrie-Gewerbegebiet „Überraschungen" im Untergrund durch nachträglich noch zu verlegende oder zu schützende Leitungen aus.

Bild des neu erbauten Kreisverkehrs an der Floßstraße

Die Düsseldorfer Straße zwischen Gellep und Uerdingen verbindet nicht nur die beiden Stadtteile, sie ist als Zubringer zum Krefelder Hafen die wichtigste Achse für den Schwerverkehr. Denn über diese Straße wird sowohl die Rheinbrücke Richtung Duisburg als auch die Autobahn A 57 erreicht. Die Düsseldorfer und die Mündelheimer Straße wurden in den vergangenen Jahren weitgehend erneuert und für die besonderen Anforderungen des Schwerverkehrs ertüchtigt. Als Zubringer zum überregionalen Verkehrsnetz spielt dabei auch die Floßstraße, im Abschnitt zwischen Berliner Straße (B 288) und Düsseldorfer Straße, eine gewichtige Rolle und wurde deshalb ebenfalls er-neuert.

Anstelle der vorhandenen beampelten Kreuzung Düsseldorfer Straße / Floßstraße wur-de dort ein Kreisverkehr mit 70 Meter Außendurchmesser gebaut. Die Fahrbahn im Kreisverkehr hat eine Breite von 8 Metern. Außerhalb der Fahrbahn ist ein ca. 4 Meter breiter Grüntrennstreifen mit einem anschließenden ebenfalls rund 4 Meter breiten Geh- und Radweg. Der innere begrünte Kreis hat einen Durchmesser von ca.32 m und eine Höhe von gut einem Meter. Sämtliche Zu- und Ausfahrten des Kreisverkehrsplatzes wurden einspurig dimensioniert. Der neue Kreisverkehr hat auch einen noch inaktiven fünften Ast. Über diese Ausfahrt soll in Zukunft einmal der Schwerverkehr zwischen Hafen und Bahn abgewickelt werden, wenn es zu einem Ausbau des Linner Gütertermi-nals kommt.

Der Kreisverkehr erhielt einen umlaufenden Rad- und Gehweg, der das vorhandene Rad- und Gehwegnetz aufnimmt. Die Furtbereiche an den Geh -und Radwegen wurden barrierefrei mit Bodenindikatoren hergestellt. Die Radwegfurten wurden zur besseren Erkennbarkeit auf der neuen Fahrbahn in roter Farbe flächig markiert. Der Rad- und Gehweg erhielt eine Oberfläche aus roten Betonpflastersteinen mit Muster. Die Straßenentwässerung erfolgt in das vorhandene Mischwasserkanalnetz. Teilweise wurde auch die Beleuchtung ergänzt und erneuert. Gut ein Dutzend neue Bäume werden im Frühjahr 2020 noch gepflanzt. Die Kosten betragen voraussichtlich 1,6 Millionen Euro.