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Quartiersgarage am Ring: Verwaltung zieht Vorlage für den Ausschuss zurück

Die Verwaltung wird die Vorlage zum Bau einer Quartiersgarage für Anwohner im Umfeld des Frankenrings zurückziehen. Diese sollte heute im Bauausschuss beraten werden, nachdem die Politik bereits am 14. Mai im Unterausschuss für Schulbau, -sanierung und -ausstattung davon Kenntnis genommen hatte. „Offensichtlich sind wir mit unserer Argumentation in Teilen der Politik und in Teilen der Öffentlichkeit nicht durchgedrungen. Daraus ziehen wir die Konsequenz, die Vorlage heute nicht wie geplant einzubringen", sagt der aktuell für den Baubereich zuständige Dezernent Thomas Visser.

Hintergrund: Hoher Parkdruck auf den Ringen

Hintergrund des Projekts ist der hohe Parkdruck auf den Ringen und in den umliegenden Straßen mit einer Auslastung von mehr als 90 Prozent. Darüber hinaus geht es mittelfristig um einen besseren Verkehrsfluss auf den Ringen, die Vermeidung von Staus und Luftreinhaltung in der Innenstadt. Der Bau der Quartiersgarage war insoweit Teil einer gesamtstädtischen Verkehrs- und Parkplanung: Schon in der Diskussion zum Luftreinhalteplan wurde gefordert, dass die Verkehrsflüsse auf dem Ring zweispurig zu optimieren sind und damit klimabelastende Staus verhindert werden können.

Standort: Fläche der ehemaligen Schulturnhalle der Albert-Schweitzer-Realschule

Die Quartiersgarage mit rund 130 Stellplätzen sollte auf der Fläche der ehemaligen Schulturnhalle der Albert-Schweitzer-Realschule entstehen. Die Vorlage bezog sich jedoch zunächst nur auf die Erstellung eines Lärmschutzgutachtens und eines Betreiberkonzepts. Im weiteren Verfahren sollten Angebote zur Pausengestaltung für die Schüler in das Gebäude integriert werden.

Laut Dezernent Visser möchte die Verwaltung am grundsätzlichen Ziel festhalten: „Gerade angesichts der aktuellen Diskussionen um Umwelt- und Klimaschutz ist diese Maßnahme ein wichtiger Baustein. In vielen anderen deutschen Städten wurden mit solchen Modellen bereits Verbesserungen erzielt."