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Offene Kinder- und Jugendarbeit in Corona-Zeiten

In den Zeiten von Kontaktverboten verlagern die Fachkräfte der Offenen Kinder-und Jugendarbeit ihre vielfältigen Angebote größtenteils in den virtuellen Raum und sind so für ihre Besucher weiterhin gut und verlässlich erreichbar. Es entstehen immer mehr virtuelle Jugendzentren, so auch in den Jugendeinrichtungen im Krefelder Süden.

Hier ist die offene Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung Canapee & Spielbox an der Ispelsstraße während der Schließung mit Aktionen für ihre Stammbesucher, Familien und Eltern, sowie für Bürger aus dem Stadtteil aktiv. Auf den Facebook und Instagram-Seiten der Einrichtung werden regelmäßig „Do-it-at-Home-Videos" zu Backen, Basteln oder Wellness gepostet. Die Kinder und Jugendlichen erhielten „Wundertüten" mit Bastelideen, Malvorlagen und weiteren Überraschungen sowie Rezepttüten mit kleinen Koch- und Backangeboten für Zuhause. Aus dem großen Spielefundus sind Ausleihen möglich. In gemeinsamer Arbeit mit der Katholischen Pfarrgemeinde Maria Frieden und dem Gemeindeausschuss St. Martin wurden vor Ostern über 50 Lebensmitteltüten an Obdachlose und bedürftige Menschen ausgegeben.

Auch die Kinderfreizeiteinrichtung Casablanca an der Lewerentzstraße verteilte mehr als 50 „Wundertüten gegen Langeweile" gefüllt mit Bastelideen, Spielvorschlägen, Kochrezepten, je einem Brief an die Kinder und die Eltern,kleinen Spielsachen und Süßigkeiten. Die Begegnung bei der persönlichen Übergabe wurde genutzt, um miteinander ins Gespräch zu kommen. In der Woche vor Ostern konnten die Zehn- bis 14-Jährigen an einem viertägigen Kulturrucksack-Musikprojekt teilnehmen. Das Webinar „songs in real life" wurde in Kooperation unter anderem mit der Jugendeinrichtung Kagawa und dem Kulturbüro der Stadt Krefeld durchgeführt. Herausgekommen sind kurze Musik Clips, in denen Songs bekannter Stars von den Kindern mit ihren eigenen Alltagsthemen rund um Corona selbst neu eingesungen wurden.

Die offizielle Eröffnung der neuen Räumlichkeiten der Jugendeinrichtung Kagawa in der Kreuzkirche in Krefeld-Oppum musste aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden. Die Verantwortlichen nutzen die Zeit, gemeinsam mit Ehrenamtlichen und Besuchern Themen, Aktionen und Schwerpunkte für den Einrichtungsalltag in den kommenden Monaten festzulegen. Zeitnah soll es selbstgeschnittene Videos in sozialen Netzwerken geben, unter anderem einen virtuellen Rundgang durch die neuen Räumlichkeiten. Mit der Jugendeinrichtung Casablanca wurde Anfang April das Webinar „songs in real life" durchgeführt. Bei Sorgen, Ängsten, ganz normalem Redebedarf oder wichtigen Themen stehen die Fachkräfte den Kindern und Jugendlichen weiterhin telefonisch zur Verfügung. Dank Stoff- und Gummiband-Spenden konnte das Jugendzentrum Fischeln rund 60 selbsternannte „Tröpfchenbremsen" (Mund-Nasen-Bedeckungen) herstellen und an die Stammbesucher und Anwohner verteilen. Im Rahmen der Einkaufsaktion „Krefeld solidarisch - Jugend hilft!" hat die Jugendeinrichtung die Koordination der Einkaufshilfen für den Stadtteil Fischeln übernommen und versorgt täglich zahlreiche Personen aus den so genannten „Risikogruppen" mit notwendigen Lebensmitteleinkäufen. In verschiedenen Video-Tutorials erklären die Einrichtungsmitarbeiter kinder- und jugendgerecht die aktuelle Situation rund um die Corona-Pandemie, geben Bastelanleitungen oder zeigen, wie man eigenständig leckeren Stockbrotteig oder eine Schoko-Nuss-Creme zum Frühstück herstellen kann.

Das städtische Freizeitzentrum Süd hat im Rahmen der Corona-Pandemie eine Online-/Handy-Lern- und Hausaufgabenhilfe eingerichtet. Schüler können auf diesem Weg an jedem Wochentag Beratung und Unterstützung bei Schulaufgabenoder Lernfragen erhalten. Gleichzeitig stehen die Einrichtungsmitarbeiter via Video-Chat für Informationen oder alltägliche Fragen, Sorgen und Nöte als Ansprechpartner zur Verfügung und haben ein Online-Playstation-Turnier über die Social-Media-Kanäle organisiert. Sie helfen darüber hinaus bei der Essensausgabe der Krefelder Tafel aus, engagieren sich im Rahmen der Einkaufshilfen „Krefeld solidarisch - Jugend hilft!" und gestalten die eigenen sowie die Räumlichkeiten der neuen städtischen Jugendeinrichtung Stahlnetz um.

Damit die zahlreichen Besucher der Jugendeinrichtung Herbertzstraße in der aktuellen Zeit der Isolation nicht aus den Augen verloren werden, produziert die Fachkräfte gemeinsam mit der Mobilen Jugendarbeit in jeder Woche ein neues Bastelvideo „4do-it@home" für die Kinder und deren Eltern. Zudem wurden hier einige Räume der Jugendeinrichtung renoviert.