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Beistandschaften: Klärung von Fragen zu Vaterschaft, Sorgerecht oder Unterhalt

Bei Fragen zur Feststellung der Vaterschaft und zum Sorgerecht oder bei der Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen eines Kindes gibt es Beratungs- und Unterstützungsangebote im städtischen Fachbereich Jugendhilfe im Rathaus am Von-der-Leyen-Platz. „Diesen kostenfreien Service möchten wir zukünftig noch bekannter machen", sagte Gudrun Stangenberg, stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Jugendhilfe, in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses. Broschüre und Flyer sind im Rathaus erhältlich. Betroffene Eltern haben im Sachgebiet „Beistandschaften" zunächst die Möglichkeit, in einem Einzel- oder Paargespräch alle offenen Fragen zum Wohle des Kindes zu regeln. Ziel ist, durch gemeinsam getroffene Entscheidungen das Verantwortungsgefühl der Eltern zu stärken und Interessen in Einklang zu bringen. Sachgebietsleiter Ralf Weyers steht als Ansprechpartner unter Telefon 02151 863240 zur Verfügung.

Sollte im Gespräch keine Einigung erzielt werden, kann der betreuende Elternteil eine Beistandschaft für das Kind beantragen, in deren Rahmen eine Vaterschaftsfeststellung erfolgen kann. Zudem können Unterhaltsansprüche des Kindes gegen den anderen Elternteil geltend gemacht werden. Der Beistand, ein Mitarbeiter des Fachbereichs Jugendhilfe, vertritt das Kind auch bei erforderlichen Gerichtsverfahren. Auf Wunsch erhält der betreuende Elternteil Hilfe bei der Durchsetzung seiner Unterhaltsansprüche. Ebenso kann der Beistand einen Nachweis über das alleinige Sorgerecht einer nicht verheirateten Mutter ausstellen.

Darüber hinaus stehen die städtischen Mitarbeiter für die Beurkundung zur Feststellung einer Vaterschaft, einer Verpflichtung zum Unterhalt und zur Abgabe von Erklärungen über die gemeinsame Sorge zur Verfügung. Auch junge Volljährige bis zum vollendeten 21. Lebensjahr haben die Möglichkeit, sich bei der Geltendmachung ihrer Unterhaltsansprüche beraten und unterstützen zu lassen.