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Zoo Krefeld: Fertigstellung von Schimpansen-Außengehege

Zuletzt geändert: 05.08.2022 13:32:07 CEDT

Die Fertigstellung des Außengeheges für die Schimpansen als Interimslösung steht kurz bevor. Foto: Zoo Krefeld
Die Fertigstellung des Außengeheges für die Schimpansen als Interimslösung steht kurz bevor.
Foto: Zoo Krefeld

Außengehege fast fertig

Im Zoo Krefeld steht die Fertigstellung des Außengeheges für die Schimpansen Bally und Limbo als Interimslösung kurz bevor. In den vergangenen Wochen gingen die Arbeiten zügig voran. Die Bauarbeiten hatten sich wegen des Kriegsbeginn in der Ukraine und den damit verbundenen drastischen Preissteigerungen samt Lieferengpässen stark verzögert. Das Außengehege wird den beiden Schimpansen bis zur Fertigstellung des neuen Schimpansen-Hauses deutlich mehr Raum bieten. Mit einer Höhe von sieben Metern steht den Tieren dort ein Raumvolumen von 800 Kubikmetern zur Verfügung. Für Schimpansen ist der zur Verfügung stehende Raum wichtiger als die reine Quadratmeterzahl der Gehege, denn als kletternde Affenart nutzen sie den Raum dreidimensional. Das Stahlnetz wurde von einer Spezialfirma für die Übernetzung von Tiergehegen aus der Schweiz montiert. Bevor Bally und Limbo erstmals die Anlage Anfang September erkunden können, folgt noch die Montage der Klettereinrichtungen. Bis zu einer Außentemperatur von zehn Grad Celsius können die Tiere ihren Aufenthaltsort frei wählen. Mit dieser Übergangslösung folgt der Zoo seinen eigenen Ansprüchen wie auch den Forderungen zweier Gutachter und den Vorgaben der Bezirksregierung Düsseldorf.

Mit der Gorilla-Garten-Erweiterung wird anschließend begonnen

Auf die Fertigstellung des Außengeheges für die beiden Schimpansen folgt nun die Erweiterung des Gorilla-Gartens auf der Fläche des ehemaligen Affenhauses. Den Gorillas wird damit eine größere, reich strukturierte Außenfläche zur Verfügung stehen. Unterdessen gehen die Planungen für das Artenschutz-Zentrum Affenpark in eine weitere Phase. Für den Bauabschnitt 1 „Neues Schimpansen-Haus mit zwei Außenanlagen" liegen konkrete Planungen vor. Aktuell läuft die europaweite Ausschreibung in der Leistungsphase, in der Firmen sich für den Bau bewerben können. Erste Angebote liegen dem Zoo bereits vor.

Artenschutz-Zentrum Affen-Park als Kooperationspartner

Schon im Januar 2022 haben der Zoo Krefeld und das Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie (Abteilung für Vergleichende Kulturpsychologie) im Rahmen des Forschungsnetzwerkes „Great Ape Research Network" ein „Memorandum of Understanding" unterzeichnet. Ziel ist die langfristige Zusammenarbeit im Bereich der vergleichenden Kognitions- und Verhaltensforschung an den im Artenschutz-Zentrum Affen-Park im Zoo Krefeld lebenden Primaten. Das „Great Ape Research Network" besteht aus wissenschaftlich geführten europäischen Zoos, Auffang- und Rehabilitationszentren der „Pan African Sanctuary Alliance" und der Abteilung für Vergleichende Kulturpsychologie des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig.