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Krefeld investiert 42 Millionen Euro in Digitalisierung von Schulen

Zuletzt geändert: 18.09.2020 13:58:25 CEDT

Die Stadt Krefeld investiert bis zum Jahr 2024 mehr als 42 Millionen Euro in die Digitalisierung von Schulen. Mit dem Geld werden sowohl notwendige bauliche Veränderungen vorgenommen als auch Laptops, Tablets, Smartboards und digitale Präsentationsgeräte angeschafft. Die Mittel, die im Haushalt für die Digitalisierung zur Verfügung stehen, werden in allen Bereichen deutlich anwachsen. Denn mit der digitalen Ausstattung der Schulen steigt auch der Betreuungsaufwand: So werden sich die Kosten für IT-Dienstleistungen an den Schulen zwischen 2016 und 2024 mehr als vervierfachen. Auch für Lizenzen und Telekommunikationskosten ist deutlich mehr Geld eingeplant.

„Digitalisierung ist tägliche Realität."

Das Herzstück des digitalen Ausbaus liegt allerdings in der Infrastruktur - sowohl bei den Gebäuden als auch konkret in den Klassenzimmern. „Digitalisierung ist für uns keine Zukunftsaufgabe, sondern tägliche Realität. Aktuell sind bereits die Digitalisierungspakete für 18 Krefelder Schulen in der Umsetzung - und ständig kommen neue Projekte hinzu", erklärt Oberbürgermeister Frank Meyer. Schon im laufenden Jahr werden mehr als zwei Millionen Euro in die sogenannten „Festwerte IT" gesteckt. Die Finanzierung stammt zu großen Teilen aus dem Programm „Gute Schule" und aus dem Digitalpakt des Bundes.

Ausbau der WLAN-Netze in den Schulen

Konkret werden dafür Rechner, Laptops und I-Pad-Koffer angeschafft, außerdem Smartboards, Beamer und sonstige Präsentationstechnik für die Klassenräume. In den nächsten Jahren sind dafür ebenfalls rund zwei Millionen Euro pro Jahr im Haushalt eingeplant. Bis 2024 soll jeder Klassenraum in Krefeld mit digitaler Präsentationstechnik und einer ausreichenden Zahl von Endgeräten ausgestattet sein. Das gilt auch für Grund- und Förderschulen. Parallel wird der Ausbau der WLAN-Netze in den Schulen vorangetrieben. So sollen binnen kurzer Zeit möglichst viele Schulen an das Internet angebunden werden - als praktikable Übergangslösung, bis Glasfaserleitungen verfügbar werden.

Handwerker gesucht!

Bis zu vier Millionen Euro pro Jahr steckt das Zentrale Gebäudemanagement bis 2024 in die digitale Infrastruktur der Schulbauten. „Für jede Schule erstellen wir ein individuelles Digitalisierungspaket, damit die künftige Anbindung den Anforderungen jeder einzelnen Schule gerecht wird und jeder Klassenraum ausreichend mit Netzwerkanschlüssen ausgestattet ist", sagt Rachid Jaghou, Leiter des Gebäudemanagements. Aktuell befinden sich diese Maßnahmen allein an 18 Krefelder Schulen in der Umsetzung. Eine Herausforderung ist dabei die geringe Verfügbarkeit entsprechender Handwerkerleistungen und die teilweise gravierenden Preissteigerungen. Zudem muss häufig im Zuge der Modernisierung auch der Bestand der elektrischen Anlagen gründlich saniert werden.

Programm „Krefeld macht Schule" schreitet voran

Gleichwohl schreitet die Umsetzung im Zuge des Programms „Krefeld macht Schule" immer weiter voran. Bauprojekte zur Digitalisierung gibt es aktuell am Buscher Holzweg, an der Forstwaldschule, der Jahnschule, der Albert-Schweitzer-Schule, am Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium, an der Bismarckschule, der Buchenschule, der Pestalozzischule, der Freiherr-vom-Stein-Schule, der Schule Am Rundweg und den Berufskollegs Glockenspitz, Vera-Beckers und Kaufmannsschule. Für die Gesamtschulen Kaiserplatz und Kurt-Tucholsky sind bereits Planer beauftragt. Außerdem laufen Ausschreibungen für das Ricarda-Huch-Gymnasium, das Fabritianum und die Robert-Jungk-Gesamtschule.

Fortbildungen in digitalem Lernen auf hohem Niveau

Eine wichtige Rolle nimmt auch das Zentrum für digitale Lernwelten ein. Als außerschulischer Lernort stellt es ein Serviceangebot für alle Krefelder Schulen dar. Lehrerinnen und Lehrer finden dort verschiedene Hilfestellungen zu Medienkompetenz und Mediennutzung. Das Zentrum bietet Zugang zu vielfältigen digitalen Anwendungen für den Einsatz in der Schule - inklusive der passenden Beratung. „Hier bieten wir als Stadt Krefeld Fortbildungen in digitalem Lernen auf hohem Niveau und stellen uns den Herausforderungen der Digitalisierung der Schullandschaft mit voller Tatkraft und Innovationsfreude", erklärt Stadtdirektor und Schuldezernent Markus Schön.