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Vermessungsunterlagen

Beispiel aus Krefeld-Stadtmitte

Die Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure können die Vermessungsunterlagen zu hoheitlichen Vermessungen vom Vermessungsunterlagenportal des Landes Nordrhein-Westfalen herunterladen. Die Einzelheiten zu den Vermessungsunterlagen finden Sie unten.

Vermessungsunterlagen bei der Stadt Krefeld

Die Vermessungsunterlagen zu hoheitlichen Vermessungen werden über das Vermessungsunterlagenportal des Landes NRW bereitgestellt. Vermessungsunterlagen zu nicht hoheitlichen Vermessungen sind per E-Mail kostenpflichtig unter katasterauskunft@krefeld.de zu bestellen.

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Ablauf der Anwendung „Portal Vermessungsunterlagen"

Über die Anwendung geben Sie bitte nach der Anmeldung als Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur (ÖbVI) folgendes an:

1. im Kartenteil

  • Umringspolygon für die Ausdehnung ihres Vermessungsgebietes

2. im Attributteil

  • ihr Geschäftszeichen
  • ihre Antragsflurstücke
  • die Art der Vermessung
  • die Sonderwünsche: mit Grenzniederschriften, mit Saum für APs, nur Punktreservierung

Die Antragsdaten werden nach „Auswahl abschicken" automatisch an die betroffenen Katasterämter geschickt und über den Online-Adapter auf drei verschiedene Systeme bei der Stadt Krefeld verteilt:

1. Geschäftsbuch GEORG des Katasteramtes Krefeld:

  • Abruf einer Geschäftsbuchnummer mit Speicherung der Anforderungsdaten in GEORG und anschließender Rückgabe der Geschäftsbuchnummer an den Online-Adapter

2. ALKIS-Datenbank (der Firma ibR):

  • Fortführungsdatenbank bei Punktreservierungen: Das Reservierungsprotokoll wird an den Online-Adapter zurückgegeben
  • Nutzungsdatenbank bei Anforderungen von NAS-Daten: I. Für den übergebenen Umring wird der Bestandsdatenauszug_0010 mit allen NAS-Inhalten (Karte, Punkte, Eigentümer) erzeugt, II. Die NAS-Datei wird an den Online-Adapter zurückgegeben.

3. SIPGIS-Datenbank für die Vermessungsrisse

  • Anhand des übergebenen Umrings werden aus SIPGIS die aktuellen Flurstückskennzeichen ermittelt; mit Hilfe der vorhandenen Historie dann die registrierten Vermessungsrisse selektiert
  • Anhand des Umrings plus Saum werden die APs nach Koordinaten und mit den Informationen dann die AP-Karten selektiert
  • Alle Daten werden als komprimierte Dateien im Dateiformat PDF an den Online-Adapter zurückgegeben

Sind von allen drei SUB-Adaptern die Rückmeldungen vorhanden, werden die Daten an das Vermessungsunterlagenportal zurückgegeben und im Download-Bereich bereitgestellt. Sie als ÖbVI bekommen dann eine Info-Mail, dass Unterlagen für Sie bereitstehen.

Hinweis: Im Vermessungsunterlagenportal NRW kann nur ein Umring zur Vermessung eingegeben werden. Wenn für das eigentlich Messgebiet alle Daten benötigt werden und für ein erweitertes Gebiet nur die Punktdaten, müssen zwei Aufträge abgeschickt werden, wobei vom Auftrag mit dem eigentlichen Messgebiet die Risse und vom Auftrag mit dem erweiterten Gebiet die NAS-Datei genutzt werden können.

Beschreibungen von Besonderheiten der Vermessungsunterlagen beim Katasteramt der Stadt Krefeld

  1. Die Vermessungsrisse sind über Rissverwaltungsdaten über die Historie (Vorgänger/Nachfolgerbeziehungen) im Verfahren SIPGIS verfügbar. Umringspolygone zu den Rissen existieren nicht. Die Historie ist ab der elektronischen Datenverarbeitung Anfang der 80er Jahre, regelmäßig auch mit den dazugehörenden Grenzniederschriften, verfügbar. Fehlende Entstehungen können per E-Mail über katasterauskunft@krefeld.de angefordert werden.
  2. Das AP-Feld in der Stadt Krefeld als WMS (tagesaktuell): https://geoservices.krzn.de/security-proxy/services/wms_skre_ap_uebersicht
  3. Aktuelle Katasterkarte als WMS (tagesaktuell): http://alkisservices.krzn.de/WMS_ALKIS_kleve_krefeld_wesel_viersen/WMSibR/WMSibR?
  4. Grenzniederschriften Fortführungsvermessung: Grenzniederschriften vor 1945, außer in der Gemarkung Hüls (3244), sind durch Kriegseinwirkungen zerstört worden. Fehlende Grenzniederschriften können per E-Mail über katasterauskunft@krefeld.de angefordert werden.
  5. Grenzniederschriften Neuvermessung: Die Grenzniederschriften der Neuvermessungen stehen zurzeit nicht zur Verfügung. Fehlende Grenzniederschriften können per E-Mail über katasterauskunft@krefeld.de angefordert werden.
  6. Informationen zu historischen Flurkarten können per E-Mail über katasterauskunft@krefeld.de angefordert werden.
Entstehung des Katasters in der Stadt Krefeld

1. Urkataster als preußisches Kataster

Das Krefelder Kataster ist als preußisches Kataster entstanden beginnend 1826. Alle Krefelder Gemarkungen/Stadtteile sind im Urkataster vorhanden und zwar seit:

  • 1826 in Krefeld, Hüls, Benrad
  • 1830 in Bockum, Oppum, Traar, Verberg, Fischeln, Linn, Uerdingen
  • 1831 in Gellep-Stratum

In den Jahren von 1953 bis 1957 wurde im Bereich der Stadt Krefeld auf das neue Liegenschaftskataster umgestellt.

2. Ein- und Umgemeindungen bis zum heutigen Gebiet der Stadt Krefeld

Das Gebiet der heutigen Stadt Krefeld wurde im Laufe des 20. Jahrhunderts durch die Ein- und Umgemeindungen der einzelnen heutigen Gemarkungen/Stadtteile zusammengelegt:

  • 1900 Krefeld
  • 1901 Linn (Eingemeindung)
  • 1907 Oppum, Bockum, Verberg (Eingemeindung)
  • 1929 Fischeln, Benrad, Gellep-Stratum, Uerdingen, Traar, Benrad (Eingemeindung und Zusammenschluss mit Uerdingen)
  • 1970-1977 Hüls (Eingemeindung)
  • nach 1977 hat es noch diverse Grenzbereinigungen an der Stadtgrenze gegeben, die zum heutigen Gebiet der Stadt Krefeld geführt haben

Diesen Text können Sie auch als PDF-Dokument herunterladen, unten auf der Seite unter Downloads.

AP-Übersicht für Vermessungsunterlagen sonstiger Stellen

Beispiel aus der Krefelder Innenstadt

Als Grundlage von Vermessungen dienen die Daten der Aufnahmepunkte. Als AP-Übersicht dient ein tagesaktueller WMS unter https://geoservices.krzn.de/security-proxy/services/wms_skre_ap_uebersicht