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Grundlagenvermessung

Grundlagenvermessungen schaffen ein einheitliches Raumbezugssystem nach Lage und Höhe. Diese großräumigen Netze von Lage- und Höhenfestpunkten bilden die Basis für alle nachgeordneten Vermessungen:

Höhenfestpunktfeld

Ermittlung der Nivellementpunkte Ermittlung der Nivellementpunkte

Die Nivellementpunkte bilden die Grundlage für Höhenmessungen. Für Planungen und zur Durchführung von Baumaßnahmen ist ein einheitliches und dauerhaft vermarktes Höhennetz erforderlich. Auf diesem Höhennetz beruhen auch die Höhenangaben in Landkarten und in Lageplänen zu Bauanträgen.

Die Nivellementpunkte sind Vermessungspunkte, deren Höhen millimetergenau bestimmt und in der amtlichen Nivellementpunkt-Kartei verwaltet werden. Die Stadt Krefeld führt und verwaltet die Nachweisunterlagen von zirka 1.400 Nivellementpunkten, dabei handelt es sich um 300 Landespunkte und um 1.100 kommunale Höhenpunkte. Die Grundlagenvermessung ist in Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung Düsseldorf für die Herstellung, Erneuerung, Erhaltung, Erweiterung und Führung des Höhenfestpunktfeldes zuständig.

Die Nivellementpunkte werden durch Metallbolzen vermarkt und sind überwiegend im Mauerwerk von Gebäuden einbetoniert. An dieser Stelle werden die Hauseigentümer gebeten bei der Durchführung von Baumaßnahmen die Nivellementpunkte vor Beschädigung oder Zerstörung zu schützen. Auch beim Anbringen von Automaten, Lampen und dergleichen ist darauf zu achten, dass der Raum über dem Bolzen frei bleibt. Interessierte können beim Fachbereich Vermessungs- und Katasterwesen Höhenangaben zu den einzelnen Nivellementpunkten erhalten.

Lagefestpunktfeld

Vermarkung durch Rohr und Deckkappe

Das Lagefestpunktfeld umfasst alle Vermessungspunkte, für die Koordinaten mit hoher Genauigkeit (cm) bestimmt wurden. Es besteht aus den übergeordneten Trigonometrischen Punkten (TP) und den nachgeordneten städtischen Aufnahmepunkten (AP).

Die Abteilung 7 Geobasis NRW der Bezirksregierung Köln ist für alle trigonometrischen Punkte und der Fachbereich Vermessungs- und Katasterwesen für alle Aufnahmepunkte verantwortlich. Sie führen die entsprechenden amtlichen Nachweise.

Die Festpunkte sind so gesichert, dass sie schnell und einfach überprüft und bei Verlust aus Sicherungen in der Umgebung wieder hergestellt werden können. Die TP sind entweder Bodenpunkte oder Hochpunkte.

Die Bodenpunkte sind in der Regel durch vierkantige Granitpfeiler festgelegt, die entweder bodengleich sind oder etwa 15 cm aus dem Erdboden herausragen.

Bei AP handelt es sich um Bodenpunkte mit unterschiedlichen Vermarkungen wie zum Beispiel Metallrohre mit Deckkappen oder Kreuzschnitte im Bordstein. Auch unterirdische Vermarkungen sind möglich.

Leider kommt es immer wieder vor, dass Aufnahmepunkte bei Baumaßnahmen zerstört werden.

Nutzungsberechtigte können beim Fachbereich Vermessungs- und Katasterwesen Auszüge aus den Nachweisunterlagen erhalten.

Schwerefestpunktfeld

Die Schwerefestpunkte bilden mit den auf ihnen bestimmten Schwerewerten das amtliche Schwerebezugssystem. Sie stellen als Deutsches Hauptschwerenetz (DHSN) den amtlichen Schwerebezugsrahmen dar und sind die Grundlage für eine hochgenaue Verknüpfung zwischen ellipsoidischen und physikalischen Höhen.

Raumbezugspunktfeld

Zukünftig wird der Raumbezug mittels satellitengestützter Messverfahren definiert, dadurch werden die vermarkten Lagefestpunkte teilweise wegfallen. Das Raumbezugspunktfeld besteht aus Grundnetz-, Höhenfest-, Schwerefest- und Referenzstationspunkten.

Rechtliche Grundlagen

Das Vermessungs- und Katastergesetz ist die Grundlage für das Handeln der Vermessungs- und Katasterbehörden der Kreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen.