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Einführung von ALKIS bei der Stadt Krefeld

Beispiel aus Krefeld-Stadtmitte

Planmäßig zum 1. März 2013 hat der Fachbereich Vermessungs- und Katasterwesen der Stadt Krefeld den gesamten Bestand des Liegenschaftskatasters auf ALKIS und ein neues Lagebezugssystem umgestellt.

ALKIS-Logo

ALKIS steht für Amtliches Liegenschaftskataster-Informationssystem. Hinter diesem etwas sperrigen Namen verbirgt sich ein neues Datenmodell, welches die bisher getrennten Verfahren Automatisierte Liegenschaftskarte (ALK) und Automatisiertes Liegenschaftsbuch (ALB) in einem System vereinigt. Das hat den Vorteil, dass die Informationen künftig nur einmal vorgehalten und aktualisiert werden müssen. Darüber hinaus sollen mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Systemwechsel die Katasterdaten in ganz Deutschland nach und nach vereinheitlicht werden.

Was bedeutet das für den Nutzer? Viele Bürgerinnen und Bürger sowie Fachleute aus Planungs- und Ingenieurbüros kennen und brauchen die Karten und Informationen des Fachbereichs Vermessungs- und Katasterwesen. Die Daten werden als Planungsgrundlage oder für Vermessungsarbeiten verwendet, Auszüge aus dem Liegenschaftskataster werden für Bauanträge oder beim Grundstückskauf benötigt.

Briefköpfe des Katasteramts

Durch die Einführung von ALKIS ändern sich nicht nur Inhalt und Aussehen der bisher gewohnten Produkte „Flurkarte" und „Flurstücks- und Eigentümernachweis". Auch die Schnittstellen für digitale Daten verändern sich. Durch die Verwendung internationaler Normen und Standards in ALKIS wird die Nutzung der Katasterdaten auch in externen Programmsystemen erleichtert.

Gleichzeitig mit der Einführung von ALKIS verabschiedet sich die Stadt Krefeld auch von den Gauß-Krüger-Koordinaten und führt das europaweit einheitliche Raumbezugssystem ETRS89 mit UTM-Abbildung ein, das in topografischen Karten und Navigationsgeräten bereits seit Jahren verwendet wird.

Der Fachbereich Vermessungs- und Katasterwesen hat die Umstellung auf das neue System und den Lagebezugswechsel über mehrere Jahre vorbereitet. So waren für das Krefelder Stadtgebiet mit einer Fläche von rund 138 Quadratkilometern unter anderem mehr als 80.000 Flurstücke mit etwa 120.000 Gebäuden in das neue System zu übernehmen. Mehr als 500.000 Vermessungspunkte mussten in das neue Bezugssystem transformiert und teilweise umnummeriert werden. Nach einer zweimonatigen „Zwangspause" im Liegenschaftskataster zum Jahresbeginn konnten die umfangreichen Arbeiten wie geplant zum 1. März 2013 erfolgreich abgeschlossen werden.

Weitere Informationen

Beispiel aus Krefeld-Stadtmitte

Informationen für Vermessungsstellen

Mit der Umstellung nach ALKIS müssen alle Vermessungsschriften den Vorschriften des Liegenschaftskatastererlasses (LiegKatErl) vom 13. Januar 2009 genügen. Insbesondere sind für den Katasteramtsbezirk Krefeld die Hinweise in den hier herunterladbaren PDF-Dokumenten zu beachten.

Hinweise für Vermessungsstellen (PDF) 54 kB

Inhalt und Aufbau der NAS-ERH-Dateien (PDF) 35 kB