Inhaltsbereich

Online-Befragung zum Klimaschutz beendet!

Mit der Online-Befragung zum Klimaschutz, die in der Zeit vom 09. April 2019 bis 15. Juli 2019 durchgeführt wurde, hat die Stadt Krefeld allen Krefelder Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit eröffnet, sich an der Bearbeitung des Klimaschutzkonzeptes zu beteiligen und hierzu Ideen einzureichen. Es war das Ziel, Informationen zu erhalten, wie diese die Klimaschutzaktivitäten der Stadt Krefeld wahrnehmen, welche Aktivitäten die Bürgerinnen und Bürger bereits selbst unternommen haben und welche Herausfor-derungen noch gesehen werden. Mit Hilfe der Befragung sollen Maßnahmen für das städtische Klimaschutzkonzept herausgearbeitet werden.Die Themenschwerpunkte der Befragung waren:
- Welche Herausforderungen sehen die Bürger*innen im Bereich Klimaschutz und Klimafolgenanpassung?
- Wie werden die Aktivitäten der Stadt Krefeld beim Thema Klimaschutz und Klimafolgenanpassung wahrgenommen?
- Welche Maßnahmen können zur aktiven Umsetzung entwickelt werden?
- Was unternehmen die Bürger*innen bereits selbst?

Nun liegen die Ergebnisse der Online -Befragung vor!

Über 700 Personen haben an der Befragung teilgenommen und ihre Meinung zu Herausforderungen, Aktivitäten der Stadt und möglichen Maßnahmen abgegeben, sowie eigene Aktivitäten genannt. Die Hauptaltersgruppen waren Personen zwischen 18 und 35 Jahren, sowie zwischen 50 und 65 Jahren. Beinahe ein Viertel der Teilnehmenden wohnt in der Stadtmitte / Cracau, rund 12 % Personen gaben an in Bockum zu wohnen, 13 % der Teilnehmenden wohnt außerhalb Krefelds.
Auf die Frage nach dem überwiegenden Verkehrsmittel kreuzte knapp die Hälfte den eigenen PKW an. 29 % der Teilnehmer nutzen das Fahrrad als überwiegendes Verkehrsmittel, damit wird der Durchschnitt nach der Krefelder Mobilitätsbefragung von 23 % übertroffen. Der erhöhte Anteil liegt zum Teil daran, dass sich Bürgerinnen und Bürger, die sich für Kli-maschutz interessieren, auch klimafreundlich verhalten. Keiner der Befragten nutzt eine Mit-fahrgelegenheit / Fahrgemeinschaft.
Bei der Frage nach den Herausforderungen liegt die Klimafreundliche Mobilität sehr weit vorne, rund dreiviertel der Befragten setzten dort ihr Kreuz, gefolgt von der Nutzung Erneuerbarer Energien. An dritter Stelle mit knapp 20 %, sehen die Befragten Anpassungen an die Folgen des Klimawandels als Schwerpunkt. Dabei waren Anpassungen gegen Hitzebelastungen doppelt so stark nachgefragt, wie die Anpassungen gegen Starkregen / Hochwasser.
Die überwiegende Mehrheit der Befragten gab an, dass es wichtig bis sehr wichtig ist, dass die Stadt Krefeld ihre Aktivitäten im Bereich Klimaschutz und Klimaanpassung voranbringt. Dazu gehören unter anderem der Ausbau der Beratungsangebote, die Erzeugung von Strom und Wärme aus Erneuerbaren Energien, sowie die Klimavorsorge durch Stadt- und Grünflächenplanung, besonders die nachhaltige Mobilität wird für sehr wichtig gehalten. Bei der Frage nach der Bekanntheit der Klimaschutzaktivitäten der Stadt Krefeld gaben zwischen 70 und 80 Prozent der Teilnehmer an, dass sie den Newsletter „KrefeldKlima 2030" oder den Flyer „KrefeldKlima 2030" nicht kennen. Besser sieht der Bekanntheitsgrad von Beratungsangeboten aus, insbesondere die Energieberatung der Verbraucherzentrale und der Stadtwerke. Diese haben jeweils rund 10 % der Befragten genutzt, ca. 60 % sind diese Angebote bekannt. Offensichtlich muss der Klimaschutz bzw. das Klimaschutzkonzept der Stadt Krefeld stärker beworben werden. Diese Erkenntnis durch die Anmerkungen der BürgerInnen führte dazu, dass bei der Entwicklung des Maßnahmenkatalogs für das Klimaschutzkonzept der Stadt Krefeld verstärkt auf die Öffentlichkeitsarbeit eingegangen wurde.
Ein Themenschwerpunkt der Befragung war, was die Bürgerinnen und Bürger bereits selber unternehmen. 620 der Befragten gaben an, die Beleuchtung auf energiesparende Technologien (Energiesparlampen / LED) umzustellen bzw. umgestellt zu haben. Am zweitmeisten (522) genannt wurde die Umstellung des Konsumverhaltens. Am dritthäufigsten (483) wurde der Umstieg auf Radfahren oder zu Fuß gehen genannt.

Auswertung Umfrage

Investive Maßnahmen, wie die Installation von Solarenergieanlagen (Thermisch, Elektrisch) wurden am wenigsten durchgeführt. Bei den Anpassungsmaßnahmen haben 321 Personen angegeben, sich während Wetterextremereignissen angepasst zu verhalten, 250 Personen haben außenliegende Verschattungselemente an ihrem Wohngebäude installiert. 73 Bürger*innen gaben an, dass Stellplatz- und Hofflächen entsiegelt wurden, während 54 eine Fassaden- / Dachbegrünung an ihrem Wohngebäude haben.

Fazit: Die Onlinebefragung war ein Teil der erfolgreichen Bürgerbeteiligung des integrierten Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzeptes für die Stadt Krefeld. Durch das Engagement der Krefelder BürgerInnen konnten so Schwerpunkte und Handlungsansätze für den Maß-nahmenkatalog entwickelt werden.

Kontakt (Derzeit die Verwaltung bitte nur nach Terminvereinbarung aufsuchen!)

Irina Blaszczyk

Telefon: 0 21 51 / 86-2470

E-Mail: irina.blaszczyk@krefeld.de

Zimmer 1.18

Anschrift

Fachbereich Umwelt und Verbraucherschutz

Uerdinger Str. 204

47799 Krefeld