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KWK-Modellkommune Krefeld

KWK-Inno.Net Krefeld - Das virtuelle Stadtkraftwerk „made in Krefeld"

Für Investoren in KWK-Techniken stellt ein Fernwärmenetz in dicht besiedelten Bezirken die energetisch und wirtschaftlich sinnvollste Lösung dar. In Krefeld sind rund 76 Kilometer Fernwärmeleitungen verlegt. Am Stadtrand und in ländlichen oder dünn besiedelten Stadtteilen ist die Investition in ein Fern- oder Nahwärmenetz aber nur selten ökonomisch zu rechtfertigen. An dieser Stelle setzt das Konzept KWK-Inno.Net Krefeld an. Hier werden dezentrale Mini-Blockheizkraftwerke (Mini-BHKW) zukünftig nicht mehr nur noch an den lokalen Wärmebedarf eines Gebäudes gekoppelt, sondern durch ein virtuelles Kraftwerk am Energiemarkt eingebunden. Die von der SWK ENERGIE GmbH, einer Tochter der SWK STADTWERKE KREFELD AG, entwickelte „Wirtschaftlich orientierte Betriebsführung" (Rubin, S., 2012) ermöglicht hierbei eine erhöhte Wirtschaftlichkeit der Mini-BHKW, stabilisiert Letztverbraucherpreise und kann die Netzstabilität berücksichtigen.

KWK-Inno.Net Krefeld - Das virtuelle Stadtkraftwerk „made in Krefeld"

 

Projektaufruf „KWK-Modellkommune 2012-2017" - 21 Kommunen haben Feinkonzepte eingereicht

Mit dem Projektaufruf „KWK-Modellkommune 2012-2017" wurden im Oktober 2012 alle Kommunen in NRW ermuntert, Vorschläge für Förderprojekte zur Weiterentwicklung der Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung einzureichen.

Die Fördermaßnahme erstreckt sich über drei Phasen.

-In Phase 1 erhielten interessierte Kommunen die Möglichkeit, ein Grobkonzept zur Steigerung des KWK-Anteiles an der Stromerzeugung vorzulegen. Dazu wurden bis Ende Januar 2013 48 Grobkonzepte aus 51 Kommunen eingereicht. Von einem Gutachtergremium wurden daraus 21 Kommunen ermittelt, die eine Förderung erhielten, um das von ihnen vorgelegte Grobkonzept zu einem handlungsorientierten und umsetzungsfähigen Feinkonzept weiterzuentwickeln.

-Phase 2 beinhaltete die Ausarbeitung der Feinkonzepte in den ausgewählten Kommunen. Bis Ende März 2014 wurden die 21 Feinkonzepte beim Projektträger ETN vorgelegt. Aus diesen Feinkonzepten sollen die drei Besten prämiert und auf diesem Weg als "KWK-Modellkommunen" benannt werden. Zusätzlich soll ein Feinkonzept mit einem besonders hohen Innovationsgehalt zur Förderung ausgewählt werden.

-In Phase 3 werden die ausgewählten "KWK-Modell- Kommunen" in der Umsetzung Ihrer Konzepte mit insgesamt ca. 20. Mio. Euro gefördert. 13 Prozent aller NRW-Kommunen sind in Phase 1 dem Aufruf gefolgt. Die Bewerber verteilten sich gleichmäßig über ganz NRW. 60 % aller Kreise und kreisfreier Städte haben sich mit mindestens einem Projektvorschlag beteiligt.

Thematisch wird der Themenkomplex Kraft-Wärme-Kopplungssysteme auch in den nun vorliegenden Feinkonzepten sehr breit abgedeckt. Sei es die Weiterentwicklung von Fernwärmenetzen, der Ausbau oder die Neuanlage von Nahwärmenetzen, die Entwicklung von neuen Wohn- oder Industriegebieten mit Kraft-Wärme-Kopplungssysteme oder auch spezielle dezentrale Einzellösungen, teils unter Einbezug regenerativer Energien.

Die Modell-Kommunen, aber auch die Kommunen, die darüber hinaus die Kraft-Wärme-Kopplungssysteme-Nutzung in Ihren Städten und Gemeinden voranbringen wollen, werden künftig durch die vom NRW-Klimaschutzministerium eingerichtete Kraft-Wärme-Kopplungssysteme-Leitstelle beraten und unterstützt.