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KrefeldKlima 2030 - das integrierte Klimaschutzkonzept für Krefeld

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Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist ein Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Foto Plakat KrefeldKlima 2030

„'KrefeldKlima2030' - Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Krefeld"

Der Projektträger Jülich hat mit Zuwendungsbescheid vom 03.08.2018 (Förderkennzeichen 03K09749) die Förderung des Projektes mit dem Titel „'KrefeldKlima2030' - Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Krefeld" zugesagt.

Nach Beteiligung des Ausschusses für Umwelt, Ver- und Entsorgung am 26.09.2018 und Durchführung eines Vergabeverfahrens hat die Stadt Krefeld
- die Bietergemeinschaft WertSicht GmbH, Kaiser-Wilhelm-Ring 1, 40545 Düsseldorf und Infrastruktur & Umwelt, Professor Böhm und Partner, Julius-Reiber-Str. 17, 64293 Darmstadt
mit der Erstellung des integrierten Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Krefeld unter der Dachmarke ‚KrefeldKlima2030' beauftragt.

Mit dem integrierten Klimaschutzkonzept sollen insbesondere Maßnahmen zu einer Reduzierung von Treibhausgasen und zur Energieeffizienzsteigerung identifiziert und konkretisiert werden, durch die auch in Krefeld ein Beitrag zur Minderung der Erderwärmung und zur Ressourceneffizienz durch Energieeinsparung geleistet werden kann.
Ein weiteres wichtiges Ziel des integrierten Klimaschutzkonzeptes ist es, den Klimaschutz dauerhaft in Krefeld zu verankern und die dazu erforderlichen Strategien und Maßnahmen festzulegen.

Vor dem Hintergrund der Häufung extremer Wetterereignisse und Hitzewellen soll sich ein weiterer Schwerpunkt des integrierten Klimaschutzkonzeptes mit dem Klimawandel und dessen Auswirkungen auf das Stadtgebiet, insbesondere auf die Umwelt (d. h. Wohnbevölkerung, Natur / Lebewesen, Wohneigentum, Gewerbe, Infrastruktur) befassen, um sogenannte Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung zu ermitteln.

In der Vorhabenbeschreibung zum Förderantrag, welche im Downloadbereich zur Verfügung steht, können die weiteren Inhalte des Projektes nachgelesen werden.

Die Erstellung des integrierten Klimaschutzkonzeptes ist zum 01.12.2018 beauftragt worden und wird voraussichtlich einen Zeitraum von 12 Monaten umfassen.

Nachfolgend finden sie den Link zum Projektträger: www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen

1. Öffentliche Veranstaltung
Dialog KrefeldKlima 2030 - Klimaschutz am 01. Juli 2019


Begrüßung durch Herrn Oberbürgermeister Frank Meyer. Begrüßung durch Herrn Oberbürgermeister Frank Meyer Foto: © Stadt Krefeld-Presseamt

André Möller führt durch die Veranstaltung.
Durch die Veranstaltung führte André Möller, WertSicht GmbH Foto: © WertSicht GmbH


Im Rahmen der Erarbeitung des Krefelder Klimaschutzkonzeptes waren alle Krefelder*innen, am 01. Juli 2019 in die VHS Krefeld eingeladen, sich daran zu beteiligen und einzubringen.

Neben Informationen und Hintergrundwissen zum Projekt bestand an diesem Abend die Möglichkeit, sich von der Verbraucherzentrale NRW und Krefeld z. B. über Energieeinsparung und klimaschonendes Leben zu informieren. Die EnergieAgentur.NRW gab Auskunft über deren kostenlose Angebote für Schulen und Kindertagesstätten. Weiterhin waren Fridays For Future anwesend, die ihre Forderungen zum Klimaschutz in Krefeld darstellten. Außerdem stand der Fachbereich Stadt- und Verkehrsplanung Rede und Antwort bei Fragen zum Mobilitätskonzept, das sich ebenfalls in der Erstellung befindet. Die I. D. G Immobilien-Dienstleistungs-Aktien-Gesellschaft (Nutzergenossenschaft) präsentierte das Mehr-Generationen-Wohnen im Passivhaus und zwar im Samtweberviertel - Oelschlägerstr., dem die Auszeichnung „100 Klimaschutzsiedlungen" des Landes NRW / der EnergieAgentur.NRW verliehen worden ist. Der Fachbereich Umwelt und Verbraucherschutz informierte schließlich über den Luftreinhalteplan, die Fairtrade Town Krefeld und natürlich das Klimaschutzkonzept für die Stadt Krefeld.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand allerdings der offene Austausch mit Krefel-der*innen, deren Ideen und Anregungen willkommen waren. Davon wurde reger Gebrauch gemacht, so dass die Vorschläge nun in das Krefelder Klimaschutzkonzept einfließen können!


Informations- und Beratungsangebote Informations- und Beratungsangebote Foto: © WertSicht GmbH

Die Präsentation der Veranstaltung steht als Download zur Verfügung.

 

2. Öffentliche Veranstaltung am 28. August 2019
Dialog KrefeldKlima 2030 - Klimawandel und Klimafolgenanpassung

Thomas Visser und Irina Blaszczyk Thomas Visser und Irina Blaszczyk

Am 28. August 2019 fand im Rahmen der Erstellung des integrierten Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Krefeld in den Räumen der VHS in Krefeld unter dem Titel Dialog KrefeldKlima 2030 - Klimawandel und Klimafolgenanpassung die 2. öffentliche und klimaneutrale Veranstaltung statt. Im Mittelpunkt standen Informationen über die Auswirkungen des Klimawandels und der aktive Austausch mit den Bürger*innen. Diese machten wieder rege von der Möglichkeit Gebrauch, Anregungen und Ideen zu Maßnahmen zu geben, die im integrierten Klimaschutzkonzept Berücksichtigung finden sollen. Insgesamt war es ein gelungener, abwechslungsreicher und informativer Abend mit engagierten Bürger*innen, der durch eine offene Diskussion geprägt war.

Moderatorin Stefanie Weiner Die Veranstaltung moderierte Stefanie Weiner, INFRASTRUKTUR & UMWELT Foto: © INFRASTRUKTUR & UMWELT

Der Klimawandel führt zu Hitze- und Trockenperioden, aber auch zu plötzlichen Starkregenregenereignissen, die im Stadtgebiet in Zukunft häufiger als derzeit auftreten werden. Die damit verbundenen Konsequenzen sind vielfältig und berühren sämtliche Lebensbereiche. Die Hitzesommer führen zu hohen Temperaturen und anhaltender Trockenheit. Tropennächte, überhitzte Häuser und Büros belasten die Umwelt. Die Folgen sind bekannt und reichen von Schäden an der Vegetation, über gesundheitliche Belastungen insbesondere von sensiblen Bevölkerungsgruppen.

Zur Bewältigung dieser Herausforderungen sorgt die Stadt Krefeld vor und erarbeitet unter der Überschrift „KrefeldKlima 2030" derzeit das integrierte Klimaschutzkonzept für Krefeld, das auch ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Anpassung an den Klimawandel enthalten wird. Bürgerinnen und Bürger waren aufgerufen, sich über die Aktivitätender Stadt zu informieren und sich in diesen Prozess mit ihren Vorschlägen aktiv einzubringen.

Die Veranstaltung wurde von Stefanie Weiner, INFRASTRUKTUR & UMWELT aus Darmstadt moderierte und von Bürgermeisterin Gisela Klaer eröffnet.

Begrüßung durch Bürgermeisterin Gisela Klaer Begrüßung durch Bürgermeisterin Gisela Klaer Foto: © INFRASTRUKTUR & UMWELT

Danach beleuchteten zwei Kurzvorträge (von Herrn Dr. Tobias Kemper, EnergieAgentur.NRW und von Frau Steffanie Weiner, INFRASTRUKTUR & UMWELT), wie Nordrhein-Westfalen und die Stadt Krefeld durch den Klimawandel betroffen sind. Dabei gab es auch Einblicke, welche Anpassungsmaßnahmen von der Stadtverwaltung und den einzelnenBürgerinnen und Bürgern getroffen werden können.

Im Anschluss fand eine sehr angeregte Diskussion von Bürger*innen mit Expert*innenzum Thema statt. Hierbei ging es auch um die Frage, wie sich die Stadt Krefeld „klimarobust"
gestalten lässt.

Diskussion mit Bürgern Diskussion mit dem Publikum Foto: © INFRASTRUKTUR & UMWELT

Darüber hinaus hatten die Bürger*innen an verschiedenen Ständen die Möglichkeit, sich zu den Themen

  • Haus- und Grundstücksentwässerung (Christina Schmidt - Verbraucherzentrale NRW)
  • Das klimarobuste Haus (Thomas Bertram - Verbraucherzentrale NRW
  • Durstlöscher Leitungswasser (Pheline Barrawasser - Verbraucherzentrale NRW)
  • Klimawandelfolgen für das Grundwasser (Thomas Brons - Stadt Krefeld, Untere Wasserbehörde, Fachbereich Umwelt und Verbraucherschutz)
  • Klimawandelfolgen für den Wald und die Natur (Jens Poschmann - Kommunalbetrieb Krefeld, AöR)
  • Klimawandelfolgen für die Gesundheit (Oliver Winkelmann - Stadt Krefeld, Fachbereich Gesundheit)
  • Integriertes Klimaschutzkonzept (Irina Blaszczyk - Stadt Krefeld, Fachbereich Umwelt und Verbraucherschutz)
  • Daten / Fakten zum Klimawandel und zu Klimawandelfolgen (Dr. Tobias Kemper - EnergieAgentur.NRW)

zu informieren und sich beraten zu lassen.

Blick in den Muchesaal Beratungsangebote für Bürger*innen im Muchesaal der VHS Foto: © INFRASTRUKTUR & UMWELT


Im Foyer der VHS in Krefeld steht noch bis zum 12. September 2019 der „Mitmachbaum". Hier können weiterhin Anregungen und Ideen zu Maßnahmen, den Klimaschutz oder die Klimafolgen betreffend, „angepinnt" werden. Auch diese werden in die Erarbeitung des Klimaschutzkonzeptes für Stadt Krefeld einfließen.