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Provenienzforschung

Museumsleiterin Dr. Annette Schieck und der Historiker Dirk Senger stellen die neue Publikation vor. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof
Museumsleiterin Dr. Annette Schieck und der Historiker Dirk Senger stellen die neue Publikation vor. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof

Im Rahmen der Krefelder Tagung wurde der Bedarf deutlich, für weitere Provenienzrecherchen zu Textilien auf ein Verzeichnis aller bislang bekannten Akteure zurückgreifen zu können. Dies haben sich die Herausgeber dieses Bandes zur Aufgabe gemacht und die in den Beiträgen aufgeführten und darüber hinaus recherchierten Akteure aufgelistet und mit weiterführenden Angaben versehen. Darunter finden sich Sammler, Händler und Staatsbedienstete. Die hier nun vorgelegte Zusammenstellung soll als Arbeitswerkzeug dienen und stellt den ersten Schritt zu einem Verzeichnis dar, das erweiterbar ist. Diese Übersicht wird künftig auf der Internetseite des Deutschen Textilmuseums Krefeld allen Forschenden und Interessierten zur Verfügung stehen. Der Leser ist aufgefordert, ergänzende Informationen mitzuteilen.

Die Liste steht in Kürze zur Verfügung.

Textile Erwerbungen und Sammlungsstrategien europäischer Museen in der NS-Zeit
Annette Paetz gen. Schieck, Dirk Senger (Hrsg.)

Textilsammlungen in der Zeit des Nationalsozialismus

Textilien wurden bislang nur selten in den Fokus der Provenienzforschung genommen. Dies geht aus einer umfassenden Recherche zum Erwerb der Trachtensammlung aus dem Besitz des Malers Paul Prött im Jahre 1943 hervor, die vom Deutschen Textilmuseum durchgeführt wurde. Die Sammlung gelangte 1943 an die Gewebesammlung der Textilingenieurschule Krefeld, den Vorgänger des Deutschen Textilmuseums.

Um die Diskussion über diese Materialgattung zu eröffnen und darzulegen, dass auch hier Forschungsbedarf besteht, lud das Deutsche Textilmuseum Forscherinnen und Forscher im September 2017 zu einem internationalen Symposium nach Krefeld ein, um die wenigen Fallbeispiele zusammen zu tragen.

Von besonderem Interesse waren hierbei die Verbindungen europäischer Sammler und Sammlungen untereinander, aber auch die internationalen Verfl echtungen und Mechanismen des Kunsthandels, die Erfassung von handelnden Staatsorganen sowie die in Erscheinung tretenden Protagonisten.

€ 25,00 (D) / € 25,70 (A)
168 Seiten, 65 Abbildungen
17 x 24 cm
gebunden
ISBN: 978-3-96176-095-4