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2014,2 Häkelkosmos 22. Juni bis 14. Dezember 2014

Häkelkosmos - Vom Korallenriff zum Schwarzen Loch

22. Juni bis 14. Dezember 2014

Handarbeiten ist wieder „in". Dies nimmt das Deutsche Textilmuseum Krefeld zum Anlass, erstmals eine Ausstellung rund ums Häkeln zu präsentieren. Gezeigt werden Kunstwerke, die sich mit der Natur und naturwissenschaftlichen Themen befassen. Prominentestes Objekt ist das Föhr Reef, ein riesenhaftes Korallenriff, das im Jahr 2012 auf der Insel Föhr entstanden ist und an dem mehr als 700 Personen gehäkelt haben. Das Föhrer Häkelriff ist ein Satellit des weltumspannenden Crochet Coral Reef-Projektes, im Rahmen dessen in vielen Regionen gehäkelte Korallenriffe entstehen. Das Konzept zu diesem Projekt ist am Institute For Figuring in Kalifornien entwickelt worden.

In der Krefelder Ausstellung wird das Föhrer Korallenriff mit Häkelarbeiten von Katharina Krenkel, Silke Bosbach, Susan Feind, Ulrike Waltemathe sowie mit Objekten von Krefelder Schülern und Senioren kombiniert. Zu sehen sind Pflanzen, Pilze, geologische Schnitte, Bakterienformen, schwarze Löcher und andere Exponate, die Erscheinungen der Natur thematisieren und zu vielfältiger Auseinandersetzung mit Naturerscheinungen und auch Handarbeiten anregen.

Rund um die Exponate der Ausstellung wird ein reichhaltiges Rahmenprogramm angeboten. Es beinhaltet eine Sonderschau mit Objekten von Grundschülern der Edith-Stein-Schule in Uerdingen, eine Kunstaktion von Silke Bosbach im Park der Burg Linn, diverse Sonderführungen zur Meeresbiologie, Verschmutzung der Weltmeere und Kernphysik, sowie Häkel- und Textilworkshops.

Hier gibt es einen Film zur Ausstellungseröffnung.

Das Crochet Coral Reef-Projekt

Das Projekt wurde im Jahr 2005 von Margaret und Christine Wertheim am Institute For Figuring (IFF) in Los Angeles, Kalifornien, ins Leben gerufen. Sie suchten nach einer Ausdrucksform, die sowohl Mathematik, Meeresbiologie, als auch Kunsthandwerk und die Ausübung von Kunst in einer Gemeinschaft umfasst. Dabei entwickelten sie ein Konzept, das überall auf der Welt umgesetzt wird und gehäkelte Korallenriffs wie das Föhrer Riff entstehen lässt, die sie als "Satelliten" bezeichnen. Mit dem Konzept für einen gemeinsamen Schaffensprozess thematisieren die Initiatorinnen menschengemachte ökologische Schäden an unserer Umwelt. Sie befassen sich mit der Erderwärmung und der Verschmutzung der Ozeane mit Plastikmüll, tun dies aber in einem kreativen, positiven Prozess.

Sonderausstellung "Im Rausch der Tiefe - aus Müll wird Material"

26. August bis 14. September 2014

Auf Initiative der freischaffenden Künstlerin Claudia Reich befasste sich die Klasse 3a mit ihrer Klassenlehrerin fächerübergreifend mit dem Thema "Tiefsee".

Seit März 2014 widmeten sich die Schüler im Sachkundeunterricht den Meeresbewohnern und deren Anpassung an den Lebensraum Tiefsee. Die zusammen getragenen Informationen setzten sie in selbst gestalteten Plakaten um.

Im Deutschunterricht erhielten die Schüler die Aufgabe, Phantasiegeschichten zur Tiefsee zu schreiben und selber zu illustrieren. Alle Geschichten sind hier in dem Riesenbuch nachzulesen.

Im Kunstunterricht wurden gleich mehrere Aufgaben gestellt: Die erste Aufgabe war das Mischen von Zyanblau mit Gelb. Mit den entstandenen Mischfarben malten die Schüler Unterwasserszenen. Die zweite Aufgabe bestand darin, Guckkästen mit dreidimensionalen Unterwasserlandschaften zu basteln und die letzte Aufgabe war, Häkeln zu üben und Algen und Meeresbewohner herzustellen.

Parallel zur Klasse 3a entstanden im Musikunterricht der Klasse 2a und 4a Unterwasserklänge, in der wöchentlichen Kunst-AG Unterwasser-Lebewesen aus Plastikmüll und im Religionsunterricht der Klasse 2b eine Installation.

Das Tiefsee-Projekt entstand unabhängig von der "Häkelkosmos"-Ausstellung. Lediglich die Häkelarbeiten sind von der Ausstellung angeregt.

gehäkeltes Riff

gehäkeltes Riff