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2019, 1 - Asia - Europe IV - Fiber Art (17. Mai bis 18. August 2019)

"Fiber Art" ist ein weltweit verbreitetes Phänomen. Künstlerinnen und Künstler dieser Richtung arbeiten meist mit den Materialien und in den Techniken, die in ihrer Region tradiert sind. Um die verschiedenen Strömungen gegenüber zu stellen, initiierte Erny Piret die ersten drei Gemeinschaftsausstellungen des asiatisch-europäischen Künstlerkreises. Sie hat sich nun zurückgezogen und die Aufgabe der Kuratorenschaft in die Hände von Marika Szàraz gelegt. "Asia - Europe" ist mittlerweile zu einer Institution der "Fiber-Art-Szene" geworden.

Asia - Europe IV" wird erstmals an vier Ausstellungsorten gezeigt: 1. Station war das TAMAT (Musée de la Tapisserie) in Tournai, Belgien, im DTM Krefeld, im Kunstcenter von Droninglund in Dänemark und im Janina Monkuté-Marks Museum in Litauen.
An "Asia - Europe IV" beteiligen sich 37 Künstlerinnen und Künstler. 18 von ihnen aus Japan, Südkorea und China, 19 aus Deutschland, Frankreich, Belgien, Polen, Ungarn, Spanien, Luxemburg, der Slowakei, Finnland, Lettland, Litauen, Schweden und Italien.

Fiber Art
Seit den 1960er Jahren hat sich die "Fiber Art" weltweit als eigene Kunstrichtung etabliert. Sie formte sich aus der eher kunsthandwerklich ausgerichteten Textilkunst, von der man sich gelöst hat und eigene, sehr freie Ausdrucksformen entwickelte. Sie sind dennoch stark von den Traditionen der lokalen Textiltechniken geprägt, wie z. B. die Shibori-Arbeiten der japanischen Künstlerinnen zeigen.

In der "Fiber Art" liegen die Schwerpunkte auf den Materialien, den textilen Techniken, dem experimentellen Umgang mit beidem und dem ästhetischen Reiz der Objekte. Zum Einsatz kommen alle Materialien, die den Eindruck von Fasern erwecken, darunter Pflanzenfasern und Tierhaare, synthetische Fasern, Holz, Draht, Blattadern, Papier, Glasfaser sowie fadenförmig ausgelegte und gehärtete Klebstoffe. Sie werden in allen erdenklichen Techniken der Textilkunst verarbeitet. Es finden sich gehäkelte, gestrickte, gewebte, geklöppelte, geknotete, gefilzte, geflochtene oder in Makramee verarbeitete Materialien. Jüngste Entwicklungen beziehen auch digitale Effekte mit ein, so wie das Objekt „Farbcollage" von Barbara Jansen.