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2016, 2 - Asia - Europe III. Fiber Art (16. Oktober 2016 bis 2. April 2017)

Die neue Ausstellung des Deutschen Textilmuseums Krefeld versammelt Werke von 36 Künstlern, aus 15 Ländern, darunter Vertreter der europäischen Länder Deutschland, Niederlande, Belgien, Frankreich, Spanien, Italien, Finnland, Ungarn, Tschechien, Polen, Lettland und Litauen; und Vertreter asiatischer Länder wie Japan, Südkorea und erstmals auch aus China. Der größte Teil der Arbeiten ist in diesem Jahr, 2016, entstanden und wurde speziell für die hier zu zeigende Ausstellung geschaffen.

Bei dieser Ausstellung handelt es sich nicht wie bei vergleichbaren anderen im Deutschen Textilmuseum gezeigten um das Ergebnis eines Wettbewerbs, sondern vielmehr um eine von einer Kuratorin - Marika Szàraz - organisierte Schau, die neuere Tendenzen der Textilkunst in Asien - mit dem Schwerpunkt auf Japan - und Europa vorstellt. Die beteiligten Künstler wurden bislang von der französischen Künstlerin Erny Piret koordiniert, mit dem aktuellen Ausstellungsprojekt hat sie die Kuratorenschaft weitestgehend an die in Belgien lebende ungarische Künstlerin Marika Szàraz übertragen. Die Auswahl der Objekte haben die beiden jedoch gemeinsam getroffen.

Kaum eine der traditionellen Künste hat sich in den letzten Jahrzehnten so stark verändert und neu ausgerichtet wie das gesamte Feld der sogenannten Textilkunst, die im Englischen inzwischen unter dem Begriff Fiber Art zusammengefasst wird. Aus dem Blickwinkel des Betrachters ist es spannend festzustellen, wie sehr neue Techniken die Dimensionen Zeit und Raum auf ungewohnte Weise konturieren und sogar neu bestimmen.

Die meisten Künstler bewegen sich mit ihren Werken im Bereich der Objektkunst, andere hingegen gestalten und beherrschen ganze Räume durch ihre Installationen. Alle sind in ihren Heimatländern bereits anerkannt.

In den unterschiedlichen Arbeiten spiegeln sich nicht nur die verschiedenen Herangehensweisen an bestimmte Themen oder den Umgang mit dem Material, sondern auch die stark voneinander abweichenden Lebensumstände und Erfahrungen jedes einzelnen Künstlers. Dies herauszustellen war ein wesentliches Ziel der Kuratorin dieser Ausstellung.

Größe, Material, Farbe oder Thema der Arbeiten unterlagen ganz bewusst keinen Beschränkungen. Und so sind vor allem die verwendeten, unterschiedlichsten Materialien - fest, hart, weich, glänzend oder transparent - nicht beliebig, sondern vielmehr wohlüberlegt gewählt worden.

Mit dieser Präsentation verbindet die Kuratorin den Wunsch, für eine kurze Zeit einen lebendigen Raum des kulturellen Austauschs zwischen zwei Kontinenten und zwischen einzelnen Ländern und damit auch zwischen unterschiedlichen Zivilisationen zu bieten.