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2011, 1 - Asia - Europe. Fiber Art - Zeitgenössische Textilkunst im Dialog (6. Februar bis 25. April 2011)

Die erste Ausstellung im Jahr 2011 zeigt Werke von 21 bekannten Künstlern, die von zwei Kontinenten und aus sieben verschiedenen Ländern stammen: aus Japan, Südkorea, Deutschland, Frankreich, Belgien, Italien und Ungarn.

Präsentiert wurden die Arbeiten bereits als Teil der großen „Kaunas Art Biennial" 2009 in Litauen. Es handelt sich bei dieser Ausstellung nicht wie bei vergleichbaren anderen im Deutschen Textilmuseum gezeigten um das Ergebnis eines Wettbewerbs, sondern vielmehr um eine von Kuratoren organisierte Schau, die neuere Tendenzen der Textilkunst in Asien - mit dem Schwerpunkt auf Japan - und Europa vorstellt.

RPS-92 (Japanpapier) von Hidemasa Sakihama, Japan

Kaum eine der traditionellen Künste hat sich in den letzten Jahrzehnten so stark verändert und neu ausgerichtet wie der gesamte Bereich der sogenannten Textilkunst, die im Englischen inzwischen unter dem Begriff „Fiber Art" zusammengefasst wird. Aus dem Blickwinkel des Betrachters ist es spannend festzustellen, wie sehr neue Techniken Dimensionen der Zeit und des Raums auf ungewohnte Weise konturieren und sogar neu bestimmen.

Die meisten Künstler bewegen sich mit ihren Werken im Bereich der Objektkunst, andere hingegen gestalten und beherrschen ganze Räume durch Installationen. Alle sind in ihren Heimatländern bereits anerkannt, zwei unter ihnen sind noch sehr jung.
In den unterschiedlichen Arbeiten spiegeln sich nicht nur die verschiedenen Herangehensweisen an bestimmte Themen oder den Umgang mit dem Material, sondern auch die stark voneinander abweichenden Lebensumstände und Erfahrungen jedes einzelnen Künstlers. Dies herauszustellen war ein wesentliches Ziel der Kuratoren dieser Ausstellung.

Größe, Material, Farbe oder Thema der Arbeiten unterlagen ganz bewusst keinen Beschränkungen. Und so sind vor allem die verwendeten, unterschiedlichsten textilen Materialien - fest, hart, weich, glänzend oder transparent - nicht beliebig, sondern vielmehr wohlüberlegt gewählt worden.

Mit dieser Präsentation verbinden die beiden Organisatorinnen, die gleichzeitig Künstlerinnen sind, Erny Piret und Kakuko Ishii den Wunsch, für eine kurze Zeit einen lebendigen Raum des kulturellen Austauschs zwischen zwei Kontinenten und damit auch zwischen unterschiedlichen Zivilisationen zu bieten.

http://www.de.emb-japan.go.jp/dj2011/veranstaltungen-d/nw.htmll