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2008, 1 - Samt und Seide (27. Januar bis 20. April 2008)

Der Titel der Ausstellung "Samt und Seide", mit der wir das neue Jahr 2008 beginnen, steht als Synonym für die textile Vergangenheit der Stadt Krefeld, als Synonym für die textilen Schätze seines besonderen Museums. Wir möchten die Krefelder Bürger erinnern an die bedeutende Zeit dieser Stadt, die durch Samt und Seide groß geworden ist. Wir möchten die Krefelder erinnern an die Schätze, die sie im Museum besitzen, und wir möchten ganz allgemein zeigen, welche prachtvollen Samte und Seiden sich in unserer Sammlung befinden.

Es ist eine stattliche Ausstellung herausgekommen, die die Besucher hoffentlich erfreuen und sie ein bisschen das Staunen lehren wird. Gezeigt werden ungefähr 40 Samte und eine etwa gleich große Anzahl von Seiden aus fünf Jahrhunderten. Es sind vor allem die großen europäischen Seidenzentren Italien und Frankreich, aus denen unsere Prachtstücke kommen, aber es werden auch osmanische und persische Seiden und Samte sowie Samte aus der Zeit des Jugendstils gezeigt.

Eingestreut in diesen Reigen prächtiger Stoffbahnen haben wir einige wunderschöne Kleider, die aus solchen Samten und Seiden hergestellt wurden. Die Entstehung mancher dieser Kleider reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Daneben machen Mäntel aus den 1920er Jahren klar, dass Samte beispielsweise in der Mode nie wirklich aufgehört haben, die Frauen zu verschönern.

Einmal mehr ist zu bedauern, dass mangels fehlender Vitrinen nicht mehr schöne Kleider aus dem Besitz des Museums gezeigt werden können. Konservatorische Bedenken spielen vor allem für die älteren Objekte eine immer größere Rolle.

 

Galarobe mit Watteaufalte, Frankreich um 1760