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2003, 2 - Aus Gräbern geborgen - Koptische Textilien aus eigener Sammlung (25. Mai bis 14. September 2003)

Am 25. Mai 2003 öffnete das Deutsche Textilmuseum wieder einmal sein Archiv und holt einen bedeutenden Teil seines Sammlungsbestands ans Licht des Tages.

Dabei handelt es sich um wundervolle farbenprächtige und trotz aller Fragmenthaftigkeit zum Teil erstaunlich gut erhaltene Wirkereien. Etwa 240 ausgewählte Objekte der über 600 Stücke umfassenden Sammlung "koptischer" Textilien werden gezeigt, deren Ausmaß und Qualität bundesweit einzigartig ist.

Als "koptische" Textilien werden Stoffe bezeichnet, die in die Zeit vom 2. bis 3. Jahrhundert nach Christus bis ins frühe Mittelalter datieren und die allesamt aus Gräbern Ägyptens stammen. Durch die einzigartigen klimatischen Verhältnisse und die Lagerung im trockenen Wüstensand haben sich diese Gewebe in großer Zahl, in besonders gutem Zustand und verblüffender Farbenvielfalt erhalten.

Die Wirkereien wurden zur Zierde von Gewändern, Wandbehängen oder Kissen hergestellt. Strümpfe und Mützen ergänzen das Bekleidungsrepertoire. Das Deutsche Textilmuseum kann aus seinem umfangreichen Fundus Textilien aller genannten Gattungen präsentieren, und so entsteht ein farbenprächtiges Bild der textilen Ausstattung spätantiker Ägypter und ihrer Häuser, das durch zahlreiche Objekte des Alltagslebens, wie Schmuck, ein Papyrus mit Zaubertext, Keramik, Lampen und geschnitzte Puppen ergänzt wird.

 

Medaillon mit Josephszyklus, Mitte 7. Jahrhundert