Inhalt

1997, 1 - Persische Bildteppiche - aus der Sammlung Tanavoli (23. März bis 25. Mai 1997)

Persische Teppiche

erzählen Geschichten von Liebe, Macht und Mystik

"Nach der erfolgreichen Löwenteppich-Ausstellung, die 1990 im Deutschen Textilmuseum Krefeld gezeigt wurde, wird auch für diese Ausstellung mit großem Zuspruch gerechnet.

Die Ausstellung hatte auch im Baseler Völkerkundemuseum großen Erfolg".

"Von Liebe, Macht und Mystik"

Teppiche mit bildlichen Darstellungen wurden in vielen Gebieten Irans von Beginn des 19. Jahrhunderts bis etwa gegen 1920 geknüpft.

Diese "Volkskunst" diente vor allem als Wandschmuck. Dargestellt sind Könige und Heerführer, Helden und Liebespaare aus der klassischen persischen Literatur und der Volksdichtung. Hinzu kommen verehrte Mystiker, Bettelmönche, idealisierte Frauenbildnisse, aber auch Angehörige von Stammesgruppen. Seßhalfte Bäuerinnen und Nomadinnen knüpften sie für den Eigengebrauch. Teilweise gelangten sie als Auftragsarbeit von Dorf- und Stammesführern in deren private Umwelt. Sie schmückten aber auch die Wände von Kaffeehäusern, wo ihre reizvollen, naiven Darstellungen Geschichtenerzählen zur Untermalung ihrer Auftritte dienten.