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Niederrheinischer Radwandertag

24. Niederrheinischer Radwandertag: positive Bilanz trotz Gewitter und Hitze

Trotz eines heftigen morgendlichen Gewitters und nachfolgender Hitze ziehen die Organisatoren des 24. Niederrheinischen Radwandertages in Krefeld eine positive Bilanz. „Auch wenn die Starterzahlen in diesem Jahr niedriger waren aufgrund des Wetters, freuen wir uns, dass dennoch so viele den Weg zu uns gefunden haben, um gemeinschaftlich zu radeln", so Uli Cloos, Fachbereichsleiter Marketing und Stadtentwicklung. „Zumal dabei auch der Umweltfaktor bei der Frage ‚Auto oder Fahrrad' durchaus eine Rolle spielt." Demzufolge passt die Auszeichnung „Radler des Jahres" hervorragend zu Horst Emse. Der 70jährige Theologe und Klimaexperte ist über Bonn, Hamburg und Magdeburg bis nach Berlin geradelt, um seinen „Berliner Appell" mit der Forderung nach generellen Zahlungsverpflichtungen für CO2-Emissionen persönlich abzugeben. Beim 24. „Niederrheinischen Radwandertag an Rhein und Maas" mit 64 gekennzeichneten Radrundwegen durch 74 Städte und Gemeinden machten insgesamt rund 15.000 Teilnehmende mit. „Dass die Zahlen niedriger ausfallen würden als sonst, damit haben wir gerechnet bei den Temperaturen", so Cloos. Wichtig sei, dass die Stimmung gut und die Menschen zu Recht stolz auf ihre Leistungen waren.

Nina Multhoff und Fachbereichsleiter Uli Cloos vom Krefelder Stadtmarketing sowie Andreas Domanski, Vorsitzender des  ADFC Krefeld überreichen die Auszeichnung "Radler des Jahres" an Horst Emse. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Nina Multhoff und Fachbereichsleiter Uli Cloos vom Krefelder Stadtmarketing sowie Andreas Domanski, Vorsitzender des ADFC Krefeld überreichen die Auszeichnung "Radler des Jahres" an Horst Emse. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Die Strecken des grenzüberschreitenden Gemeinschaftsprojekts sind zwischen 20 und 70 Kilometern lang. Sie führen an architektonisch interessanten Mühlen, Schlössern und Herrensitzen vorbei, zeigen historische Ortskerne und präsentieren die niederrheinische sowie niederländische Landschaft. Die Kurzrouten zwischen 20 und 36 Kilometern machen den Niederrheinischen Radwandertag besonders familienfreundlich. Die kostenlose begleitete Radtour mit Krefelds Stadtführerin Karola Goris fand wie jedes Jahr zufriedene Teilnehmende und die Tombola sorgte für große Freude besonders als es um den Hauptpreis ging, ein Garmin Edge 1000 Fahrrad-Navigationsgerät.

Die Routen des diesjährigen Niederrheinischen Radwandertages können noch bis Herbst die gpx-tracks herunter geladen werden. Sie werden in das eigene Navigationssystem eingespeist, um die jeweilige Route nachträglich abzufahren. Allerdings gilt nun wieder die allgemeine Straßenverkehrsordnung und die Markierungen werden in den kommenden Tagen entfernt.

Radfahrgruppe beim Niederrheinischen Radwandertag vor der Burg Linn

Fakten:

Am 12. Juli 1992 startete der Radwandertag in fünf Städten und Gemeinden: Krefeld, Tönisvorst, Viersen, Kempen und Grefrath mit 2.300 Teilnehmer. Im folgenden Jahr verdoppelte sich die Teilnehmerzahl auf 4.600 Personen. Immer mehr Städte und Gemeinden schlossen sich an und das Wegenetz verdichtete sich. Im Jahr 1995 wurde der Radwandertag zu einer Veranstaltung zwischen Rhein und Maas mit den Städten Venlo und Roermond.

Seit 2001 sind 55 Städte in den Kreisen Wesel, Kleve, Heinsberg, Viersen und Neuss Mitausrichter des Radwandertages. Die Teilnehmerzahlen liegen seitdem jedes Jahr zwischen 25.000 und 32.000 Radlern.