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Transport von Elektroaltgeräten

Transport eines Elektroaltgerätes

"Transport eines Elektroaltgerätes"

Private Haushalte können ihre alten Elektrogeräte, ohne besondere Formalitäten für den Transport beachten zu müssen, zum Wertstoffhof der GSAK oder zum Händler, der eine Rücknahme anbietet, bringen.
Dieser Transport ohne Formalitäten gilt auch für Firmen, die Elektroaltgeräte entsorgen möchten, die auch üblicherweise in Haushalten eingesetzt werden, wie zum Beispiel die Kaffeemaschine, der Kühlschrank oder der Tischventilator.

Der Klempner, der einen alten Boiler beim Kunden durch einen neuen ersetzt und den alten anschließend mitnimmt, kann das ebenso ohne besondere Formalitäten erledigen, solange er die nachfolgenden Mengen an Elektroaltgeräten nicht erreicht.

Bei Elektroaltgeräten handelt es sich grundsätzlich um gefährliche Abfälle, solange deren Ungefährlichkeit nicht eindeutig bewiesen ist (siehe Merkblatt 31 der Länder-Arbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA)).

Firmen, die also Elektroaltgeräte im Rahmen einer anderweitigen wirtschaftlichen Tätigkeit transportieren (... der Klempner zum Beispiel), müssen erst bei Überschreiten einer Jahresmenge von

  • 2 Tonnen gefährlichen Abfällen oder
  • 20 Tonnen nicht gefährlichen Abfällen

eine Anzeige nach § 53 Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) bei ihrer Unteren Abfallwirtschaftsbehörde erstatten, das heißt bei der für den Hauptsitz der Firma zuständigen Unteren Abfallwirtschaftsbehörde.

Auch Vertreiber von Elektrogeräten, die die zurückgenommenen Elektroaltgeräte selbst transportieren, unterliegen den genannten Jahres-Mengengrenzen. Auch hier gilt also: Bis zu diesen Grenzen erfolgt der Transport ohne besondere Formalitäten.

In diesen Fällen des Transportes ohne besondere Formalitäten, besteht keine Kennzeichnungspflicht von Fahrzeugen nach § 55 KrWG mit dem sogenannten „A-Schild" (schwarzes „A" auf weißem Grund).

Die Annahmestelle für die in den oben genannten Fällen abzugebenden Elektroaltgeräte ist der öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger am Ort des Firmensitzes. In Krefeld ist dies die GSAK, Bruchfeld 33, Anfahrt über die Idastraße.

Alle die Elektrogeräte herstellen, in den Verkehr bringen oder zurücknehmen, müssen sich unter www.ear-system.de ( Elektro-Altgeräte-Register) registrieren und ihrer Mitteilungspflicht nach § 25 ElektroG nachkommen.

Beim Umgang mit Elektrogeräten bilden mit Asbest belastete Geräte wie Nachtspeicheröfen einen Sonderfall. Hier muss zusätzlich die TRGS 519 beachtet und eingehalten werden. Diese schreibt u. a. vor, dass asbestbelastete Abfälle luftdicht verpackt und zerstörungssicher transportiert werden müssen. Zu diesen Themen gibt die Gewerbeabfallberatung der Stadt Krefeld ( Tel.: 3660-2483 ) Informationen.

Eine besondere Rolle spielen auch die sog. „Energiesparbirnen". Um sie vor dem Zerbrechen zu schützen und somit den Austritt von giftigen Gasen zu verhindern, sind sie beim Ausbau vorsichtig zu handhaben und beim Transport bruchsicher zu lagern.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass

  • Elektroaltgeräte aus privaten Haushalten sowie
  • vergleichbare Altgeräte aus dem gewerblichen Bereich
  • bzw. Geräte, die üblicherweise sowohl von privaten Haushalten als auch von anderen Nutzern als privaten Haushalten genutzt werden (sog. Dual-Use-Geräte),

nicht ohne eine Beauftragung durch Hersteller, Vertreiber oder öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger von einem privaten Entsorgungsunternehmen gesammelt werden dürfen.

Die Sammlung von Elektroaltgeräten durch fahrende Schrottsammler ist gesetzlich untersagt. Verstöße dagegen werden mit Ordnungswidrigkeitenverfahren geahndet und ziehen Bußgelder nach sich!

Weiter Informationen finden Sie auf der Seite Informationen für Schrotthändler.