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Informationen zum Thema Elektrogeräteentsorgung

Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (Elektro- und Elektronikgerätegesetz - ElektroG)

Elektrokleingeräte

Das Elektro- und Elektronikgerätegesetz trat am 24. März 2005 in Kraft. Seit diesem Zeitpunkt müssen alle elektrischen bzw. elektronischen Geräte von anderem Abfall getrennt entsorgt und wiederverwertet werden.

Elektro- und Elektronikgeräte, die seit dem 13. August 2005 in den Verkehr gebracht werden, müssen mit einem durchgekreuzten Abfallgefäß kennzeichnet sein.

Das Zeichen Elektroschrott zeigt eine durchgestrichene Restmülltonne. Das bedeutet, dass Elektroschrott nicht in die Restmülltonne geworfen werden darf.

Verbraucherinnen und Verbraucher können auf der Grundlage des ElektroG seit dem 24. März 2005 ihre alten Elektro- und Elektronikgeräte kostenlos bei den kommunalen Sammelstellen abgeben.

Am 24.10.2015 wurde das alte Elektro- und Elektronikgerätegesetz durch das neue Elektro- und Elektronikgerätegesetz abgelöst. Es bezweckt vorrangig die Vermeidung von Abfällen von Elektro- und Elektronikgeräten und vereinfacht die Rückgabemöglichkeiten von Elektrokleingeräten, um die zu beseitigende Abfallmenge zu reduzieren und dadurch die Effizienz der Ressourcennutzung zu verbessern. Spätestens seit dem 24.Juli 2016 müssen alle Händler mit einer Verkaufsfläche für Elektro- und Elektronikgeräte ab 400 Quadratmeter, sowie bei jedem Online-Händler mit einer Versand- und Lagerfläche für Elektro- und Elektronikgeräte ab 400 Quadratmeter, Elektro-Altgeräte mit einer Kantenlänge von bis zu 25 Zentimeter kostenfrei zurücknehmen. Bei größeren Elektroaltgeräten gilt diese Regelung nur bei Neukauf eines vergleichbaren Elektro- und Elektronikgerätes.

Eine weitere Verbesserung für Verbraucher trat am 15.08.2018 in Kraft, denn seit diesem Tag fallen sämtliche elektrischen und elektronischen Geräte in den Anwendungsbereich des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes, es sei denn, sie sind explizit durch einen gesetzlich geregelten Ausnahmetatbestand ausgeschlossen. So können beispielsweise auch Möbel und Bekleidung mit elektrischen Funktionen unter bestimmten Voraussetzungen in den Anwendungsbereich des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes fallen.

Hier ein paar Beispiele:

  • Badezimmerschrank mit eingebauter Beleuchtung,
  • Massagesessel,
  • Elektrisch höhenverstellbare Schreibtische,
  • Schuhe mit eingebauten Blinklichtern.

 

Elektro- und Elektronikschrott sind getrennt zu entsorgen!

Für die Erfassung der Altgeräte hält die Stadt Krefeld ein getrenntes Erfassungssystem vor, so dass diese anschließend durch die Hersteller einer Vorbereitung zur Wiederverwendung bzw. einer geordneten Verwertung zugeführt werden können.

Vorrangiges Ziel des Gesetzes ist die Vermeidung von Abfällen, darüber hinaus durch zumutbare Prüfungen die Möglichkeiten einer Wiederverwendung ganzer Geräte oder einzelner Bauteile sowie die weitgehende Verwertung von Abfällen zu ermöglichen. Dadurch soll ein wesentlicher Beitrag zur Schonung der natürlichen Ressourcen und zur Verringerung der Schadstoffemissionen erzielt werden.

Bürger und Bürgerinnen, sowie Handwerk und Gewerbe sind verpflichtet, ihre Altgeräte dem getrennten Sammelsystem zuzuführen. Sie haben Altbatterien und Altakkumulatoren, die nicht vom Altgerät umschlossen sind, vor der Abgabe an einer Erfassungsstelle von diesem zu trennen.

Eine Beseitigung der Altgeräte sowie der Batterien über den Restmüll bzw. die Restmülltonne ist verboten.

In Krefeld steht den Bürgern für die ordnungsgemäße Entsorgung der gebrauchten Elektrogeräte aus Haushaltungen ein kombiniertes Hol- und Bringsystem zur Verfügung.

Handwerk und Gewerbe können gebrauchte Elektrogeräte auf dem Wertstoffhof der GSAK im Bruchfeld abgeben.

Die Abgabe der Elektrogeräte erfolgt für die Krefelder Haushalte und Betriebe ohne Zahlung eines Entgeltes oder einer Gebühr. Das gilt auch für Geräte, die die Betriebe von den Kunden zurückgenommen haben.

Die Anlieferungen von mehr als 20 Geräten der Gruppen eins, vier und sechs (siehe folgender Absatz) sind mit der GSAK abzustimmen und können daher nur nach telefonischer Vereinbarung - Telefonnummer: 0 21 51 / 582-180 - bei der GSAK angeliefert werden.

Die Mitarbeiter der GSAK können die kostenlose Annahme von Altgeräten ablehnen, die aufgrund einer Verunreinigung eine Gefahr für die Gesundheit und Sicherheit von Menschen darstellen.

Dies gilt insbesondere, sofern asbesthaltige Nachtspeicherheizgeräte nicht ordnungsgemäß durch Fachpersonal abgebaut und verpackt wurden oder beschädigt beim Wertstoffhof angeliefert werden.

Die Sammlung der Elektrogeräte durch den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger erfolgt in sechs Sammelgruppen:

1. Wärmeüberträger (Gruppe 1)

Elektrogroßgeräte

2. Bildschirme, Monitore und Geräte, die Bildschirme mit einer Oberfläche von mehr als 100 Quadratzentimeter enthalten (Gruppe 2)

3. Lampen (Gruppe 3)

4. Geräte, bei denen mindestens eine der äußeren Abmessungen mehr als 50 Zentimeter beträgt (Großgeräte) (Gruppe 4)

5. Geräte, bei denen keine der äußeren Abmessungen mehr als 50 Zentimeter beträgt (Kleingeräte) (Gruppe 5)

6. Photovoltaikmodule (Gruppe 6)

 

Welche Geräte fallen unter die Regelung des ElektroG?

Der Gesetzgeber hat die Elektrogeräte in sechs Gerätekategorien aufgeteilt:

1. Wärmeüberträger,

2. Bildschirme, Monitore und Geräte, die Bildschirme mit einer Oberfläche von mehr als 100 Quadratzentimetern enthalten,

3. Lampen,

4. Geräte, bei denen mindestens eine der äußeren Abmessungen mehr als 50 Zentimeter beträgt (Großgeräte),

5. Geräte, bei denen keine der äußeren Abmessungen mehr als 50 Zentimeter beträgt (Kleingeräte), und

6. kleine Geräte der Informations- und Telekommunikationstechnik, bei denen keine der äußeren Abmessungen mehr als 50 Zentimeter beträgt.

 

Welche Geräte fallen nicht unter die Regelung?

Für Elektrogeräte, die ausschließlich für den Gebrauch im gewerblichen Bereich hergestellt und dort genutzt werden (business-to-business Geräte, auch b2b-Geräte genannt) gelten besondere gesetzliche Bestimmungen ((§ 7 Absatz 3 und § 19 Absatz 1 ElektroG). Diese Geräte können nicht bei den kommunalen Sammelstellen abgegeben werden.

Wo genau können die Elektrogeräte angeliefert werden?

Am Wertstoffhof der GSAK in Linn, Bruchfeld 33, Einfahrt über die Idastraße, können die Betriebe alle Geräte „Groß und Klein", die entsprechend den Regelungen des ElektroG der Rücknahme bzw. der Rückgabe unterliegen, kostenlos abgeben.

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 9 Uhr bis17 Uhr
Freitag von 9 Uhr bis 16 Uhr
Samstag von 9 Uhr bis 13 Uhr

Im Rahmen der Sperrmüllabfuhr werden auch weiterhin einzelne Haushaltsgroßgeräte eingesammelt.
Anmeldung bei der GSAK unter Tel.-Nr.: 0 21 51 / 582-500 oder online unter www.gsak.de

Das Schadstoffmobil nimmt ausschließlich einzelne Haushaltskleingeräte (Rasierapparate, Mixer, Handy, Toaster, jedoch keine Monitore, Fernseher und Mikrowellen etc.) entgegen. Die Termine und der Ort der Sammlung des Schadstoffmobils können auch im Entsorgungsmagazin der Stadt Krefeld nachgesehen werden.

Die Abfallberatung der Stadt Krefeld berät Sie bei Fragen zur Entsorgung von Elektroaltgeräten.

Weitere aktuelle Informationen zu dem Thema Elektroaltgeräteentsorgung finden Sie auf den Seiten der Stiftung "elektro-altgeräte register", www.stiftung-ear.de

Hinweis:

CD, DVD sowie CD-Rom gehören nicht zum Elektroschrott, können aber trotzdem kostenlos am Wertstoffhof abgegeben werden!

Im Innenstadtbereich können die CD, DVD sowie CD-Rom kostenlos bei der Verbraucherzentrale, Petersstraße 55 bis 57, abgegeben werden.

Öffnungszeiten der Verbraucherzentrale Krefeld:
Montag und Donnerstag von 9.30 Uhr bis 13 Uhr und von 14 Uhr bis 18.30 Uhr
Dienstag und Freitag von 9 Uhr bis 15 Uhr

Nicht abschließende Liste mit Elektro- und Elektronikgeräten, die unter die Gerätekategorien des § 2 Absatz 1 fallen

1. Wärmeüberträger

Kühlschränke
Gefriergeräte
Geräte zur automatischen Abgabe von Kaltprodukten
Klimageräte
Entfeuchter
Wärmepumpen
Wärmepumpentrockner
ölgefüllte Radiatoren
sonstige Wärmeüberträger, bei denen andere Flüssigkeiten als Wasser für die Wärme-übertragung verwendet werden

2. Bildschirme, Monitore und Geräte, die Bildschirme mit einer Oberfläche von mehr als 100 Quadratzentimeter enthalten

Bildschirme
Fernsehgeräte
LCD-Fotorahmen
Monitore
Laptops
Notebooks

3. Lampen

stabförmige Leuchtstofflampen
Kompaktleuchtstofflampen
Leuchtstofflampen
Entladungslampen (einschließlich Hochdruck-Natriumdampflampen und Metalldampf-lampen)
Niederdruck-Natriumdampflampen
LED-Lampen

Anlieferung einer größeren Menge von Leuchtstoffröhren bei der GSAK

4. Großgeräte

Waschmaschinen
Wäschetrockner
Geschirrspüler
Elektroherde und -backöfen
Elektrokochplatten
Leuchten
Ton- oder Bildwiedergabegeräte
Musikausrüstung (mit Ausnahme von Kirchenorgeln)
Geräte zum Stricken und Weben
Großrechner
Großdrucker
Kopiergeräte
Geldspielautomaten
medizinische Großgeräte
große Überwachungs- und Kontrollinstrumente
große Produkt- und Geldausgabeautomaten
Photovoltaikmodule
Nachtspeicherheizgeräte

5. Kleingeräte

Staubsauger
Teppichkehrmaschinen
Nähmaschinen
Leuchten
Mikrowellengeräte
Lüftungsgeräte
Bügeleisen
Toaster
elektrische Messer
Wasserkocher
Uhren
elektrische Rasierapparate
Waagen
Haar- und Körperpflegegeräte
Radiogeräte
Videokameras
Videorekorder
Hi-Fi-Anlagen
Musikinstrumente
Ton- oder Bildwiedergabegeräte
elektrisches und elektronisches Spielzeug
Sportgeräte
Fahrrad-, Tauch-, Lauf-, Rudercomputer usw.
Rauchmelder
Heizregler
Thermostate
elektrische und elektronische Kleinwerkzeuge
medizinische Kleingeräte
kleine Überwachungs- und Kontrollinstrumente
kleine Produktausgabeautomaten
Kleingeräte mit eingebauten Photovoltaikmodulen

6. Kleine IT- und Telekommunikationsgeräte (keine äußere Abmessung beträgt mehr als 50 cm)

Mobiltelefone
GPS-Geräte
Taschenrechner
Router
PCs
Drucker
Telefone

Leiterplatten, die händisch aus Elektrogeräten ausgebaut wurden