Inhalt

Berufskolleg Vera Beckers

Berufliche Schulen Vera Beckers

Die Schule, die Ihnen neue Chancen eröffnet, die Ihnen Persepktiven zeigt, die Ihnen neue Wege bereitet.

Girmesgath 131, 47803 Krefeld
Tel.: 02151 / 87 59 07 FAX: 02151 / 75 52 73

Schulträger:
Stadt Krefeld
Der Oberbürgermeister
Fachbereich Schule, Pädagogischer und Psychologischer Dienst
Produktzentrum - Schule -
Petersstrasse 118 , 47798 Krefeld
Telefon: 02151 / 86 25 56

1921 als erste Mädchenfortbildungsschule in Krefeld gegründet und damit ein Novum in der Stadt, das auch den
jungen Frauen Berufsperspektiven bot, hat die Schule diesen Anspruch der schulpolitischen Aktualität bis heute
gewahrt; sie hat sich im Laufe ihrer nun mehr als 75-jährigen Geschichte stets den veränderten gesellschaftlichen
Gegebenheiten und modernen Technologien angepaßt.

Das Berufskolleg Vera Beckers besteht heute aus zwei "Säulen".

Berufsschule

Friseur/-in
Florist/-in
Hauswirtschafter/-in
Fachklassen für Bekleidungsberufe
Klassen für Schüler/-innen ohne Ausbildungsvertrag
Vorpraktikantenklassen
Vorklassen zum Berufsgrundschuljahr

Vollzeitschule

(Aus-)bildungsangebote in den Berufsfeldern


Ernährung und Hauswirtschaft
Gesundheit
Textiltechnik und Bekleidung

Die Merkmale der Berufsschule bzw. der beruflichen Ausbildung sind im allgemeinen Teil dieser Ausgabe dargestellt. Die Anmeldungen zur Berufsschule erfolgen durch den jeweiligen Ausbildungsbetrieb bzw. durch die abgebenden Schulen, also nicht direkt durch den/die Schüler/-in bzw. Auszubildende/-n. Nähere Informationen bieten die Kammern.

Die Vollzeitschule ist am Berufskolleg in vier Berufsfelder unterteilt, die folgende Schulformen anbieten:

Sozialwesen / Sozialpädagogik

Berufsfachschule für Kinderpfleger/-innen
Fachschule für Sozialpädagogik
Aufbaubildungsgang "Sozialmanagement"
Fachoberschule (Sozialwesen)

Ernährung und Hauswirtschaft

Berufsgrundschuljahr
Berufsfachschule für
Sozialhelfer/-innen
Fachoberschule
Fachschule für Hauswirtschaftsmeisterinnen

Gesundheit

Berufsgrundschuljahr
Berufsfachschule

Textiltechnik und Bekleidung

Berufsgrundschuljahr
Berufsfachschule
Höhere Berufsfachschule für Bekleidungstechnische Assistentinnen und Assistenten

Schüler/-innen mit unterschiedlichster schulischer Vorbildung können sich zu den genannten Schulformen direkt am Berufskolleg Vera Beckers anmelden. Welche Eingangsvoraussetzungen jeweils nötig sind, wie lange der jeweilige Bildungsgang dauert und welchen Abschluß man erreichen kann, ist der Gesamtübersicht zu den Ausbildungsmöglichkeiten zu entnehmen. Darüber hinaus können im Schulbüro Informationsbroschüren zu den einzelnen Schulformen abgeholt werden.

Bevor auf einige "zentrale" Bildungsgänge am Berufskolleg Vera Beckers näher eingegangen wird, sind noch einige Anmerkungen grundsätzlicher Art von Bedeutung:

In vielen der Bildungsgänge der Schule werden neue Wege gegangen, wird eine Doppelqualifikation geboten, d.h., neben einer beruflichen Ausbildung wird gleichzeitig ein höherer Schulabschluß erreicht, so z.B. bei den Bekleidungstechnischen Assistentinnen und Assistenten, im Zusammenhang mit der Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher, in der Berufsfachschule Sozialhelfer/-in.

Die Verbesserung des bisher erreichten Schulabschlusses ist darüber hinaus in unseren Vorklassen zum Berufsgrundschuljahr, in den Berufsfachschulen und in der Fachoberschule möglich.

Datenverarbeitung bieten wir in nahezu allen Bildungsgängen an. Mit unserer neuen CAD-Anlage (Computer Aided Design = Computerunterstützter Entwurf) sind wir in den Berufsfeldern Körperpflege und Bekleidung auf dem neuesten Stand der Technik.

An der Schule entsteht ein Umwelterfahrungszentrum, in dem die Kinder der zur Schule gehörenden sozialpädagogischen Übungsstätte, die Schüler/-innen der Abteilungen Hauswirtschaft, Sozialpädagogik, Gesundheit, die benachteiligten Jugendlichen ohne Ausbildungsvertrag, aber auch Erzieher/-innen, Kinderpfleger/-innen, Sozialarbeiter/-innen, Lehrer/-innen usw. in Fortbildungsmaßnahmen sowie Arbeitskreise der VHS und der NABU Beobachtungen und Erfahrungen machen sollen.

Neben den genannten Einrichtungen arbeitet die Schule im Berufsfeld Gesundheit eng mit den Städtischen Krankenanstalten Krefelds zusammen und vor dem Hintergrund der arbeitsmarktpolitischen Situation auch mit der Zentralstelle für Beschäftigungsförderung.

Die neue Ausbildungsverordnung für die Fachschulen für Sozialpädagogik hat dazu geführt, daß bisher bekannte Uerrichtsstrukturen "aufgebrochen" werden mußten. Unterrichtseinheiten wechseln sich ab mit Projektarbeit, Arbeitsgemeinschaften, Workshops und Blockpraktika.

In den beiden zuletzt genannten Unterrichtsformen können eigene Interessen benutzt werden, um methodische Erfahrungen zu sammeln. Nicht nur hier wird viel Wert auf eine zunehmend selbständige Steuerung des Lernprozesses gelegt. Angeboten werden u.a. Theater, Kochkurse, Naturwissenschaftliche Experimente, Kosmetik, Heimerziehung und Niederländisch. In einem fünfwöchigen Blockpraktikum können dann die erworbenen Fertigkeiten auf die Praxis übertragen werden. In der Oberstufe gibt es ein achtwöchiges Blockpraktikum, das je nach Interesse in einem Hort, Jugendzentrum oder Heim absolviert werden kann.

Im dritten Jahr, dem "Anerkennungsjahr", wird das Verhältnis von Praxis und Theorie umgekehrt. Die Schülerinnen und Schüler kommen "nur noch" zu vier Unterrichtswochen in die Schule zurück und können sich dort mit Themen auseinandersetzen, die jetzt eine erheblich höhere Gewichtung haben.

Aufbaubildungsgang "Sozial-Management"

Zum Schuljahr 1997/98 wird der Aufbaubildungsgang "Sozial-Management" als Schulversuch eingerichtet. Er richtet sich als Weiterbildungsangebot an Fachkräfte von Kindertageseinrichtungen, Jugendeinrichtungen, Heimen der Jugendhilfe, Behinderteneinrichtungen, Heilpädagogischen Heimen.

In Teilzeitform werden in einem Jahr abends Inhalte wie Dienstleistungsorganisation, Personalführung, Betriebswirtschaft, Betreuungsleistung und ein Wahlbereich unterrichtet. Eingangsvoraussetzung sind der erfolgreiche Abschluß einer Fachschulausbildung oder einer Fachseminarausbildung oder eines entsprechenden Bildungsganges der Kollegschule.

Die Absolventinnen und Absolventen erwerben mit dem erfolgreichen Abschluß ein Zertifikat, das in Verbindung mit dem Fachschulabschlußzeugnis dazu berechtigt, Leitungsaufgaben in sozialpädagogischen und -pflegerischen Einrichtungen zu übernehmen, wie z.B. in Kindertageseinrichtungen, in Einrichtungen der Behindertenarbeit und der Jugendhilfe.

Ausbildungsgänge und Aufstiegschancen im Berufsfeld
"Ernährung und Hauswirtschaft"

In unserer Gesellschaft haben ernährungsbedingte Krankheiten rasant zugenommen, hat die Verschuldung des Haushalts enorme Ausmaße angenommen, erreicht die Umweltbelastung bedrohliche Formen. Alle reden davon - im Berufsfeld "Ernährung und Hauswirtschaft" können Sie sich aktiv einsetzen und mit einer qualifizierten Ausbildung Ihren Beitrag zur Lösung dieser Probleme leisten.

Das Berufskolleg Vera Beckers bietet Ihnen Grundausbildung und qualifizierte Weiterbildungsmöglichkeiten an: Sie lernen schwerpunktmäßig in Theorie und Praxis, wie Sie sich und andere gesund ernähren und bestmöglich versorgen können, mit moderner Technologie umzugehen, sie umweltbewußt und ökonomisch einzusetzen, mit Geld nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten umzugehen, Arbeitsabläufe zu organisieren, Arbeitsmethoden so anzuwenden, daß sie gesundheitsschonend und umweltverträglich sind. Sie lernen letztlich in allen Bereichen selbständig und kritisch zu handeln nach ökonomischen, ökologischen, ernährungsphysiologischen und
gesundheitlichen Grundsätzen.

Wenn Sie den Hauptschulabschluß haben, dann besuchen Sie die Berufsgrundschule Ernährung und Hauswirtschaft. Hier erhalten Sie eine Grundausbildung im Berufsfeld. Sie kann als Einstieg für den Hotel- und Gaststätten-, den Gesundheits-, den Sozialpflegebereich, das Lebensmittelhandwerk und die Hauswirtschaft genutzt werden. Sie schließen dann eine in der Regel zweijährige betriebliche Ausbildung an.

Wenn Sie eine abgeschlossene Ausbildung im Berufsfeld und mindestens den Hauptschulabschluß haben, dann bilden Sie sich weiter in der Fachschule für Hauswirtschaftsmeister/-innen. Dort werden Sie befähigt, einen Haushalt oder hauswirtschaftlichen Betrieb zu führen und erhalten die Ausbildungsberechtigung.

Aus der Vielzahl der Einsatzmöglichkeiten nur einige Beispiele: Ausbilder/-in im eigenen Haushalt (nach BBiG), Vollzeitbeschäftigung im hauswirtschaftlichen oder nichthauswirtschaftlichen Bereich, Weiterbildung, Teilzeitbeschäftigung in versicherungspflichtiger Tätigkeit und - stundenweise - als Lehrkraft. Seit Sommersemester 1995 ist auch die Zulassung zum Meisterstudium in Nordrhein-Westfalen an Fachhochschulen (Ernährung und Hauswirtschaft) gegeben.

Sie besuchen die Fachschule drei Jahre lang einmal in der Woche (700 - 800 Unterrichtsstunden) und legen dann die Meisterprüfung vor der Landwirtschaftskammer ab.

Wenn Sie die Fachoberschulreife haben und studieren möchten, dann lesen Sie "Die Fachoberschule: Ein entscheidender Schritt nach vorn!"

Sozialhelfer/-in: ein neuer Ausbildungsweg

Neue gesellschaftliche Aufgaben erfordern neue Ausbildungswege. Der Bildungsgang der Sozialhelferin bzw. des Sozialhelfers ist schwerpunktübergreifend konzipiert: Er enthält medizinische, hauswirtschaftliche und sozialpädagogische Elemente und zielt auf die Grundversorgung in den Tätigkeitsfeldern Krankenhaus, Altenheim, Kindertagesstätten, ambulanter Dienst u.a. ab. Er wendet sich an Schüler/-innen mit Hauptschulabschluß und endet nach zwei Jahren mit dem staatlich anerkannten Berufsabschluß "Sozialhelferin / Sozialhelfer".

Unterrichtsfächer sind: Deutsch, Mathematik, Englisch, Politik/Geschichte, Religionslehre, Sport/ Bewegungserziehung, Anatomie/Physiologie mit Krankheitslehre, Ernährungslehre, Pädagogik, Musik/ Rhythmik, Kunst/Werken, Fachpraxis Pflege und Fachpraxis Hauswirtschaft. In jedem Schulhalbjahr werden Blockpraktika in den verschiedenen sozialen Einrichtungen durchgeführt.

Mit dem Berufsabschluß können die Sozialhelfer/-innen mehrere Qualifikationen erreichen, nämlich einen eigenständiger Berufsabschluß (Erstqualifikation), die Verbesserung der schulischen Qualifikation durch den Erwerb der Fachoberschulreife und den nahtlosen Übergang in Fachschulen ( Weiterqualifikation).

Die Höhere Berufsfachschule für Bekleidungstechnische Assistentinnen und Assistenten
Eine Ausbildung - lebensnah in der Öffentlichkeit

Die Ausbildung zur Bekleidungstechnischen Assistentin bzw. zum Bekleidungstechnischen Assistenten führt zu einer Fachkraft, deren Tätigkeitsfeld im gesamten Bereich der Bekleidungsindustrie liegen kann, wenngleich später im Berufsleben sicherlich eine Spezialisierung auf Arbeitsbereiche wie Entwurf bzw. Modellerstellung, Schnitterstellung, Fertigung, Ausland (Verkauf, Presse) erforderlich sein wird.

Aus dem Arbeitsbereich des Entwurfs bzw. der Modellerstellung seien hier beispielhaft einige Tätigkeiten genannt: Planung und Entwurf von Modellen - auch mit Computersystemen wie CAD (Computer Aided Design [engl.: Computerunterstützter Entwurf]) -, Erstellen einer Kollektion, Schnittentwicklung, Marktbeobachtung, Messebesuch, Besuch von Trendschauen und Modezentren, Paßform und Modellüberwachung. Zum Verkauf gehören z.B. Präsentationen auf Messen und Marketingkenntnisse usw.

Auf diese Tätigkeiten werden die Schüler/-innen vorbereitet durch Fächer wie Deutsch, Mathematik, Englisch, Politik / Geschichte, Wirtschaftslehre, Chemie, Physik, Technologie, Gestaltungslehre, Kostümkunde, Schnittkonstruktion, Datenverarbeitung, Fertigungstechniken, Produktentwicklung, spezielle Techniken. Durch zusätzliche Praktikumswochen in Betrieben wird ein Bezug zum Berufsalltag hergestellt. Kurzum: Die Schüler/-innen erfahren den "Werdegang" eines Kleidungsstückes von der Idee über die Skizze, die
Schnittkonstruktion und Fertigung bis hin zur Modezeichnung und Präsentation.

Die Fachoberschule: Ein entscheidender Schritt nach vorn!

Sie möchten die Fachhochschulreife erwerben, anschließend studieren oder bessere Aufstiegsmöglichkeiten haben? Sie interessieren sich für die Bereiche Sozial- und Gesundheitswesen oder Ernährung und Hauswirtschaft? Dann besuchen Sie die Fachoberschule (FOS)!

In die Fachoberschule aufgenommen werden kann bei Einstieg in die Klasse 11, wer die Fachoberschulreife besitzt und den Nachweis einer Praktikantenstelle erbringen kann (ggf. sind wir dabei behilflich), bei Einstieg in die Klasse 12, wer die Fachoberschulreife besitzt und eine auf den Schultyp bezogene abgeschlossene mindestens zweijährige Berufsausbildung oder eine gleichwertige Vorbildung nachweisen kann.

Die Schulzeit beträgt bei Einstieg in die Klasse 11 zwei Jahre (1. Jahr: 2 Tage pro Woche Unterricht und 4 Tage pro Woche Praktikum; 2. Jahr: Vollzeitunterricht montags bis freitags), bei Einstieg in die Klasse 12: ein Jahr à ca. 32 Wochenstunden.

Unterrichtet werden Sie in den berufsfeldübergreifenden Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik, Politik, in einem naturwissenschaftlichen Fach (Physik, Chemie oder Biologie), Sport und Datenverarbeitung.

Sind Sie in der Klasse für Ernährung und Hauswirtschaft, werden Sie typenspezifisch in den Fächern Betriebs-, Arbeits- und Wirtschaftslehre, Ernährungs- und Lebensmittellehre und Gesundheitserziehung unterrichtet.

Für die Klassen im Berufsfeld Sozial- und Gesundheitswesen (Sozialwesen) kommen Soziologie, Psychologie, Pädagogik und Gesundheitserziehung hinzu.

Details zu dieser Schule

SchulartBerufskolleg
AnschriftGirmesgath 131, 47803 Krefeld
Telefon0 21 51/62 33 80
Fax0 21 51/62 33 82 22
E-Mailinfo@bkvb.de
Internetseitewww.bkvb.de
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