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Vortrag über das niederrheinische T-Haus (15.04.2019)

Zuletzt geändert: 15.04.2019 14:42:12 CEDT

Bei einer grenzüberschreitenden Tagung des Rheinischen Vereins und der niederländischen Erfgoedvereniging Heemschut am 24. Mai in der Abtei Rolduc (Kerkrade) hält der stellvertretende Leiter des Museums Burg Linn, Dr. Christoph Dautermann, den Vortrag „Das niederrheinische T-Haus. Überlegungen zur Entstehung und Entwicklung".

Die Beschäftigung mit den niederrheinischen T-Häusern, also Bauernhäusern, bei denen der Wohnteil quer vor dem Wirtschaftsteil des Hauses gestellt wurde, ist Bestandteil der historischen Hausforschung. Unter anderem hat sich der ehemalige Leiter des Linner Museums, Dr. Albert Steeger, intensiv mit der Verbreitung und dem Bautyp befasst. Das T-Haus findet sich nicht allein am unteren Niederrhein, sondern auch im niederländischen Gelderland. Die Bauform entstand ungefähr in der Mitte des 16. Jahrhunderts. „Die Ursachen für diese Entwicklung sind aber bislang nur wenig oder gar nicht untersucht worden", so Dautermann. Dazu werde der Vortrag einige neue Überlegungen vorbringen.

Die Tagung in den Niederlanden wird sich dem historischen Bauwesen im Grenz- und Kulturraum Rhein-Maas mit einem Schwerpunkt auf Gebäude des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit widmen. Denkmalpfleger, Architekturhistoriker und Hausforscher tauschen sich hierbei über das reiche baukulturelle Erbe der Region aus. Es werden Fachwerk- und Steinbauten aus dem ländlichen und städtischen Umfeld vorgestellt. Betrachtet wird auch der Deutsche Orden als bedeutender Bauherr in der Region.