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Schulung für ehrenamtliche Elternbegleiter (06.02.2019)

Zuletzt geändert: 07.02.2019 07:50:36 CET

„Singen befreit die Seele - in jedem Alter", dieses Credo ist die Botschaft von Musikpädagogin Daniela Dingfeld bei der Fortbildung der Elternbegleiterinnen im Kommunalen Integrationszentrum (KI), die in Schulen und Kindertageseinrichtungen (Kitas) Zuwandererfamilien unterstützen. Wäre es eine Medizin, so müsse man sie wohl verschreiben: Das Herz schlägt langsamer, die Atmung wird tiefer, Stress fällt ab und Angst verschwindet, wenn man singt. „Das sind Geschenke als Nebeneffekt", meint Daniela Dingfeld. Denn grundsätzlich geht es beim Singen - eben um das Singen. Es sind viele positive Eindrücke, die die Teilnehmerinnen nach dem Fortbildungsvormittag mit in ihre Arbeit in Schule und Kita nehmen können - und auch in den eigenen Familienalltag.

Damit die Elternbegleiterinnen in das Thema auch „fühlbar" eintauchen, steht direkt zu Beginn ein Lied, das in Kindergarten und Schule zu Beginn des Tages mit passenden Bewegungsübungen geprobt wird. „Guten Tag, good morning, Merhaba..." so werden auch vielsprachige Kinder mit ins Boot genommen - und der ganze Körper macht mit. Denn Bewegung und Gesang gehören zusammen, es beflügelt die Phantasie und hilft, bei sich anzukommen und dem andauernden Stress von außen etwas entgegen zu setzen. „Gerade in der Schule klappt die Konzentration besser, wenn der Morgen mit einem Lied beginnt", davon ist Daniela Dingfeld überzeugt. Sie unterstützt deshalb auch Arbeitsgemeinschaften und Initiativen in Schulen und Kitas. Nicht zuletzt wird auch das „Wir-Gefühl" in Klassen und Vorschulgruppen durch den gemeinsamen Gesang gestärkt, das ist ihre Erfahrung.

Perfektionismus sollten Große wie Kleine als erstes über Bord werfen, so Daniela Dingfeld. Den Glaubenssatz, „Singen muss wirklich schön klingen", lässt sie nicht gelten, darauf komme es schlicht nicht an. Sich selbst mit Singen zu beruhigen, den Ärger ziehen lassen und deeskalierend wirken, das hat die Mutter zweier Kinder selbst erfahren. „Wenn meine Tochter beim dritten Aufruf nicht zum Zähneputzen kommt - dann singe ich den Satz einfach" - das verhindere einen scharfen Ton und wirkt erstaunlich effektiv. Denn oftmals mündet der Gesang in gemeinsames Lachen und schon ist das Eis gebrochen.