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Offene Kinder- und Jugendarbeit in Corona-Zeiten (20.05.2020)

Zuletzt geändert: 26.05.2020 15:53:29 CEDT

In den vergangenen Wochen entwickelten die Fachkräfte der Offenen Kinder- und Jugendarbeit während der Schließung der Jugendeinrichtungen Tag für Tag neue Ideen, um mit ihren jungen Stammbesuchern und deren Familien in Kontakt zu treten - auch in den Einrichtungen im Krefelder Norden und Westen. Ab sofort sind die Mitarbeitenden zwar wieder mit diversen analogen Angeboten vor Ort präsent, doch auch in den kommenden Wochen laufen die gut eingespielten digitalen und analogen Aktionen weiter, da das gewohnte „Kommen und Gehen" in den Jugendeinrichtungen vorerst noch nicht möglich sein wird.

Im Krefelder Norden richtet das Hülser Jugendzentrum Am Wasserturm (Türmchen) wöchentlich mit zahlreichen Jugendlichen eine Online-Kreativ-Challenge aus. Die Mitarbeitenden der Einrichtung haben zudem ihren Stammbesuchern „Kreativboxen" nach Hause geliefert, sodass auch von dort aus gebastelt und gewerkelt werden kann. Etabliert hat sich auch die Online-Version des bekannten Kartenspiels „Werwolf". Fast täglich spielen die Besucher in der kostenfreien App und möchten dies auch nach der Corona-Zeit fortführen. Über die Einkaufsaktion „Krefeld solidarisch - Jugend hilft!" konnten neue ehrenamtliche Jugendliche gewonnen werden, die auch zukünftig die Einrichtung aufsuchen wollen. Einige Ehrenamtliche nähten bislang rund 400 Mund-Nasen-Bedeckungen, die per Fahrradkurier an Hülser Bürger geliefert wurden. An Ostern verteilten zahlreiche ehrenamtliche Jugendliche selbst gebastelte Osterkarten an Senioren im Fischers-Meyser-Stift.

Die Kinder- und Jugendeinrichtung Marienburg ist ebenfalls in Zeiten der Corona-Pandemie für die Besucher auf Abstand aktiv. So wurde ein „Corona Kasten" eingerichtet, in dem die Besucher Post einwerfen können. Über Chats halten die Mitarbeitenden mit den Eltern und Kindern Kontakt, geben wöchentlich unter anderem Bastelanleitungen mit Bildern weiter oder stellen vertraute Koch- und Backrezepte aus der Marienburg in den Chat. Für die Besucher wurden zudem fertiggestellte „Wandersteine" in eine Schlange vor das Tor gelegt, die nun wachsen oder schrumpfen kann.

Das Team der K³-Erlöserkirche im Krefelder Westen hat sich zum 1. April mit seiner Leiterin Corinna Balzer neu aufgestellt. Zusammen mit der Kulturpädagogin Sara Niemeyer wurden die Räumlichkeiten im Keller der Erlöserkirche in Lindental bereits „umgekrempelt" und neben der räumlichen auch die inhaltliche Neugestaltung der Einrichtung vorgenommen. So soll es zukünftig im regulären Betrieb einen neuen Wochenplan mit Angeboten wie Tanzen, Yoga, Theater, Kreatives Arbeiten, Kochen & Backen geben. Letzteres wird durch die Krefelder Kindertafel unterstützt, die nur eine der vielen geplanten Kooperationen des K³ sein wird. Die beiden Pädagoginnen Balzer und Niemeyer unterstützen zudem die Gemeinde Alt-Krefeld beim digitalen Konfirmandenunterricht mit der „Kon App". Zum aktiven Mitgestalten der Kinder und Jugendlichen haben sich beide einige besondere Aktionen einfallen lassen: So wurde die vor Wochen aufgestellte „Wunschbox" ausgewertet, um die Besucher des K³ optimal mit einzubeziehen. Auf dem neuen Instagram-Account der Offenen Tür wurden die Follower bereits mehrfach zu Mitmachaktionen wie „Eure Stimme zählt" oder einer „Bastelaktion zu Ostern online" aufgerufen. Eine „Nummer gegen Kummer" für Kinder und Jugendliche wurde ebenfalls eingerichtet.