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NS-Dokumentationsstelle bietet neue thematische Workshops an (10.10.2019)

Zuletzt geändert: 10.10.2019 16:05:14 CEDT

Die NS-Dokumentationsstelle in Krefeld bietet neue thematische Workshops an, die sich mit unterschiedlichen Opfergruppen während der NS-Zeit beschäftigen. Das Angebot richtet sich an Schulen ab der achten Klasse bis zur Oberstufe sowie an Jugendeinrichtungen. Anhand von biographischen Einzelschicksalen soll den Kindern und Jugendlichen die Geschichte von NS-Verfolgten vermittelt werden. „Wichtig ist uns, die Zeit vor 1933 und nach 1945 mit zu beachten", erklärt Sandra Franz, Leiterin der NS-Dokumentationsstelle.

Die Historikerin Sabine Reimann und Astrid Hirsch von der Mahn- und Gedenkstätte in Düsseldorf haben die Workshop-Unterlagen zusammengestellt. „Uns ist wichtig, mit Quellenmaterial zu arbeiten", betont Reimann. Zudem sollen lokale Aspekte eingebracht werden. Die Unterrichtsmaterialien sind so entworfen, dass sie für die Bearbeitung von Themen zu Opfergruppen wie Homosexuelle sowie Sinti und Roma vergleichbar sind. In den kommenden Monaten sollen weitere Gruppen wie die sogenannten „A-Sozialen" hinzugefügt werden. Für Schulklassen sollten die Lehrer mindestens zwei, besser drei Stunden für einen Besuch in der NS-Dokumentationsstelle einplanen. „Alle Angebote sind kostenfrei. Wir freuen uns aber über Spenden für das Haus", so Franz. Die neuen Workshops können ab 28. Oktober gebucht werden. Ein Angebot in Schulen ist auch möglich.

Informationen über bestehende und neue Bildungsangebote, Führungen, Workshops, und Stolpersteinrundgänge gibt es per E-Mail an ns-doku@krefeld.de und sandra.franz@krefeld.de.