Inhalt

Krefelder Kulturbüro unterstützt Pförtnerloge für weitere drei Jahre (14.12.2018)

Zuletzt geändert: 14.12.2018 14:39:27 CET

Das Kulturbüro der Stadt Krefeld unterstützt für weitere drei Jahre die vom Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) Niederrhein organisierten und kuratierten Ausstellungen in der Reihe „Pförtnerloge" in der Fabrik Heeder. Seit 2012 entwickeln ausgewählte Künstler für die Spielstätte an der Virchowstraße ortsspezifische Arbeiten. Die Kuratorinnen der Reihe, Claudia Reich und Brigitta Heidtmann, stellten nun eine kleine Edition über die Ausstellungen der vergangenen zwei Jahre vor.

Die Reihe „Pförtnerloge" ist als eine Art Schaukasten konzipiert, der von Besuchern in den Pausen der Veranstaltungen in der Fabrik Heeder oder im Vorübergehen jederzeit von außen eingesehen werden kann. Dabei werden Aspekte raumbezogener Kunst wie bildhauerische Positionen, Videoprojektionen, interaktive Kunst oder akustische und performative Ereignisse präsentiert. „Die Reihe zieht inzwischen Kreise über Krefeld hinweg in die Kunstszene", so Heidtmann. Bundesweit werden die Ausstellungen über Publikationen des BBK wahrgenommen. Und längst beschränke sich die Auswahl der Künstler nicht mehr auf Mitglieder, etwa zwei Drittel gehören dem Verein nicht an. „Wir betreiben damit auch eine Künstlerförderung", betont Gilbert Scheuss, Vorsitzender des BBK Niederrhein.

Weil der Verein über keine eigenen Räume verfüge, komme der Pförtnerloge eine besondere Bedeutung bei der Arbeit des BBK zu. „Eine Stadt, vor allem in der Größe Krefelds und mit Hochschule und Lehrstätten für nachfolgende Generationen, benötigt eine solche Art eines freien und unabhängigen Experimentierraums", sagte Valentina Vlasic vom Museum Kurhaus Kleve 2017 anlässlich einer Eröffnung in der Pförtnerloge. Dort stellt als erste im Sommer 2019 Annemarie Strümpfler aus Bremen unter dem Titel „Kulisse - eine Licht-Raum-Installation" aus. Ihr folgt im Herbst 2019 Friederike Graben aus Köln mit „Crefeld Colourfield". Zu Abschluss zeigen Laas Abendroth und Sven Vieweg „Soll Staatszirkus" in der Pförtnerloge.

Zu den ersten neun Ausstellungen erschien bereits eine Edition im selben Format wie die jetzt veröffentlichte. Zu jeder der neun Ausstellungen von 2016 bis 2018 liegt ein Foto von Ralf Janowski in der postkartengroßen und von der Grafikerin Gaby Baltha gestalteten Box bei. Kurztexte fassen die Intention der Arbeiten zusammen, Kurzbiografien der beteiligten Künstler ergänzen diese Beschreibungen. Über die Pförtnerloge als offene Galerie haben die Kuratorinnen zudem einen Beitrag geschrieben. Beigefügt ist ein Auszug der Eröffnungsrede von Valentina Vlasic vom Museum Kurhaus Kleve zur Ausstellung „Shift" (2017) von Jáchym Fleig. Die Box kostet zehn Euro und kann unter E-Mail kontakt@bbk-niederrhein.de bestellt werden. Von der ersten Edition gibt es noch wenige Exemplare.