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Kommunales Integrationszentrum startet Projekt für zugewanderte Familien (26.10.2017)

„Normalerweise isst sie gar keine Gurken". Die Mutter aus Usbekistan betrachtet beim gemeinsamen Frühstück erstaunt ihre kleine Tochter, die das gesunde Gemüse offenbar mit Genuss verspeist. Das Frühstück ist Bestandteil der neuen „Griffbereit-Gruppen" - ein Angebot, das das Kommunale Integrationszentrum (KI) derzeit als Pilotprojekt gemeinsam mit dem Nachhilfe- und Bildungszentrum „Intellect" in Stahldorf anbietet. Angesprochen werden zugezogene Eltern zusammen mit ihren Kleinsten und das Programm besteht nicht nur aus Sprachförderung. Auch die Erziehungskompetenz der Eltern, und der Kontakt zu den Bildungseinrichtungen werden gefördert.

Eine Qualifizierung der sogenannten Elternbegleiterinnen fand im Vorfeld und findet auch weiterhin beim KI statt. Sozialpädagogin Sengül Safarpour leitet das Programm und ist begeistert von der Resonanz. Insgesamt 16 Anmeldungen gibt es in Stahldorf, so dass zwei Gruppen gebildet wurden, die sich einmal wöchentlich treffen. Beide Elternbegleiterinnen - Fadime Yildiz und Seyma Tok - können aus dem Vollen schöpfen, denn das Landesprogramm bietet 64 Bausteine für die Gruppenarbeit an. Im Vordergrund steht die Mehrsprachigkeit. Zum Beispiel gibt es Singspiele auf Deutsch, die die Mütter dann in den jeweiligen Herkunftssprachen wiederholen. So sind am Auftaktmorgen fröhliche Lieder auf Türkisch, Arabisch, Persisch, Usbekisch zu hören. Und für den ein oder anderen kleinen Teilnehmer gibt es eine neue Geschmacksentdeckung beim Frühstück.