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Kammerkonzert der Niederrheinischen Sinfoniker: Auf dreierlei Art (14.05.2019)

Zuletzt geändert: 14.05.2019 15:18:12 CEDT

Auf dem Programm des 4. Kammerkonzerts der Niederrheinischen Sinfoniker, das am Sonntag, 16. Juni um 11 Uhr im Glasfoyer des Theaters Krefeld stattfindet, stehen drei Meisterwerke aus der Gattung „Trio". Der Konzertvormittag eröffnet mit dem berühmten Trio Es-Dur KV 498 von Wolfgang Amadeus Mozart, besser bekannt als „Kegelstatttrio", soll Mozart es doch während einer fröhlichen Kegelpartie geschrieben haben. Mag auch der Ort angezweifelt werden, entstand das Werk tatsächlich für das gemeinsame Musizieren mit seinem Freund, dem bekannten Klarinettisten Anton Stadler, und Franziska von Jacquin, einer begabten Amateurpianistin. Dieser freundschaftliche, vertraute Zusammenhang, der in der Besetzung die Kombination der gedeckten Klangfarben von Klarinette und Viola mit dem Klavier erklärt, schlug sich in dem gesamten Werk nieder.

Diese ungewöhnliche Besetzung, die er als „von ganz eigentümlicher Wirkung" charakterisierte, übernahm Robert Schumann für seine Märchenerzählungen op. 132. Konkrete Märchen hatte Schumann bei der Komposition nicht im Sinn, vielmehr bringen die vier kurzen Stücke verschiedene Charaktere poetisch-erzählerisch zum Klingen, die jeder selbst mit verschiedenen Märchenszenen assoziieren mag.

Johannes Brahms kombinierte in seinem Trio Es-Dur op. 40 hingegen das Klavier mit der Violine und dem Waldhorn. Der Hintergrund ist privater Natur: Brahms verarbeitete in dem Werk den Tod seiner Mutter; das Waldhorn, das er selbst im Elternhaus gespielt hatte, wird zur Brücke in die Vergangenheit. Zum emotionalen Höhepunkt der Trauer und des Werks wird das Adagio - und doch entwickelt Brahms aus dessen ergreifender Motivik das wild dahinjagende Thema des Finales, in dem er wie befreit nach vorne schaut.

Konzertkarten sind erhältlich an der Theaterkasse am Theaterplatz, Telefon 0 21 51 / 80 51 25, theaterkasse-kr@theater-kr-mg.de, online sowie am Konzerttag an der Tageskasse.